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Das Leben ist ein Nutellabrot Die Welt mit Kinderaugen sehen von Schütze, Tina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2014
  • Verlag: Südwest
eBook (ePUB)
11,99 €
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Das Leben ist ein Nutellabrot

Glücklich wie ein Kind Kinder sind großartig. Okay, sie sind oft laut, bisweilen respektlos und anstrengend. Aber vor allem sind sie fröhlich, wissbegierig, abenteuerhungrig und so unverfälscht echt, wie wir Erwachsenen es uns längst abgewöhnt haben. Mit dem Nachwuchs fegt ein frischer Wind durch unseren Alltag, der uns die Chance bietet, das Leben noch einmal mit Kinderaugen zu erkunden und es beschwingt und offen anzunehmen. Tauchen Sie ein in die wunderbare Welt der Kinder! Die amüsanten Geschichten in diesem Buch zeigen, warum sich das lohnt und wie es geht. Tina Schütze (36) ist Kulturwissenschaftlerin und arbeitet seit Jahren als Journalistin in verschiedenen Medien; darüber hinaus lizenzierte Fitnesstrainerin und beschäftigt sich dabei gezielt mit den 'Problemzonen' nach der Schwangerschaft. Sie ist Mutter von zwei Kindern und lebt in Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 11.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641129781
    Verlag: Südwest
    Größe: 10101 kBytes
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Das Leben ist ein Nutellabrot

TEAM CHAOS, NA UND?

"Ein bisschen stehen die Buchstaben noch auf dem Kopf, aber es wird schon alles gut."

Flora, 4 Jahre, bei ihren ersten Schreibversuchen

Manche Menschen wirken einfach makellos und scheinen die Perfektion zu leben. Sie sehen gut aus, sind durchtrainiert, ernähren sich gesund und schweben duftend, strahlend und stets pünktlich ins Büro, sie führen die allerglücklichste Ehe, sind hilfsbereit, aufmerksam, freundlich, fröhlich und entspannt - immer! Noch dazu haben sie unglaublich gut erzogene, wunderhübsche Kinder und wenn sie nicht gerade die Welt retten, engagieren sie sich neben ihrem Job als Elternvertreter im Kindergarten und als Lesepaten in der Schule. Gibt's nicht, sagen Sie? Sie haben recht. Niemand ist perfekt. "Unter jedem Dach ist ein Ach", beschwichtigte mich meine Mutter, als sie sah, wie ich mit meinen zwei kleinen Kindern an meiner Work-Life-Balance herumdokterte und auf das vermeintlich perfekte Glück der anderen schielte.

Grundsätzlich finde ich den steinigen Weg ziemlich reizvoll und auch die Extraportion kreatives Chaos mag ich sehr gern. Seit meine beiden Kinder mitmischen, hat sich mein Leben jedoch zu einem Konfettidesaster gesteigert - es ist wild, bunt, hinterlässt seine Spuren bis in den hintersten Winkel und nie will jemand aufräumen. Pünktlichkeit ist für mich keine Tugend, sondern eine ständige Herausforderung, ich habe klebrige Gummibärchen an meiner Kleidung und meine Handtasche ist voller Schokoladenriegelreste, Bonbonpapier und Kekskrümel. In der täglichen Hektik bleibt häufig keine Zeit für einen flüchtigen Kontrollblick in den Spiegel und so verlasse ich schon einmal das Haus mit Prinzessin-Lillifee-Spängchen im Haar und Essensresten zwischen den Zähnen. Ich vergesse mein Handy, vergesse mein Portemonnaie, vergesse grundsätzlich ziemlich viel, und die Einzigen, die noch chaotischer sind als ich selbst, sind meine Kinder. Mit dem Unterschied, dass sie sich kein bisschen darum scheren. Während ich nach Perfektion strebe, streben sie danach, sie selbst zu sein, und machen wieder einmal alles richtig.

Genau wie wir haben Kinder hohe Ansprüche und wollen Höchstleistungen vollbringen. Gerade Geschwister stehen im ständigen Wettstreit. Die Kleinen wollen auch wie die Großen einhändig Fahrrad fahren oder lesen und schreiben und schrecken vor keiner noch so wilden Kletterpartie zurück. Die Großen versuchen sich natürlich abzugrenzen und ihren Vorsprung gegenüber den Kleinen weiter auszubauen. Mit dem Vorsatz, man müsse sich einfach mal am Unmöglichen versuchen, um herauszufinden, was möglich ist 2 , und beseelt vom olympischen Gedanken "Dabei sein ist alles", verbuchen Kinder das "Mögliche" als Etappensieg und streben weiterhin fröhlich nach dem "Unmöglichen". Machen wir uns nichts vor: Diese Lockerheit haben die meisten von uns Erwachsenen irgendwann verloren. Bei uns springt sofort das Kopfkino an und präsentiert im Vorspann unser Ideal vom perfekten Leben und gleich danach in den schillerndsten Farben, was auf dem Weg dorthin alles schiefgehen könnte, sowie mindestens eintausend Gründe, warum es eigentlich viel besser wäre, unser Vorhaben von vornherein abzubrechen. Wie unrealistisch diese vermeintlich perfekten Maßstäbe sind, interessiert uns dabei herzlich wenig. Wir orientieren uns am äußeren Schein, den uns die zahlreichen Hochglanzmagazine präsentieren, und verpassen diesen Bildern den Stempel "Perfekt". So sollte ein Leben aussehen. So sollte unser perfektes Leben aussehen. Dass die abgebildeten Menschen auch nicht glücklicher, geschweige denn zufriedener sind, wo

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