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Prost, Baby! Das Buch, das alle Helikoptereltern hassen werden von Kirby, Katie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
8,99 €
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Prost, Baby!

Dieses Buch ist all den Mamas und Papas gewidmet, die nicht perfekt sind. Die zu oft brüllen, denen vor Kinderpartys graut und die abends eine Tiefkühlpizza auf den Tisch stellen statt einer Schüssel voller Brokkoli. Die gerne mal ein Gläschen trinken, um in dem ganzen Chaos rund ums Kind nicht durchzudrehen. Praktisch gesehen ist dieses Buch eine Niete. Es wird Ihnen nicht verraten, mit welcher Methode Sie Ihr Kind am schnellsten in den Schlaf wiegen oder wie Sie souverän mit Wutanfällen umgehen. Stattdessen werden Sie darin absolut ehrliche und hinreißend komische Geschichten und Zeichnungen einer Mama finden, die eines deutlich machen: Humor hilft. Ein Glas Wein auch. Es ist total normal, dass Sie Ihre Kinder von Herzen lieben - und sie im nächsten Moment in den Kühlschrank sperren möchten. Sie sind nicht allein, entspannen Sie sich. Es wird alles gut. Prost, Baby! Katie Kirby lebt in Brighton, wo sie im Online-Marketing arbeitet und außerdem die Mutter zweier lebhafter Jungs ist. Sie liebt Käse, ihre Zähne zu putzen, Hasen und Gin. Hasen, die Gin trinken, wären ihre liebste Gesellschaft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 15.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641216504
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Hurrah for Gin: A book for perfectly imperfect parents
    Größe: 17044 kBytes
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Prost, Baby!

EIN MENSCH WIRD

Es gibt auf der Welt zwei Arten von Schwangeren, ich habe den Unterschied in der wissenschaftlichen Darstellung oben verdeutlicht. Abbildung A symbolisiert die aufreizend gesund Aussehenden und Abbildung B diejenigen, die wirken, als würden sie gleich umkippen und sterben.

Ich? Ich war Typ B (juhu).

Noch heute geht es mir so, dass ich, wenn jemand zu mir sagt: "Oh, mir war morgens kein bisschen übel", den Drang verspüre, die Betreffende ein bisschen zu fest in die Wange zu kneifen und zu sagen: "Ach, wie schön für dich."

Übelkeit ist für mich schlimmer als Schmerzen, und mir wurde sehr schnell klar, dass Morgenübelkeit sich keineswegs nur auf den Morgen beschränkt, sondern vielmehr ein anhaltendes allumfassendes Ganztagsunwohlsein bedeutet.

Außerdem fiel ich in die Kategorie derer, die unter Morgenübelkeit leiden, sich aber nicht übergeben müssen. Diejenigen, die ständig das Gefühl haben, dass es ihnen hochkommt, aber es passiert nichts. Es ist eine merkwürdige Variante, denn einerseits besteht, wenn Sie sich nie wirklich übergeben müssen, im Prinzip keinerlei Notwendigkeit, alle paar Minuten ins Bad zu rennen. Andererseits ist trockenes Würgen im Beisein anderer Leute nicht sonderlich anziehend. In den ersten Wochen war ich häufig versteckt hinter einem Möbelstück oder einem günstig platzierten Busch anzutreffen.

Die einzige Möglichkeit, mit der Übelkeit zurechtzukommen, bestand darin, zu essen, zu essen und gleich wieder zu essen. Ich durfte nie zulassen, dass ich auch nur annähernd hungrig wurde, denn dann stieg das Unwohlsein mit Macht in mir hoch. Meine Taschen waren immer voller Süßigkeiten und Kekse, die ich mir in den Mund stopfte, wenn gerade niemand zusah, weil ich Angst hatte, man würde mein zunehmend unberechenbares Verhalten kritisch beurteilen. Denn pausenloses Reinschaufeln im Gebüsch, während man leichenblass in die Gegend stiert, wirkt kein bisschen verdächtig, stimmt's?

Ich meine, wie wollen Sie eine Schwangerschaft geheim halten, bitte? Noch so eine üble Angelegenheit, mit der Sie zurechtkommen müssen, sind gesellschaftliche Anlässe, denn Sie müssen einen Bogen um Alkohol machen. Ich nehme an, das ist in Ordnung, wenn Sie zu denen gehören, die aus Gründen der Bequemlichkeit oft fahren oder sich irgendeinem gesunden Lifestyle-Scheiß verschrieben haben, aber was, wenn Sie eine von denen sind, die eine Runde Fliegender Hirsch ausgeben, bevor sie zum Karaoke übergehen, weil sie total vergessen haben, dass sie keine Teenager mehr sind?

Ich will damit nicht sagen, dass ich in die zweite Kategorie falle. Könnte ich aber.

Gehören Sie zu den peinlichen Saufeulen (oder "Mädels, die gerne Spaß haben", wie ich sie nenne), dann wird es ein bisschen schwieriger, Ihren Zustand zu verbergen, aber unmöglich ist es nicht. Ich habe am Anfang der Schwangerschaft mit Hilfe einer eingeweihten Freundin meinen dreißigsten Geburtstag überstanden, ohne dass jemand was geschnallt hat. Sie können Gläser tauschen, Preiselbeersaft einschenken und so tun, als sei Wodka drin, oder Ihr Glas im Bad ausleeren. Sünde, ich weiß, aber extreme Umstände erfordern extreme Mittel.

Und um ehrlich zu sein: In die Kneipe zu gehen, wenn Sie der staunenden Allgemeinheit endlich Ihre Schwangerschaft offenbart haben, ist nicht wesentlich einfacher ...

Alles in allem fand ich das erste Drittel ganz schön schlimm (mit Ausnahme natürlich des Wunders, dass in mir ein neuer Mensch heranwuchs). Schwangerschaftsratgeber verkündeten, ich würde in der Zeit ein bis zwei Kilo zulegen, aber durch die anhaltende Notwendigkeit, ganze Kekspackungen am Stück zu verdrücken, ähnelte ich am Ende eher einer Klorolle auf zwei Beinen.

An diesem Punkt würden Sie alles dafür geben, einen süßen kleinen Kugelbauch vor sich her zu tragen, stattdessen registrieren Sie, dass die Leute Sie seltsam von der Seite anschauen und sich fragen, ob Sie sich nicht vielleicht ein

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