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Die Kieselschule - Klang und Musik mit Steinen Gewaltprävention in Kindergarten und Grundschule von Cierpka, Manfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.06.2010
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Die Kieselschule - Klang und Musik mit Steinen

Kleine Steine mit mächtiger Wirkung:
Mit Kieselsteinen gegen Gewalt

Kieselsteine zur Gewaltprävention? Dahinter verbirgt sich kein Widerspruch, sondern ein erprobtes Konzept für Kindergärten und Grundschulen: innovativ, kindgerecht und praxisnah. Denn bei wachsender Gewaltbereitschaft im Kindes- und Jugendalter gilt es zu handeln - so früh wie möglich. Auf spielerische Weise vermittelt die Kieselschule Empathie, Kreativität, Impulskontrolle, positives Durchsetzungsvermögen und Beruhigungsfähigkeit. Hierfür setzt sie weder sprachliche Kompetenzen der Kinder noch ein bestimmtes Vorwissen der Erwachsenen voraus.

"Das Wesentliche bei der Gewaltprävention ist, dass wir anfangen müssen, mit den Kindern zu arbeiten, bevor sie sogenannte Problemkinder sind. Wir warten also nicht, bis sich Problemkonstellationen verhärtet haben, wir handeln."

Prof. Dr. Manfred Cierpka

Prof. Dr. Manfred Cierpka, geb. 1950, ist Ärztlicher Direktor des Instituts für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie am Universitätsklinikum Heidelberg und zudem wissenschaftlicher Leiter der Lindauer Psychotherapiewochen sowie einer der Gründer des Heidelberger Präventionszentrums. Von dort kommt u.a. auch das Programm Faustlos.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 23.06.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641042400
    Verlag: Kösel
    Größe: 6223 kBytes
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Die Kieselschule - Klang und Musik mit Steinen

Die Erwachsenen
Schloss Freudenberg Wiesbaden, Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne nach Hugo Kükelhaus: Matthias Schenk, der Leiter der Einrichtung, mit seinen Mitarbeiterinnen, ein sonniger Herbsttag, der vertraute Raum mit dem groben Holzboden, die Klinkerbögen vermitteln die bekannte warme Atmosphäre. Wie jedes Vierteljahr waren wir am Vormittag eines Samstags dorthin gereist, um mit Menschen zu arbeiten, die das "Mit Steinen Musikmachen" erlernen wollten. Menschen, die am Klang, an der Musik interessiert sind, die gespürt hatten, dass dies etwas mit ihnen anstellt, sie bewegt. Unter ihnen waren die beiden jungen Mitarbeiterinnen des Hauses, denen dieser Raum gefällt und denen sich der Klang der Steine in ihren Ohren festgesetzt hatte; die Ergotherapeutin aus Bonn, die davon gehört hatte, aber sich "das mit den Steinen" nicht vorstellen konnte; der Ingenieur aus Frankfurt, der in seiner Freizeit Instrumente baut und am Klang arbeitete; die Leiterin des Kölner Jugendtreffs, die die verschiedenen Nationen unter den berühmten Hut zu bringen hatte; die Erzieherin, die neugierig auf das Projekt war; die Grundschullehrerin aus Aachen, die fachfremd Musik zu unterrichten hatte und Konzepte benötigte, möglichst schnell und effektiv, denn der Druck ist groß; die Tagesstättenleiterin, die sich informieren wollte, was das mit den Steinen mit einem und den anderen so anstellt.
Insgesamt nehmen bei dieser Art von Fortbildung immer zwölf Interessenten teil und arbeiten vier Stunden am Nachmittag, immer von 14 bis 18 Uhr.
"Sie suchen sich bitte auf dem Tisch dort zwei Kieselsteine aus, einen größeren flachen und einen kleinen, eckig oder rund ist egal."
Sie sind wunderschön, die Steinderln, wie wir in Österreich sagen, manchmal sind die Adern schön sichtbar, die Farben bewegen sich zwischen braun, grau und schwarz, die Formen so vielfältig wie die Schöpfung.
"Sie sollten einen kleineren für die flache Seite nehmen, meine Dame.
Und nun, meine Damen und Herren, schauen Sie sich einmal Ihre Hände an, stecken Sie erst einmal Ihre Kieselsteine in die Tasche, Ihre Hände sind jetzt bedeutungsvoll. Ihre Hände mit den vier abzuspreizenden Fingern, vom kleinen bis zum Zeigefinger, die vier, die aus fünf Teilen bestehen: zwei harten Gelenken und drei weichen, aus Sehnen, aus Muskeln und verschiedenen Hautschichten bestehenden Zwischenbereichen. Nur der Daumen gehört hier nicht dazu, steht ab und hat nur drei Teile: zwei weiche und ein Gelenk. Deshalb spielte man das Klavier vor Bach auch ohne denselben, da dieser so etwas von unnatürlich aussieht, dass man ihn nicht zum Musikmachen verwenden wollte.
Fahren Sie jetzt einmal mit dem kleinen Steinchen ganz langsam jeden der Finger immer von der Spitze ausgehend bis hin zur Brücke ab. Berg- und Talfahrt im Kleinen könnte man dazu sagen, die harten Knochen, die weichen Sehnen und Muskeln, deren Spannung man durch Dehnen, Strecken und Lockern verändern kann."
"Was heißt das, die Brücke?" "Sie entschuldigen, ich hole nach, die Brücke ist der Innenteil der Handknöchel, der weichere Teil von beiden, die 50-prozentige Verbindung zwischen Knochen/Gelenken und Sehnen/Muskeln. Die Brücke brauchen wir später. Jetzt legen wir den flachen Kiesel in den Handteller, strecken die Finger aus, halten die Hand waagrecht und schauen uns dieses wunderbare Gebilde an. Dieses Handwerkszeug unseres Lebens, mit dem wir musikalische Werke erzeugen, entstehen lassen können. Was für ein Kunstwerk, unsere ganz individuelle Hand, jeder ganz individuelle Kieselstein, unser Klang-Kieselstein, den wir bei gestreckten Fingern auf dem Handteller balancieren und den wir, die Finger langsam beugend, fest umschließen. Aufmachen, schließen, aufmachen, schließen, eine Bewegungsübung für die Finger. Vorsicht, meine Damen und Herren, den Stein auf keinen Fall fallen lassen, wer würde schon eine Geige einfach fallen lassen, wenn er sie in der Hand hält? Ist Holz mehr wert als Stei

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