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Entwicklungsgespräche in der Kita von Groot-Wilken, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2018
  • Verlag: Verlag Herder GmbH
eBook (ePUB)
16,99 €
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Entwicklungsgespräche in der Kita

Kinder brauchen individuelle Unterstützung und Förderung, damit Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse, aber auch Entwicklungsdefizite möglichst früh erkannt werden. Beobachtung und Dokumentation von Entwicklung ist dabei wesentliche Grundlage für professionelle Elterngespräche. Dieser Leitfaden bietet hervorragendes Material für die Vorbereitung und Umsetzung von Entwicklungsgesprächen - in übersichtlich aufgebauten Modulen, Kopiervorlagen und Checklisten. Jetzt als überarbeitete und ergänzte Neuausgabe. Bernd Groot-Wilken, Diplom-Pädagoge, ist wissensch. Referent für Evaluation und Bildungsberichterstattung

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 96
    Erscheinungsdatum: 02.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451814686
    Verlag: Verlag Herder GmbH
    Größe: 10261 kBytes
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Entwicklungsgespräche in der Kita

Abschließendes Reflexionsgespräch zwischen Familien und pädagogischen Fachkräften

Am Ende der Kindergartenzeit sollte es zwischen den Familien und den pädagogischen Fachkräften ein abschließendes Reflexionsgespräch geben. Dabei steht die Reflexion der Kindergartenzeit im Mittelpunkt. Den pädagogischen Fachkräften ermöglicht dieses Reflexionsgespräch den Abgleich zwischen den angestrebten Zielen, den getroffenen Zielvereinbarungen mit den Familien und dem Feedback durch die Familien. Aus solchen Informationen lassen sich Impulse zur Weiterentwicklung von Konzepten ableiten und durchaus auch Bestätigung der geleisteten Arbeit finden. Einrichtungen, die mit Portfolios arbeiten, können anhand dieser Dokumentation auch sehr schön die Entwicklung des Kindes über die Zeit nachverfolgen und mit den Familien besprechen.

Für die Familien ist das abschließende Gespräch wortwörtlich ein Abschluss. Sie haben die Möglichkeit, noch einmal mit den pädagogischen Fachkräften gemeinsam zurückzuschauen und durch Feedback Impulse zu geben und Lob auszusprechen.
1.2.5 Führung von Entwicklungsgesprächen

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft beruht unter anderem auf gegenseitiger Wertschätzung, Verstehen und Vertrauen. Sie entwickelt sich in vielen Schritten, die durch konkrete Signale und Handlungen ausgedrückt werden. Signale werden hier in erster Linie durch die Art des Umgangs miteinander gesendet. Höflich und freundlich zu bleiben, auch in schwierigen Gesprächssituationen, dazu hat jede pädagogische Fachkraft im Laufe der Zeit ihre Methoden und Techniken entwickelt. In Entwicklungsgesprächen geht es darum, eine Haltung anzunehmen und Signale zu senden, die einen Dialog auf Augenhöhe ermöglichen. Hier gibt es Methoden und Techniken, die gezielt eingesetzt werden können.
Gesprächshaltung und -techniken

Sowohl die innere als auch die äußere Haltung sollen Offenheit und Zugewandtheit signalisieren. Wenn Aussagen und Verhalten übereinstimmen, wirkt eine Person authentisch. Akzeptanz und Empathie sollten im Gespräch vermittelt werden.

- Offene Fragen stellen

Im Gegensatz zu geschlossenen (Ja-Nein-)Fragen geben offene Fragen dem Gesprächspartner Gelegenheit, eigene Sichtweisen, Anliegen, Gedanken zu formulieren. Sie zeigen ihm, dass seine Meinung von Bedeutung ist und bieten außerdem Gelegenheit, sich in den Gesprächspartner einzufühlen.

- Aktives Zuhören

Beim aktiven Zuhören zeigt man dem Gesprächspartner, dass man aufmerksam und interessiert ist. Inhalte aus dem Gespräch werden dabei gespiegelt. Die Aussagen des Gesprächspartners werden wiederholt oder mit eigenen Worten wiedergegeben. Das regt die Mitteilung von Gedanken, Ideen und Wünschen an. Dabei können auch emotionale Erlebnisinhalte verbalisiert werden, das heißt, man versucht, Gefühle zu benennen, die der Gesprächspartner in Bezug auf eine von ihm beschriebene Situation hat. Die Chance, dass sich der Gesprächspartner dadurch verstanden und mit seinen Gefühlen ernst genommen fühlt, ist sehr groß.

- Ich-Botschaften formulieren

Die Äußerung von Meinungen und Beobachtungen findet in der Ich-Form statt. "Ich habe beobachtet, dass ... und ich bin der Meinung ...", nicht: "Man konnte beobachten, dass ... und wir sind der Meinung ..." Subjektive Formulierungen befinden sich nah an der Person und stellen so auch eine Nähe zum Gesprächspartner her. Verallgemeinerungen können zerstreuend wirken und sogar Blockaden aufbauen.

Des Weiteren sind Ich-Botschaften eine gute Möglichkeit, um mit Konfliktsituationen umzugehen und Schuldzuweisungen zu vermeiden. Folgende drei Schritte sind dabei maßgeblich:

1. Situation beschreiben,

2. eigene Gefühle zur Situation äußern,

3. die Auswirkung der Situation benennen.
Der Gesprächs

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