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Lernen ist Gehirnsache: Was bewirkt Lernen auf neurobiologischer Ebene? von Falkenhagen, Annika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
14,99 €
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Lernen ist Gehirnsache: Was bewirkt Lernen auf neurobiologischer Ebene?

Das, was uns in so besonderem Maße für das Lernen auszeichnet, ist die hohe Anpassungsbereitschaft unseres Gehirns. Doch was genau spielt sich beim Lernen in unserem Gehirn ab? Wie kann man Lernprozesse auf der Ebene unserer Gehirnzellen erklären? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das vorliegende Buch, hauptsächlich im Bereich der Neurobiologie. Um zunächst einen Einblick in die Funktionsweise und Struktur des menschlichen Gehirns zu bekommen, werden in einem ersten Schritt anatomische und physiologische Grundlagen zusammengefasst dargestellt. Darauf aufbauend wird sich mit der Frage beschäftigt, was Lernen auf neurobiologischer Ebene bedeutet. Wie werden Informationen in unserem Gehirn gespeichert? Im weiteren Verlauf geht die Autorin auf die Hirnstrukturen ein, welche für das Lernen von besonderer Bedeutung sind. Daran werden anschließend Faktoren erläutert, die den Lernprozess negativ oder positiv beeinflussen können. Jeder kennt diese eigenartigen Momente, in denen man um des Lernprozesses Willens eigentlich jemandem zuhören oder sich auf einen Text konzentrieren sollte, dies aber einfach nicht gelingt. Warum man in solche Situationen gerät, wird ebenfalls erläutert. Nachdem aus den gewonnenen Erkenntnissen didaktische Rückschlüsse gezogen wurden, erfolgt ein erstes Zwischenfazit. Daran anschließend werden noch einige sehr banale Form des Lernens hervorgehoben: Der Prozess des Lernens ist in starkem Maße von der Interaktion eines Individuums mit anderen Menschen abhängig. Um diesem Aspekt einen gebührenden Platz einzuräumen, wird die Form des Lernens durch Nachahmung dargestellt, welche ohne die Auseinandersetzung mit anderen Menschen, ohne das Vorhandensein von Bezugspersonen oder Vorbildern nicht machbar wäre.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 52
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955495954
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 544kBytes
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Lernen ist Gehirnsache: Was bewirkt Lernen auf neurobiologischer Ebene?

Textprobe: Kapitel 3.1, Definition: Lernen zu definieren ist keine leichte Aufgabe, da es je nach Fachdisziplin verschiedene Sichtweisen auf den Lernprozess gibt. In der Lernpsychologie wird Lernen laut Wikipedia (2011a) als 'ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses (...) aufgefasst.' Eine solche Verhaltensänderung kann in Form des schulischen Lernens stattfinden, aber auch als automatisches Nebenprodukt unserer Lebenserfahrungen entstehen. Münch (2008) stellt passend hierzu eine Differenzierung Schuhmachers dar, welcher in die Kategorien privilegiertes und nicht-privilegiertes Lernen unterscheidet. Ersteres bezeichnet Lernprozesse, die durch bestimmte Erfahrungen und Umweltbedingungen ausgelöst werden und biologische Entwicklungsschritte mit sich ziehen (beispielsweise sprechen und laufen lernen). Nicht-privilegiertes Lernen hingegen umschreibt Umstände, deren ausgelöste Lernprozesse auf keinem biologischen Rhythmus beruhen, wie es typischerweise Lernsituationen in der Schule an sich haben. Diese Art von Lernen wäre in gewissen Maßen vermeidbar, während Lernen als lebensbegleitende Funktion nicht von uns umgangen werden kann. Beide Formen des Lernens basieren auf drei Faktoren: einem anregenden Umfeld, individuellen Erfahrungen und häufige Anwendung (Münch, 2008). Lernen hat für uns viel mit Gedächtnis zu tun. Wenn wir es schaffen, eine Information langfristig zu behalten, so bezeichnen wir diese als gelernt. Dabei ist Lernen nicht nur das Einspeichern neuer Informationen im Gehirn, sondern auch das Verknüpfen von Inhalten untereinander (Madeja, 2010). So speichern wir beispielsweise nicht nur ab, dass Milch ein Getränk ist, aus dem man Kakao mischen kann, sondern wir verknüpfen diese Tatsache mit dem Wissen, dass Milch von Kühen gegeben wird. Je nach Erfahrungshorizont kann also einer einfachen Information eine lange und komplexe Wissenskette folgen. Diese Fähigkeit ist enorm wichtig, denn nur hierdurch schaffen wir es, Zusammenhänge in unserer Welt zu erkennen und so ihre Komplexität annähernd zu begreifen. Was genau Lernen auf neurobiologischer Ebene bedeutet, möchte ich hier nicht vorwegnehmen, da diese Fragestellung sich im weiteren Verlauf dieses Kapitels klären wird. 3.2, Neuronale Repräsentationen: Wenn wir die Augen schließen und ein inneres Bild entstehen lassen, einen Gegenstand oder Raum, ein Gesicht, eine Situation, ..., dann können wir feststellen, dass unsere Welt und unser Körper in unserem Gehirn abgebildet sind. In der Neurowissenschaft wird diese Abbildung als neuronale Repräsentation bezeichnet. Mit dem Ausdruck Repräsentation ist in diesem Zusammenhang laut Spitzer (2002) ein inneres Abbild bestimmter äußerer, durch Reize vermittelter Charakteristika und Strukturen der Umwelt gemeint. Sämtliche Eindrücke und Erfahrungen hinterlassen in uns neuronale Repräsentationen, beziehungsweise ändern schon bestehende Repräsentationen- genau dies bezeichnet man als Lernen. Auf neuronaler Ebene bedeutet eine Repräsentation, dass ein bestimmtes Neuron immer genau dann feuert, wenn ein ihm zugewiesener Input erfolgt. Vereinfacht ausgedrückt: jedes Neuron repräsentiert etwas. Dieser Vorgang wird durch das System unterschiedlicher Synapsenstärken ermöglicht. Jeder Input aus der Umgebung eines Organismus muss verarbeitet werden, um mit einem Output reagieren zu können. Neuronen arbeiten hierfür in neuronalen Netzwerken mit unterschiedlich starken Synapsen. Nehmen wir zur genaueren Erklärung ein ganz simples neuronales Netzwerk als Beispiel: Ein bestimmter Input führt zur Aktivierung bestimmter 'Inputneuronen', welche den aufgenommenen Reiz über Synapsen an 'Outputneuronen' übertragen. In unserem vereinfachten neuronalen Netzwerk ist jedes 'Inputneuron' mit jedem 'Outputneuron' über Axone verbunden. Der Unters

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