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Brainwash und Einsichtsfalle Indirekt direktive Kommunikation mit jungen Menschen in Maßnahmen von Chill, Ingo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Brainwash und Einsichtsfalle

In diesem Buch werden erfolgreiche kommunikative Strategien, Vorgehensweisen und Techniken für alle Mitarbeiter von Maßnahmen am Übergang Schule-Beruf an realen Beispielen dargestellt. Diese Maßnahmen sind gerade dadurch gekennzeichnet, dass die Ziele (was bei und mit dem jungen Menschen erreicht werden soll) durch Kostenträger und Auftraggeber vorgegeben und daher fremdbestimmt sind. Wie jeder Mitarbeiter einer solchen Maßnahme nun weiß, empfinden die jungen Menschen ihre Teilnahme häufig als Zwang und diese Ziele nicht als ihre Ziele. Entsprechend hoch und ausbaufähig ist ihre Motivation. Es soll nun allerdings nicht gezeigt werden, wie man junge Menschen fremd-motiviert! Dem Leser sollen vielmehr kommunikative Handwerkszeuge gereicht und Vorgehensweisen gezeigt werden, wie er m i t diesen jungen Menschen arbeiten kann. Wie fruchtlose Diskussionen und aggressives Verhalten elegant vermieden und Widerstände sogar genutzt werden können. Motivationssteigerung ist dabei lediglich eine angenehme Nebenwirkung; für alle Beteiligten. Durch die beschriebenen Techniken soll der Leser seine Möglichkeiten als professioneller Kommunikator erweitern und dadurch auch dem jungen Menschen größere Handlungsspielräume geben. Das Buch ist geeignet für alle Mitarbeiter von Maßnahmen die von jungen Menschen besucht werden (müssen). Vom Anleiter im Praxisbereich, über Lehrkräfte, bis hin zum sozial-pädagogischen Mitarbeiter. Für Lehrer an Berufsschulen und Studenten der Pädagogik bzw. der Sozialen Arbeit; kurz für alle, die mit jungen Menschen in Zwangskontexten arbeiten wollen oder müssen. Ingo Chill studierte Sozialpädagogik in Mannheim und arbeitete danach mehrere Jahre in der Berufsvorbereitung (Übergang Schule-Beruf), als Bewährungshelfer für Jugendliche und junge Erwachsene, als Schulsozialarbeiter an einer Berufsschule, als Jugendgerichtshelfer und Präventionspädagoge. Ausgebildet in hypnotischer Kommunikation nach Milton Erickson und als NLP- Master schulte er Mitarbeiter in der Berufsvorbereitung in der Kommunikation und im Umgang mit dieser herausfordernden Klientel. Er arbeitete ehrenamtlich als Antiaggressivitätstrainer, ist Mentalcoach für den Jugendkaratekader des Saarlandes, liebt Theatersport und arbeitet und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern im Saarland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 27.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743150454
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 376kBytes
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Brainwash und Einsichtsfalle

Empfehlungen zur Durchführung von Zielplanungsverfahren

Der wichtigste Punkt zuerst:

Ein Zielplanungsverfahren ist in der Hauptsache für den jungen Mensch. Die Ziele und Teilschritte sind primär beim jungen Menschen zu erfragen und nicht bei Dritten. Dritte können hinzu gezogen werden, sind aber nicht die eigentlichen Nutznießer.
Jegliche Vereinbarung, die Sie mit Ihren Klienten treffen, sollten Sie dokumentieren. Dies schafft zum einen Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit und der junge Mensch fühlt sich durch das Aushandeln der Inhalte gleichberechtigt. Dies erhöht die Chance, dass er beim Erstellen als auch bei der Umsetzung der Vereinbarung aktiv mitwirkt.
Ihr Zielplanungsverfahren sollte eine standardisierte Form haben.

Alle hier aufgeführten Fragen können Sie für ein Zielplanungsverfahren nutzen. Sie sollten es allerdings vermeiden, alle diese Fragen einfach nacheinander zu stellen, um sie auf dem Papier lediglich abhaken zu können.
Was ist die Idee einer Zielplanung? Der jungen Menschen soll auf sein Ziel hin motiviert werden. Alles andere (die Zergliederung in Teilschritte und alle Folgefragen) sind nur Mittel zum Zweck.

Wenn Sie einfach technisch alle möglichen Fragen stellen, ist dies nicht nur unübersichtlich und bindet viel Ihrer kostbaren Zeit, der junge Mensch bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell den Eindruck, dass Sie an seinen Antworten nicht interessiert sind und ihn nicht ernst nehmen. Sie genügen durch diese Art des Vorgehens lediglich ihrer gewählten oder vom Träger vorgegebenen Form, nicht aber dem Inhalt/dem Geist der hinter den Zielplanungsverfahren steht.

Es gilt also abzuwägen, welche Frage Sie wann stellen. Hier einen gemeinsamen Nenner zu finden zwischen den Vorgaben des Trägers, des Geldgebers und den Wünschen des Teilnehmers und das Ganze noch zu kommunizieren ist eine Kunst für sich. Haben Sie ein solches Zielplanungsverfahren wiederholt durchgeführt, entwickeln Sie schnell ein pädagogisches Geschick, welchem jungen Menschen Sie wann welche Frage stellen können und welche Sie stellen sollten.

Ein Zielplanungsverfahren ist dann und nur dann wirkungsvoll, wenn Sie es in regelmäßigen Abständen mit dem jeweiligen Teilnehmer fortschreiben. Das heißt, dass Sie alle Schritte der Planung, die von Ihnen angeregt, mit Ihnen vereinbart oder sonst wie festgelegt wurden in dem von Ihnen festgelegten Zeitrahmen überprüfen.
Wurde das jeweilige (Teil-)Ziel erreicht? Entstehen dadurch neue Teilziele?

Wenn das Ziel nicht erreicht wurde.

Warum wurde es nicht erreicht? Bleibt das Ziel als solches bestehen? Muss es verändert, oder weiter zergliedert werden?

Ein Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen für intensive Gespräche mit den Beteiligten ist hier sinnvoll, machbar und für den jungen Menschen nachvollziehbar.

Wenn Sie sich an diese regelmäßigen Sequenz halten, honoriert Ihr Teilnehmer, dass Sie sich mit ihm und seinen Zielen beschäftigen. Vor allem, wenn Sie bei jedem Treffen jeden einzelnen Punkt ansprechen, auf Veränderungen und Anliegen des Teilnehmers eingehen und so für Sie beide der Prozess und die Fortschritte deutlich werden. Somit sind solche Gespräche nicht nur irgendein beliebiges Gespräch, sondern ein fester Bestandteil im Leben des jungen Menschen.

Größere Zeiträume, wie bei vielen Trägern praktiziert (alle drei Monate oder sogar darüber hinaus), sind nicht sinnvoll, da sie für den jungen Menschen keine Kontinuität darstellen, keinen Prozess erkennen lassen und nur zu Pflichtübungen für beide Seiten ausarten.

Die Zielüberprüfungen selbst, also die Überprüfung der im Zielplanungsverfahren festgeschriebenen Schritte und Vereinbarungen sollten zuverlässig an den abgesprochenen Zeitpunkten stattfinden. Das kann der normale Turnus des Zielplanungsverfahrens sein oder es können außerordentliche

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