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INDOCHINA. Der lange Weg nach Dien Bien Phu von GAST, Thomas (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
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INDOCHINA. Der lange Weg nach Dien Bien Phu

Von tiefer Freundschaft. Vom Überleben und vom Sterben. Von der Mutter aller Schlachten. Von DIEN BIEN PHU ! Das vorliegende Buch erzählt den Gefechtsverlauf dieser Mutter aller Schlachten indem es den langen Weg, von der Entstehungsgeschichte bis zur totalen Vernichtung einer Einheit der Fallschirmjäger der Fremdenlegion nachvollzieht. Thomas Gast, selbst ehemaliger Hauptfeldwebel der Fallschirmjäger der Fremdenlegion, beschreibt die Gründung seiner Legionärsvorgänger, deren Einsätze, Operationen und Gefechte bis hin zur Kapitulation des französischen Expeditionskorps am 07. Mai 1954.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 385
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742774422
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 4028kBytes
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INDOCHINA. Der lange Weg nach Dien Bien Phu

Plaine des Joncs

Die Ebene der Binsen

... diese Angelegenheit kann in drei Monaten geregelt werden oder in dreißig Jahren. Wenn ihr uns zum Krieg zwingt und ihr tötet zehn meiner Männer und ich töte einen von euch ... zu diesem Preis bleibe ich immer noch der Gewinner. ` Ho Chi Minh, September 1946.

Cochinchina, Kambodscha. 07. Juni, 1949. Es gab mehr als ein Dutzend Anzeichen dafür, dass das auf einem aufgeschütteten Hügel gelegene Dorf bewohnt war. Aus jeder der mit Stroh bedeckten Canhas (Bauernhütten), stieg Qualm empor, Schweine rekelten sich in den Schlammkuhlen, ein Hund kläffte und eine Obstplantage wartete nur darauf, dass man sich um sie kümmerte. Es war ein idyllischer Ort, in dem es nach Reis, Kaffee, Bohnen und gegarten Süßkartoffeln roch.

"Eine Falle. Die verdammten Schweine planen einen Hinterhalt."

Sergent Bouger rief sich den Auftrag in Erinnerung den er aus dem Mund des Leutnant Caillaud persönlich erhalten hatte. Er war einfach, eine Interpretation kaum denkbar: Aufklären, aufstöbern, vernichten! Karlheinz Montag suchte vergeblich nach Anzeichen der Vietminh, doch alles war erstarrt. Alles war ruhig. Der sergent, der hinter Montag kniete und der angestrengt durch das Fernglas starrte, nickte.

"Die Einwohner verkrümeln sich, wenn Vietminh in der Nähe sind. Entweder das oder man zwingt sie, sich normal zu verhalten, als ob nichts wäre. Doch man sieht es ihnen an. Die Augen. Es sind die, gehetzter Tiere."

Bouger war derselbe sergent, den Karlheinz Montag schon im Foyer in Sidi Bel-Abbès kennengelernt hatte. Und Bouger wusste, von was er sprach. Er war ein alter Hase, dies hier bereits sein zweiter Aufenthalt in Indochina. Man konnte ihn nicht so einfach hinters Licht führen. Mit leiser Stimme gab er seine Befehle an die Gruppe. Er hatte beschlossen, zwei Scharfschützen unter der Obhut Montags zu lassen. Sie sollten den Angriff decken. Der Rest bereitete sich still darauf vor, das Dorf zu stürmen.

Er legte Montag seine Hand auf die Schulter.

"Siehst du die Blende aus Bambus? Links von der ersten Hütte?"

Montag sah hinüber und bekam eine Gänsehaut. Er wusste sofort, was der sergent meinte. Es handelte sich um eine Art Pferch, hinter dem die Nhà Quês, die Bauern, normalerweise ihre Vorräte aufbewahrten. Auf Bodenhöhe und etwa in der Mitte konnte Montag einen Schatten, eine dunkle Stelle ausmachen, in der man, wenn auch nur mit Mühe, die Mündung eines Maschinengewehres erkennen konnte. Hätte Montag einen Blick durch das Fernglas getan, so hätte er bemerkt, dass die Stelle vor der vermeintlichen Mündung des feindlichen Maschinengewehrs feucht schimmerte.

Jemand hatte den Boden unmittelbar um die Mündung herum mit Wasser besprengt. Bei der Schussabgabe würde so der aufwirbelnde Staub die Position nicht verraten und dem Schützen wurde dadurch nicht die Sicht genommen.

Da waren erfahrene Guerilla am Werk!

Unmittelbar neben der Blende erhob sich die Fassade mehrerer abgelegener Hütten aus Bambus. Genau dort, so vermutete der sergent, hatte sich der Rest der feindlichen Guerilla, von deren Präsenz es außer dem vermeintlichen MG keinerlei Anzeichen gab, verschanzt.

"Gesehen", sagte Montag und nickte.

"Gut. Wenn ich es dir sage, schießt du eine Gewehrgranate genau mitten rein. Wechsel danach sofort die Stellung und vergiss das Nachladen nicht, denn ich verspreche dir, es wird nach dem ersten Zusammenstoß richtig losfetzen."

Zum Zeichen, dass er verstanden hatte, streckte Montag seinen Daumen in die Höhe und zielte zwei Handbreit über dem Boden genau in die Mitte des Pferches. Dann wartete er mit angehaltenem Atem auf das Zeichen. Doch noch zögerte der sergent. Irgendetwas stimmte hier nicht. Er schob sich den chapeau de brousse , den von der Sonne ausgebleichten Dschungelhut tief in den Nacken und wirkte recht unentschlossen. Am liebsten hä

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