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Tyrannei am Küchentisch Wwahre Erinnerungen aus dem Leben mit Colonia Jupp von Bielenberg, Ralf (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Tyrannei am Küchentisch

Erinnerungen an Kindheit und Jugend in Köln. Der Autor begann damit, seine Erinnerungen aufzuzeichnen, nachdem ihm die behandelnden Ärzte einen massiven Gedächtnisverlust in Folge einer massiven Hirnblutung prognostiziert hatten. Ralf Bielenberg, geboren im Januar 1958 in Köln Kalk als Sohn (soweit bekannt ist) von Anneliese und Josef Bielenberg. Ralf Bielenberg erlitt im Dezember 2004 eine massive Hirnblutung, nur knapp einen Monat nachdem seine Mutter in Folge einer Hirnblutung verstorben war.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 188
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783746073019
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 700kBytes
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Tyrannei am Küchentisch

Kapitel 10

In dem Jupp das Zeitalter nahezu unbegrenzter Mobilität einläutet
Der Motorroller

Noch bevor der Homo Humiliatio sein erstes Automobil erwarb, einen Lloyd 400, hatte er von meinem Onkel, also dem Mann seiner Schwester (der von drüben) einen Motorroller, wenn ich mich recht entsinne eine Lambretta, bekommen.

Heutzutage würde wahrscheinlich die gesamte Besatzung eines Mannschaftswagens der Verkehrspolizei Köln vor Schreck in ein tiefes Koma fallen, wenn sie die gesamte dreiköpfige Familie auf dem Roller erblicken würde.

Ich hatte dabei lediglich einen Stehplatz, aber immerhin in der ersten Reihe, dahinter kam Jupp als Pilot und ganz hinten auf dem Sozius sass sich meine Mutter den Arsch platt. So machten wir dann eine Vielzahl von Ausflügen zu dritt auf dem Motorroller. Ich muss sagen, es war für mich als Kind ganz schön, vorne im Roller zu stehen und Alles überblicken zu können. An dieser Stelle also keine Kritik von mir. Kurz nachdem Jupp den Roller bekommen hatte, fuhren wir also alle drei nach Kalk und dort auf den Kaufhofparkplatz. Am Eingang des Parkplatzes liess Jupp meine Mutter und mich absteigen und fuhr dann weiter in den hinteren Bereich des Parkplatzes, um den Roller dort abzustellen. Wenige Sekunden danach hörte man die Parkaktion dann deutlich bis zum Eingang und wiederum einige Sekunden später kam dann Jupp angelatscht und regte sich ansatzlos masslos darüber auf, dass mit dem Roller etwas ganz und gar nicht in Ordnung sei. Wir gingen also alle zum Fahrzeug, um zu begutachten, was mit dem Roller, der auf der Hinfahrt völlig in Ordnung gewesen war, nicht stimmte. Das Schutzblech des vorderen Rads, so sahen wir mit Schrecken war verbeult und bis auf den Reifen eingedrückt. Jupp hatte den Roller also im wahrsten Sinne des Wortes an der Wand geparkt.

Selbstverständlich ohne sein Verschulden. Die Herstellerfirma in Mailand war schuld, mein Onkel und Vorbesitzer sowieso und ausserdem war diese Sache mit der Gangschaltung am Lenkergriff und der Kupplung doch völlig bescheuert. Die exakten Details, was nun so bekloppt daran war, kann ich nicht mehr wiedergeben und verstand ich damals wohl auch nicht so richtig.

Wichtig war eben nur, dass praktisch jeder Arsch in Köln, NRW und Deutschland Schuld hatte, die Italiener sowieso, nur Jupp nicht. Vom Kaufhof-Parkplatz aus fuhren wir dann später mit auf dem Vorderrad schleifendem Schutzblech zu meinen Grosseltern, die nur wenige hundert Meter entfernt wohnten. Dort wurde dann jedem Bewohner der Bertramstrasse, der sein Hörgerät nicht ausgeschaltet hatte, nochmals klargemacht, was die Italiener, sein Schwager, oder sonst irgendjemand wieder für eine Scheisse veranstaltet hätten. Und nun sei deswegen sein Roller verbeult. Um das Schleifen auf dem Vorderrad abzustellen, wurde dann das Schutzblech soweit wieder nach vorne vom Reifen weg gezogen, dass es nicht mehr schleifen konnte. Kurz danach fuhren wir dann nach hause. Zum Glück waren die Italiener, mein Onkel und alle Anderen wohl für diesen Tag zufrieden mit ihrem Zerstörungswerk, so dass wir ohne Zwischenfall den Heimweg meisterten und auch der Parkvorgang zufriedenstellend abgeschlossen werden konnte. Ach, diese verflixten Südländer aber auch....
Jupps Autos

Das Zeitalter des Lambretta Rollers endete, als ein Bekannter Jupps, es war derselbe, bei dem an anderer Stelle im Buch die unsägliche Kommunionsfeier seiner Tochter stattfand und der in Sankt Augustin nicht allzu weit von Siegburg entfernt lebte, mit einem Angebot auftrat, welches man ihm offeriert hatte. Man hatte ihm ein Auto angeboten, welches er für dreihundert DM erstehen konnte und das er nun Jupp zum Kauf anbot. Jupp wog also alle dafür und dagegen sprechenden Argumente ab und beschloss, seiner Familie für die Zukunft den paradiesischen Luxus eines eigenen Fortbewegungsmittels zu bieten, bei dem allen Mitreisenden

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