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WestEnd 2018/1: Sozialer Aufstieg / Sozialer Abstieg Neue Zeitschrift für Sozialforschung

  • Erscheinungsdatum: 09.05.2018
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (PDF)
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WestEnd 2018/1: Sozialer Aufstieg / Sozialer Abstieg

In Anlehnung an die berühmte "Zeitschrift für Sozialforschung" (1932 - 1941) verfolgt auch ihre seit 2004 halbjährlich erscheinende Nachfolgerin "WestEnd" den Anspruch einer kritischen Gesellschaftsanalyse. Zur Veröffentlichung kommen Aufsätze und Essays aus Soziologie, Philosophie, politischer Theorie, Ästhetik, Geschichte, Entwicklungspsychologie, Rechtswissenschaft und politischer Ökonomie. Neben den Rubriken "Studien" und "Eingriffe" behandelt jedes Heft ein Schwerpunktthema. Das normative Selbstverständnis moderner Gesellschaften ist von der Vorstellung geprägt, dass Individuen ihren sozialen Status durch eigene Leistung und nicht über Prozesse sozialer Vererbung erlangen. Soziale Auf- und Abstiege sind sowohl im individuellen Lebenslauf als auch in der Generationenfolge möglich. Die Zunahme der Einkommensungleichheit, der Anstieg und die Verfestigung von Armut sowie die rückläufige soziale Mobilität stellen die soziale Durchlässigkeit der deutschen Ungleichheitsordnung jedoch infrage. Die Beiträge zum Themenschwerpunkt 'Sozialer Aufstieg - Sozialer Abstieg' fragen, was es für das gesellschaftliche Selbstverständnis bedeutet, wenn Sozialstrukturen undurchlässiger werden. Mit Beiträgen von Nicole Burzan und Miriam Schad, Olaf Groh-Samberg, Sarah Lenz und Evelyn Sthamer, Judith Mohrmann, Sighard Neckel, Andreas Reckwitz, Patrick Sachweh, Daniela Schiek und Carsten G. Ullrich, Sarah Speck und Tilo Wesche. Herausgegeben vom Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 175
    Erscheinungsdatum: 09.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593438092
    Verlag: Campus Verlag
    Serie: WestEnd Bd.27
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WestEnd 2018/1: Sozialer Aufstieg / Sozialer Abstieg

Populäre Kinder- und Jugendliteratur. Erzählen in mediatisierten Gesellschaften Ute Dettmar Kinder- und Jugendliteratur im Netz von Populär- und Medienkulturen Ausgangspunkt meiner Überlegungen ist die Beobachtung, dass Kinder- und Jugendliteratur heute in Produktion, Distribution und Aneignungspraxen, aber auch in ihren Formen und Semantiken zunehmend an der global agierenden, in multimedialen Bezugssystemen verfassten Populärkultur partizipiert. Bekannte Bestseller- und Blockbuster-Phänomene, wie zum Beispiel Suzanne Collins? postapokalyptisches Überlebensspiel The Hunger Games (drei Bände, dt. Die Tribute von Panem 2009 ff.), die Spiegel- und Tintenwelt-Serien der deutschen Autorin Cornelia Funke (2010 ff. bzw. 2003 ff.) oder ihre 2016 fortgesetzte Drachenreiter- Serie (1997, Die Feder eines Greifs 2016), zuvor Stephenie Meyers Twilight-Saga (vier Bände, dt. 2006 ff.), Neil Gaimans Coraline (dt. 2009) und der unvergessene, inzwischen darf man auch sagen: gute alte Harry Potter (sieben Bände, dt. 1998 ff.), der, als Familienvater und in fester Anstellung im Zaubereiministerium, sein Werk gerade auf der Theaterbühne (und im parallel dazu veröffentlichten Drehbuch) fortsetzen darf - all diese Erfolgsphänomene sind nur die auffälligsten Zeichen dafür, dass im kinder- und jugendliterarischen Feld etwas grundlegend in Bewegung gekommen ist. Die Veränderungen zeigen sich nicht zuletzt im medialen Echo auf die angesprochenen Erfolgsphänomene. Sie werden, und dies längst nicht mehr nur im feuilletonistischen Abseits der Kinder- und Jugendbuchseiten, als kulturelle Ereignisse diskutiert und mit diskursiven Rückkopplungseffekten auch dazu gemacht. Schaut man genauer auf diese Werke, dann werden in unzähligen jugendliterarischen Reihen und Serien produktive Zusammenhänge erkennbar, die teils nach dem Vorbild populärer TV-Formate, als Comedy-, Mystery-, Thriller-, Horror- oder Teen-Drama-Formate angelegt sind, und die auch im Medienwechsel vom Buch- zur TV-Serie erfolgreich weiterlaufen können. Wie etwa im Fall von Gossip Girl: Die US-amerikanische Autorin Cecily von Ziegesar begann die Fortsetzungsgeschichten über eine Gruppe von Teenagern in der Upper East Side von New York zunächst 2002 als Jugendbuchserie, die in der Folge zu einer international und generationenübergreifend sehr erfolgreichen Fernsehserie (2007 bis 2012) ausgebaut wurde. Ein weiteres Beispiel ist die gerade bei Netflix ausgestrahlte, aufgrund der Darstellung von Mobbing und Suizid hoch umstrittene Serie 13 Reasons Why (Tote Mädchen lügen nicht). Sie basiert auf dem 2007 erschienenen gleichnamigen Roman; derzeit wird die zweite Staffel der Medienadaption produziert. So sind es insbesondere die sich mit populären Angeboten konstituierenden sogenannten Medienverbünde aus Büchern, Filmen, Fernseh- und Comicserien, Apps und Computerspielen und dem zugehörigen Merchandising, die die kommerziellen und ästhetischen Verflechtungen anschaulich machen. Joanne K. Rowlings Harry Potter-Heptalogie ist das kinder- und jugendliterarisch erfolgreichste Beispiel dafür: Der Name steht für ein inzwischen über zwei Jahrzehnte ausgebautes transmediales Erzähluniversum aus Büchern, Filmen, Online-Plattformen und Websites, und den zugehörigen Merchandising-Produkten. Es wird derzeit in weiteren filmischen Versionen, dem mehrteilig angelegten Spin-off Fantastic Beasts and Where to Find Them (basierend auf dem gleichnamigen Buch) und der bereits erwähnten Theaterversion weitergeführt. Nicht nur die langjährigen Fans können so das Vergnügen fortsetzen, sondern auch nachfolgende Generationen in das weiter wachsende Erzähluniversum einsteigen - ein Effekt, der in der Theaterfassung, die die Kinder der ursprünglichen Protagonist_innen ins Zentrum stellt, somit in der Serie selbst reflektiert wird. Der Name Harry Potter steht darüber hinaus aber längst auch für ein millionenschweres Markenimperium, das mit seinen weltweit übersetzten und lizensier

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