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Nachhaltige Stadtentwicklung Infrastrukturen, Akteure, Diskurse

  • Erscheinungsdatum: 17.08.2017
  • Verlag: Campus Verlag
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Nachhaltige Stadtentwicklung

Stadtentwicklung und -politik stehen spätestens seit den 1990er-Jahren unter dem Postulat einer nachhaltigen Entwicklung. Doch was bedeutet es für Städte konkret, eine 'Lokale Agenda 21' zu verwirklichen? Der Band vereint Beiträge einer interdisziplinären Forschergruppe, ergänzt um Kommentare weiterer Wissenschaftler. Jens Ivo Engels ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Nina Janich Professorin für Germanistische Linguistik, Jochen Monstadt Professor für Raum- und Infrastrukturplanung und Dieter Schott Professor für Neuere Geschichte an der TU Darmstadt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 260
    Erscheinungsdatum: 17.08.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593434810
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 25155 kBytes
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Nachhaltige Stadtentwicklung

Einleitung: Städte auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung Jens Ivo Engels, Nina Janich, Jochen Monstadt und Dieter Schott Seit der Weltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 stellt 'Nachhaltigkeit' das allgemein akzeptierte Leitbild zukunftsfähiger gesellschaftlicher Entwicklung dar. Dies gilt insbesondere für die Entwicklung von Städten und Ballungszentren, in denen sich viele der in Rio diskutierten Probleme und Risiken konzentriert beobachten lassen (Schott/Toyka-Seid 2010; allgemein zum Konzept 'Nachhaltigkeit' Grunwald/Kopfmüller 2006, Grober 2010; zur lokalen Nachhaltigkeitsforschung Klotz et.al. 2005). Obwohl die Konferenz von Rio mittlerweile ein Vierteljahrhundert zurückliegt, ist Nachhaltigkeit ein zentrales Leitbild städtischer Politik und urbaner Planung geblieben. Mehr noch: Besondere Dringlichkeit erhält die Suche nach der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit städtischer Entwicklungsprozesse durch den Klimawandel und die in Deutschland beschlossene 'Energiewende'. Auch wenn der bekannte Slogan 'Think global, act local' eher als Empfehlung für Umweltpolitiker und Aktivisten gemeint war, ist auch für die wissenschaftliche Erforschung von Potentialen und Grenzen der Nachhaltigkeitspolitik der Blick auf einzelne Städte unverzichtbar. Denn Städte entwickeln und verfolgen Nachhaltigkeitsziele in höchst unterschiedlicher, stadtspezifischer Weise. Raumübergreifende konvergente Entwicklungstrends werden durch divergente stadtspezifische Arrangements aus Problemwahrnehmungen, Thematisierungen und Handlungspraktiken in komplexer Weise strukturiert und variiert. Die Implementierung von Nachhaltigkeitspolitiken ist also abhängig von physischen und technischen Voraussetzungen auf der einen Seite sowie politisch-gesellschaftlichen Prozessen auf der anderen. Freilich erweist sich der hier skizzierte Gegensatz bei genauerem Hinsehen als künstlich - beide Dimensionen beeinflussen und durchdringen einander. Um die Bedingungen für und die Ergebnisse von Nachhaltigkeitspolitik in ihrer stadtspezifischen Eigenart jeweils besser verstehen zu können, ist eine zwischen den Geistes-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften vernetzte Grundlagenforschung notwendig. Die Beiträge für diesen Band entstanden in einem Forschungszusammenhang, der sich seit einigen Jahren an der TU Darmstadt unter dem Dach des Forschungsschwerpunkts 'Stadtforschung' herausgebildet hat. Ausgangspunkt dieses Forschungsschwerpunkts war für eine längere Periode die Auseinandersetzung mit dem Konzept 'Eigenlogik der Städte' (Berking/Löw 2008). Im Mittelpunkt stand die Frage, was Städte jeweils kulturell, sozial und politisch voneinander unterscheidet und ob sich diese Unterschiede als stadtspezifische, d.h. 'eigenlogische' Muster erfassen und erklären lassen. Unter diesem Dach versammelte sich eine Gruppe von vier Forscherinnen und Forschern aus Geschichtswissenschaft, Sprachwissenschaft und Planungswissenschaft, die ihre Untersuchungen auf die städtische Umweltpolitik fokussierte. Zwischen 2012 und 2016 wurde die Gruppe von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell innerhalb der Projektgruppe 'Wege zur nachhaltigen Entwicklung von Städten' gefördert. Die Projektleiter sind zugleich Herausgeber des vorliegenden Bandes. Im Zentrum aller vier Teilprojekte stand die Frage, wie das Leitbild nachhaltiger Stadtentwicklung aktuell wie auch in jüngerer Vergangenheit interpretiert und verfolgt wurde und wird. Dabei sollte es nicht darum gehen, wie 'gut' oder effizient die Nachhaltigkeitspolitik einer Stadt ist, also kein 'Öko-Ranking' produziert werden, sondern vielmehr darum, wie in der Nachhaltigkeitspolitik eine 'Eigenlogik von Städten' zum Ausdruck kommt. Den Ausgangspunkt der Untersuchungen bildete dabei die Annahme, dass materielle Ausstattung und räumliche Verortung, soziale und techno-logische Entwicklungen, gesellschaftliche und politische Debatten in Städten den Umgang dieser Städte mit dem Nachhaltigkeitspostulat

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