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Der Stern der Levante von Barré, Josquin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Stern der Levante

DER STERN DER LEVANTE Geopolitische Fiktion In einer unbestimmten Zukunft sind Armenien, Ägypten, der Irak, Israel, Jordanien, Kurdistan, Kuwait, der Libanon, Palästina, Syrien, die Türkei und Zypern seit einem Dutzend Jahren in der Gemeinschaft der Levante zusammen geschlossen. Vierundzwanzig Experten, die von den Führungsspitzen dieser zwölf Länder ausgewählt worden waren, hatten ihre Umsetzung im Geheimen vorbereitet. Wie haben sich ihre Absprachen und ihre Lösungen organisiert, artikuliert und entwickelt? Wie sind ihre Projekte definiert und dann verwirklicht worden? Weshalb haben Jahrhunderte der Gewalt im Nahen Osten im Verlauf einer einzigen Nacht plötzlich ein Ende gefunden? Was sind die Konsequenzen gewesen? Eine 'Reportage aus der Zukunft' über das Treffen mit Akteuren dieses Wandels, die bisher vertrauliche Tatsachen enthüllen, und über die Entdeckung bestimmter Werke der Gemeinschaft: das Erdbebenüberwachungszentrum von Ani an der türkisch-armenischen Grenze, die Hauptstadt auf dem Golan, das Projekt Aquarius am Toten Meer und die unter irdischen Leitungen, die hier Wasser aus dem Roten Meer ableiten, ein Zentrum für den ökumenischen Dialog im Sinai etc. Und auch eine Initiationsreise, die zum Nachdenken über das Aufbauwerk der Europäischen Union einlädt. Übersetzungsvorlage: 2. französische Ausgabe (2014)

Als Sohn eines Kunstmalers und als Enkelsohn eines Architekten aus Nantes (der Geburtsstadt des utopistischen Schriftstellers Jules Verne) ist Josquin Barre am Tag seiner Geburt im Jahre 1949 in Paris in den Kessel der Kultur gefallen. Diese Prädisposition, die auf zuträgliche Weise durch eine nomadische und kosmopolitische Erziehung verstärkt wurde, hat ihn wie von selbst zu Ausbildungen und einer -Karriere im Dienste der Tourismusindustrie geführt. Nachdem er -einige der zahlreichen Berufe im Empfang, der Produktion und dem Verkauf von Reisen und Aufenthalten ausgeübt hat, hat er seinen Kompetenzen eine konstante Praxis der Berufe im Bereich der Kommunikation hinzugefügt, zunächst als Journalist, dann als Chronist bei der Fachpresse dieses Sektors. Ab 1980, in Vorausahnung der großen Umbrüche, die sich aus der Verbindung der Informatik und der Telekommunikation ergeben würden, ist er Berater für Tourismatik (ein Neologismus, den er erfand) sprich für Untemehmensorganisation, Vermarktungsstrategien und -wege im Tourismusbereich geworden. Als Vortragsredner und Ausbilder ist er Autor des methodologischen Ratgebers Vendre le tourisme culturel, ein Nachschlagewerk für die Verantwortlichen im Bereich der Gebietskörperschaften, Verwalter des Kulturerbes, Förderer von Projekten und Organisatoren von kulturellen Veranstaltungen und Kulturereignissen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 516
    Erscheinungsdatum: 09.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9782322021086
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1547kBytes
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Der Stern der Levante

Kapitel 1

EIN MYSTERIÖSER "GROSSER ORIENT"

" Natürlich wäre der Beitritt der Türkei zur Europäische Union ein historischer Fehler gewesen!", verkündete der Chefredakteur des Magazine .

Als er meinen ironischen Blick bemerkte, fügte er etwas genervt hinzu: "Ja, ich habe das nicht immer gesagt. Sie denken an diese Dossiers, die wir 2005 veröffentlicht haben, um ihre europäische Bestimmung aufzuzeigen und um ihren Antrag zu stützen, nicht wahr? Aber wie einer unserer großen Politiker sagte, nur Dummköpfe ändern ihre Meinung nie."

Für mich wie auch für andere ältere Kollegen, im Ruhestand oder in Teilzeit, ist seine Einladung zum Mittagessen im Mai in das Pariser Restaurant Le Procope zu einem Ritual geworden. Damit er seine erschöpften Journalisten in die Ferien entlassen und seine wöchentlichen Sommereditionen füllen kann, wendet er sich jedes Jahr an uns und vertraut uns eine Recherche oder ein Dossier über ein mehr oder weniger vereinbartes Thema an. Ich war also nicht überrascht, als er die Frage stellte: " Was würden Sie zu einer kleinen Reise für uns im Juni sagen? ", an die wir gewöhnt sind und über die wir unter uns witzeln.

Ich mag diese Art von Aufträgen. Nicht nur, weil sie im Allgemeinen sehr ordentlich bezahlt werden. Sondern vor allem, weil sie mir einen guten Vorwand liefern, nicht Teil des Abschlussprüfungsausschusses des CFJ (Centre de Formation des Journalistes), dem Ausbildungszentrum für Journalisten in Paris, zu sein, an der ich ein paar Kursstunden in der Woche über Redaktionssekretariat und elektronisches Layout gebe. Ich überlasse diese Drecksarbeit gerne Kollegen, die ich im Verdacht habe, dabei eine etwas sadistische Freude zu empfinden.

"Da ich Ihre Arbeitsmethoden kenne, habe ich daran gedacht, Ihnen eine Tour durch den Nahen Osten anzuvertrauen", erklärte mir der Chefredakteur. "Seit der Gründung ihrer Gemeinschaft der Levante haben wir fast nichts mehr über diese Länder veröffentlicht. Sie haben keine ernsthaften politischen Krisen, keine Kriege, keine Anschläge, also nichts Interessantes, mehr für uns. Es ist als ob ihre Geschichte angehalten hätte. Die ständigen Korrespondenten, die ich dort eingesetzt hatte, haben verlangt, anderswo in der Welt gesandt zu werden: Sie langweilten sich. Für diese Länder hatte ich Abenteurer ausgewählt. Sie waren unzufrieden damit, die kugelsichere Weste gegen den Smoking eingetauscht und nichts weiter als über politische Banalitäten und gesellschaftliche Kulturveranstaltungen zu berichten zu haben. Im Übrigen würde es mir sehr gelegen kommen, wenn Sie mir vor Ort neue finden könnten."

"Dennoch müssen Sie es zu schätzen gewusst haben, dass in diesem Gebiet endlich Frieden herrscht. Wenn ich mich recht entsinne, haben Sie einige verletzte oder andere als Geisel genommene Journalisten gehabt. Und sie haben Sie viel gekostet: Sie haben hohe Lösegelder bezahlt, um sie zu befreien."

"Nein, niemals!", empörte sich der Chefredakteur. "Sagen wir, dass wir - offiziell - über obskure Banküberweisungswege für "islamische soziale Werke" "gespendet" haben. Eigentlich sind diese Investitionen sehr rentabel gewesen. Unser Magazine ist niemals so häufig in der Presse, im Radio und im Fernsehen genannt worden, wie während dieser Geiselnahmen. In diesen Momenten haben wir die Auflage und den Vertrieb erheblich gesteigert."

"Nun, was erwarten Sie von mir? Dass ich eine touristische Reportage mache?"

"Nein, überhaupt nicht. Es gibt ein Mysterium: Wir haben nie verstehen können, warum und wie all diese Menschen , von einem Tag auf den nächsten, aufgehört haben, sich zu bekriegen . Es ist die Antwort auf diese Frage, die ich von Ihnen erwarte."

"Wie werde ich meine Informanten finden? Können Sie mir bereits welche vorschlagen?"

"In der Tat. Eine Expertengruppe soll die Einführung der Gemeinschaft vorbereitet haben. Als dann die P

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