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Von START zu NEW START: Das Dilemma und die Zukunft der Nuklearen Abrüstung von Plettenberg, Lars (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
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Von START zu NEW START: Das Dilemma und die Zukunft der Nuklearen Abrüstung

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 endete die Epoche des Kalten Krieges und damit auch eine Epoche, die dadurch geprägt war, dass sich zwei Blöcke gegenüberstanden, deren Arsenale an Nuklearwaffen ausreichen, die Welt mehr als einmal zu vernichten. Erfolge auf dem Gebiet der Nuklearen Abrüstung schlossen sich an, von der Unterzeichnung des START I, bis hin zu START II. Diese schürten die Hoffnung, dass der daraus gewonnene Schwung zu einer positiven Entwicklung der Nuklearen Abrüstung führe. Im Scheitern von START II und dem folgenden SORT Vertrag verdeutlicht sich die trügerische Natur dieser Hoffnung. Trotz der unbestreitbaren Erfolge, die Anzahl der Nuklearwaffen zu verringern, ist es dennoch in der Zeit nach dem Ende des Ost-West Konfliktes nicht gelungen, das grundlegende Prinzip der 'Mutual Assured Destruction', kurz MAD, als Basis der Nuklearen Abschreckung zu überwinden. So besteht die Bedrohung eines vernichtenden Atomschlages weiterhin, auch wenn sie weitestgehend aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwunden ist. Erst der neu gewählte US-Präsident Barack Obama rückte, durch seine Zielvorgabe eines 'Global Zero', die Nukleare Abrüstung zurück in den Fokus der Öffentlichkeit. Die daraufhin folgende Unterzeichnung des NEW START getauften Vertragswerkes wurde nicht nur in der deutschen Politik mit großer Hoffnung verfolgt und kommentiert. Das Werk beschäftigt sich nicht lediglich mit den Feinheiten der großen vier Verträge zur Nuklearen Abrüstung, es untersucht insbesondere, ob der NEW START-Vertrag seinem Anspruch eines Neubeginns gerecht wird. Der zweite Teil des Buches widmet sich der Frage, welche Möglichkeiten es gibt, aus dem 'Gleichgewicht des Schreckens' zu entkommen und welche Chancen Obamas Vision eines 'Global Zero' hat. Lars Plettenberg wurde 1984 in Heidenheim a.d. Brenz geboren. 2011 erfolgte der Abschluss des Bachelorstudiums im Bereich der Politikwissenschaft und Geschichte an der CAU Kiel. Anschließend studierte er in einem Masterstudiengang der CAU Kiel Modernes R

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 50
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863419967
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 420 kBytes
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Von START zu NEW START: Das Dilemma und die Zukunft der Nuklearen Abrüstung

Textprobe: Kapitel 4, Dependenz zwischen Nuklearer Abrüstung und Strategischer Stabilität: Seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes durch den Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 haben die USA und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion die Größe ihrer 'nuclear stockpiles' beträchtlich reduziert. Die USA senkten ihr gesamtes Arsenal inklusive der 'non deployed warheads' und der taktischen Gefechtsköpfe auf ca. 8.500 , die Russische Föderation auf ca. 11.000 und Kazachstan, Ukraine und Belarus verzichteten in Lissabonner Protokoll vom 23. Mai 1992 komplett auf ihre Nuklearwaffen. Dennoch lässt sich feststellen, dass sich das Konzept der Strategischen Stabilität der beiden großen Nuklearmächte USA und Russland keineswegs entscheidend gewandelt hat. Auch fast 20 Jahre nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes wird es immer noch durch die Aufrechterhaltung einer 'MAD stability' bestimmt. Die nukleare Abrüstung nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes erfolgte immer unter der Prämisse, dass die Strategische Stabilität durch die Aufrechterhaltung der 'Mutual Assured Destruction', kurz MAD, d.h. durch das sog. 'Gleichgewicht des Schreckens' weiter gewährleistet ist. Nukleare Abrüstung und Strategische Stabilität bedingen einander in einer Form, dass die Minimalmenge an vorhandenen strategischen Nuklearwaffen gleich der Menge der zur Aufrechterhaltung von MAD nötigen entspricht. Eine Dependenz der maximalen Abrüstung und dem Zustand der Strategischen Stabilität durch MAD ist also zu erkennen. Solange kein neues Konzept anstelle von MAD treten kann, sind der nuklearen Abrüstung diese Grenzen gesetzt. 4.1, Mutual Assured Destruction: Um zu verstehen, wo die Grenzen der nuklearen Abrüstung unter der genannten Prämisse der Aufrechterhaltung der 'MAD stability' liegen, ist es nötig, das Konzept der Strategischen Stabilität durch 'MAD stability' zu erläutern. Das grundlegende Prinzip einer MAD basierenden Stabilität ist die Abschreckung des Gegners durch die wechselseitige Androhung garantierter Vernichtung. Um diese Abschreckung zu gewährleisten, sind wesentliche Teilaspekte zu beachten, welche sich unter den Begriffen Rationalität, Glaubwürdigkeit und 'overkill capacity' zusammenfassen lassen. 4.1.1, Rationalität: Der Begriff Rationalität leitet sich von dem lateinischen Wort ratio, Vernunft, ab und bedeutet in der Philosophie kurz und vereinfacht die Betonung der Vernunft als wesentliche Handlungsursache. In Bezug auf die 'MAD-stability' bedeutet dies, dass beide Seiten als rationale Entscheidungsträger anzusehen sind. Damit die Abschreckung funktioniert, muss jede Partei davon ausgehen, dass die jeweils andere Seite die angedrohte Zerstörung nicht zur Erreichung ihres eigenen Zieles billigend in Kauf nimmt. Die Problematik dieser Komponente liegt darin, dass es sich um eine Annahme handelt, welche spätestens in Bereichen ideologischer und religiöser Konflikte an die Grenze der Zuverlässigkeit stößt. Auch die sowjetischen Angriffspläne, welche nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bekannt wurden, zeugen von dieser Problematik. 4.1.2, Glaubwürdigkeit: Für die Wirksamkeit der Abschreckung ist es von elementarer Bedeutung, dass eine glaubwürdige Position auf beiden Seiten vorhanden ist. Dies muss sowohl auf menschlicher Ebene der politisch und militärisch handelnden Personen, wie auch auf technischer Ebene, gewährleistet sein. Auf technischer Ebene bedeutet dies unter anderem, dass es eine Bedrohung für die Strategische Stabilität darstellt, sollte eine Seite innerhalb einer 'MAD stability' es schaffen, sich durch Abwehrmaßnahmen in die Lage zu versetzen, dass eigene Land unverwundbar gegenüber einem nuklearem Vergeltungsschlag zu machen. Als Mittel, einem potentiellen Rüstungswettlauf von Angriffs- und Verteidigungswaffen zu entgehen und gleichzeitig zur Stärkung der Strategischen Stabilität beizutragen,

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