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Das deutsche Narrenschiff von Braunschweig, Christoph (eBook)

  • Erschienen: 09.03.2015
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Das deutsche Narrenschiff

Die täglichen Talkshow-Inszenierungen einer überkorrekten Erregungsgesellschaft, in denen "Instant-Moral" als Politikersatz gepredigt wird, geben fast stündlich Zeugnis von der zunehmenden Verdummung unserer "Wissensgesellschaft", die so bereitwillig akzeptiert wird. Und doch gärt es in vielen Menschen. "Die Welt will belogen sein", heißt es dazu schon im Narrenschiff von Sebastian Brant aus dem Jahr 1494. Im realen Leben zerfällt die Infrastruktur genauso wie das Bildungssystem. Unser Steuersystem gilt weltweit als Irrwitz, unser Volksvermögen wird in Brüssel verpfändet, die "Political Correctness" schreibt uns vor, was wir denken und sagen dürfen, und allzu viele Bürger sind zu feigen Karrieristen geworden, während selbsternannte Intellektuelle ihr Seelenheil in der bösartigen Verleumdung von Kapitalismus, Marktwirtschaft und Bürgertum finden. Höchste Zeit zu handeln, sonst werden viele vieles verlieren! "Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde." Napoleon

Christoph Braunschweig, Professor der Staatlichen Wirtschaftsuniversität Jekaterinenburg in Russland und ehemaliger studentischer Hörer von Friedrich A. von Hayek, hat mehrere Bücher, Buchbeiträge und zahlreiche Fachartikel veröffentlicht u.a. im Harvard Business manager, im Handelsblatt oder in der Welt. Nach einer Bankausbildung, einem wirtschaftswissenschaftlichem Studium (Dissertation im Bereich des Rechnungswesens), liegen nach einer mehrjährigen Geschäftsführertätigkeit seine Arbeitsschwerpunkte auf den Gebieten der Politischen Ökonomie.

Produktinformationen

    Größe: 442kBytes
    Reihe (Teil): Edition Lichtschlag
    Herausgeber: FinanzBuch Verlag
    Untertitel: Wie feige Karrieristen, selbsternannte Intellektuellen und politisch korrekte Gutmenschen unser Land ruinieren
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 304
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783862487295
    Ausgabe: 2. Aufl.
    Erschienen: 09.03.2015
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Das deutsche Narrenschiff

II Die Wählerbestechungsdemokratie

Die Schulden- und Eurokrise ist im Grunde die Folge einer seit Jahren andauernden krisenhaften Entwicklung in Politik und Gesellschaft. Es handelt sich um eine Krisis des dominanten Wirtschafts- und Lebensstils der westlichen Massendemokratie. Der schuldeninduzierte Wohlfahrtsstaat ist zu einem System der Ausbeutung der Versichertengemeinschaft durch die Versicherten geworden. Weil viele Leute etwas herausholen wollen, müssen alle viel bezahlen. Individuelle Rationalität wird zur kollektiven Irrationalität. Das Parlament degeneriert zu einer Entnahmegesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Wohlfahrtsstaat führt durch sein unsolides Finanzgebaren letztlich sein eigenes Ende herbei. Am Ende steht der wirtschaftliche und moralische Ruin: Der überschuldete Wohlfahrtsstaat scheitert genauso wie der Sozialismus.

Die Logik der Selbstzerstörung des Wohlfahrtsstaates beruht auf dem fatalen Prinzip der Wählerbestechungsdemokratie. Die politische Siegesformel lautet: Allen alles versprechen! Permanent werden neue "Gerechtigkeitslücken" entdeckt, die zu entsprechenden Umverteilungsmaßnahmen führen. Der Wähler, der einerseits die Politiker verachtet, hält andererseits mit seinem Anspruchsverhalten diesen fatalen Teufelskreis in Gang. Jeder glaubt, ansonsten von anderen Leuten beim Kampf um die Verteilung des Sozialkuchens übervorteilt zu werden. Da viele Bürger so denken, gerät das ganze System automatisch in eine finanzielle Schieflage. Politik und Banken arbeiten bei der Finanzierung der Staatsschulden über das "Fiat-Money-System" Hand in Hand, d. h. sie schaffen Geld aus dem Nichts. So bildet sich eine Geldblase und die Staatsschulden steigen immer weiter. Die bereits viel zu hohen Schulden werden durch noch höhere Schulden "bekämpft", weil die eigentlich notwendigen Sparmaßnahmen und Strukturreformen ausbleiben. "Politik ist eine große Kunst. Man muss die Menschen überzeugen, dafür zu bezahlen, dass man sie bestiehlt", heißt es bei Andrzej Majewski.

Neu ist die ungeheuerliche Dimension der öffentlichen Schulden, zumal der Euro den Ländern der Währungsunion die Schaffung neuer Schuldenberge ermöglicht hat. Der Wohlfahrtsstaat braucht stets mehr Geld, als er durch das normale Steueraufkommen abdecken kann. (Selbst die zurzeit höchsten Steuereinnahmen in der Geschichte überhaupt reichen ihm nicht.) Deshalb hat der Staat folgerichtig das Geldmonopol an sich gezogen und konsequenterweise sein Geld zum einzig zugelassenem Zahlungsmittel erklärt. Die verantwortungslose Schuldenfinanzierung führt zu einer entsprechenden Geldmengenausweitung und späteren Geldentwertung.

Nicht zufällig sind bisher alle staatlichen Papiergeldwährungen gescheitert! Trotzdem werden immer mehr Menschen aus ihrem kurzfristigen Eigennutzkalkül heraus zu Befürwortern staatlicher Maßnahmen zum Erhalt des längst überschuldeten Systems. Um Staats- und Bankenpleiten möglichst lange hinauszögern zu können, akzeptieren sie weitreichende Einschnitte in die Eigentums- und Freiheitsrechte - mit entsprechender Zunahme von Regulierungen, Überwachung und Bürokratie. Die jeweilige Regierung versucht die notwendigen Strukturreformen solange hinauszuzögern, bis sie die tickende Zeitbombe von Staatsverschuldung, Rezession, Arbeitslosigkeit und Inflation an die nachfolgende Regierung weiterreichen kann.

Die Politik versucht nur noch der öffentlichen Meinung zu folgen, statt diese argumentativ zu beeinflussen. So wird die Meinung der Massen zum Lenker der Politik. Dadurch zerbröckeln alle Anschauungen und es wächst die Gleichgültigkeit der Massen gegen alles, was ihnen nicht einen Vorteil bringt. Wird die Schuld für den Staat zu groß - und das ist immer irgendwann der Fall -, erklärt er den Bankrott in Form eines Währungsschnitts oder einer Währungsreform.

Die meisten Menschen verstehen nicht, dass Staatsschulden ihre eigenen Schulden sind. Die auf schamloser Schuldenmacherei

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