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Curieuse und wahrhaffte Nachricht oder DIARIUM, von einem Gespenst und Polter-Geist. [1722] von Haenell, Heinrich George (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Curieuse und wahrhaffte Nachricht oder DIARIUM, von einem Gespenst und Polter-Geist. [1722]

= Digitale Neufassung für eBook-Reader = Haenel: '...Nachdemmalen Hans Joachim Dünkelman, ein Untertan des adligen Gutes Dutzow, im Dorfe Sandfeld wohnhaft, mir, Heinrich George Haenel als Verwaltern dieses adligen Gutes, am 30. Januarii dieses 1722ten Jahres, die Anzeige getan, dass es in seinem Hause, seit einigen Tagen gespuket, und dass solches nun mit heftigen Rumoren und allerhand seltsamen Aufzügen, und Affenspiel dermaßen zunehme, dass er mit den Seinigen nicht länger dabei dauren könnte...' Heinrich George Haenell (auch Haenel, Hänel) war Verwalter zu Dutzow.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 76
    Erscheinungsdatum: 30.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839110621
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 687kBytes
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Curieuse und wahrhaffte Nachricht oder DIARIUM, von einem Gespenst und Polter-Geist. [1722]

Vorrede.

Das walte der Erz-Hirte und Bischof unsrer Seelen, Christus Jesus,

der dem Tode, das ist dem Teufel seine Macht genommen, und uns erlöset,

die wir im ganzen Leben seine Knechte sein mussten,

der zertrete den Satan unter unsre Füße;

der Friede Gottes, welcher höher denn alle Vernunft,

bewahre unser Herz und Sinn in Christo Jesu zum ewigen Leben. Amen.

Christlicher, geehrtester Leser.

Es hat einige Zeit hero Satan, auf Gottes Zulassung sein Teufels Wesen, Spiel und Rumor, leider, in meiner Christlichen Gemeine [sic: Gemeinde] in einem Dorf Sandfeld, boshaftig getrieben, an Menschen und Gütern seine Teuflische Spur zur Genüge mit Entsetzen öffentlich sehen und hören lassen, sogar, dass auch die öffentlichen Gazetten davon haben schreiben dürfen, und viele vornehme Personen das Protokoll, so davon ordentlich gehalten worden, zu lesen verlanget: Bei so gestalten Sachen ist die ganze Sache von der Geschichte dieses Sandfeldischen Rumor-Teufels, wider des Teufels Dank und Willen, ja zu seiner Schande, jetzo zur Ehre des gerechten Heiligen und Barmherzigen Gottes dem Christlichen Leser hierin kommuniziert worden, wie der Anfang und das Ende davon gewesen, zur Besserung und erbaulichen Nutzen der heutigen bösen argen Welt, so fast keinen Teufel mehr glaubt, denn die Welt meinet, Gottes Wort sei schon so alt, dass nicht mehr wahr sei, was darin von dem Teufel gesagt wird. Dass Teufel sein, und sie ihre Wirkungen an denen Menschen, an ihr Hab und Vieh, auf Gottes Zulassung können erweisen, ist von vielen gottseligen Lehrern unserer Kirchen gründlich dargetan worden. Wer die Heilige Schrift vor die Richtschnur seines Glaubens hält, und die Kraft Gottes verstehet, wird daran den geringsten Skrupel nicht hegen; Es hat aber die polite Welt der Vernunft nach sich von einigen wollen überreden lassen, dass keine Teufels-Geister und derselben Wirkungen an Menschen und Gütern mehr in der Welt vorzufinden, und also in dergleichen Fällen der Heiligen Schrift keinen Beifall gegeben, sondern die blinde verderbte Vernunft zur Lehrmeisterin angenommen. Satan der tausendlistige Feind des Menschlichen Geschlechts bemühet sich, nächst Entführung des Göttlichen Worts, meistens dahin, dass er uns Menschen unsere Vernunft und derselben reinen Gebrauch nehme, indem er wohl weiß, dass er uns dergestalt unsere zwei größten Schätze genommen, und an beiden Augen geblendet habe.

Der Grund des menschlichen Verstandes ist alles was Gott von Natur in unser Herz geschrieben hat, welches sonst die angeborene Wissenschaft genennet wird, als dass ein Gott sei, Rom. I. dem man dienen müsse, dass man ehrbar leben, niemand beleidigen, einem jedem das Seine lassen und geben solle; Die Wirkung aber des Verstandes ist, erstlich etwas fassen, welches eigentlich recht verstehen genennet wird, zum andern es wohl zu überlegen, zum dritten gründlich schließen, ob es wahr oder falsch, recht oder unrecht sei: Hierbei entstehen innerliche Fehler im Verstande.

Die Nachlässigkeit und Faulheit im Nachdenken, sonderlich bei hohen und geistlichen Sachen.
Die Krankheit der Sinnlichkeit, da der Mensch nur sich nach dem richtet, was er sieht / hört und greift.
Die Krankheit der Phantasie, da ein Mensch nur seinen Einbildungen Gehör gibt.
Die Skrupulosität, da der Mensch gar keine Lust zur Gewissheit hat, sondern sich über alles Skrupeln machet.
Die Leichtgläubigkeit, da ein Mensch seine größte Lust zu den Lügen und Irrtümern hat.
Ein Knechtisches Gemüt, da der Mensch etwas nur aus Furcht oder großem Respekt vor andern glaubt.

O mein Gott! wie viele Seelen gehen zu Grunde, die keine seligmachendes Erkenntnis Gottes haben, welche nur dem brutalen Trieb ihrer Vernunft folgen bis an ihr Ende. Die Menschen sehen vor Augen, dass Gott oft sich wider dergleichen sadduzäische Anschläge, wie in seinem

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