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Inside Polizei Die unbekannte Seite des Polizeialltags von Schubert, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.02.2012
  • Verlag: riva Verlag
eBook (ePUB)
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Inside Polizei

Jetzt packen Polizisten aus! - Der Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos endet in einem Skandal ... - Zwei Polizisten berichten aus nächster Nähe über die Katastrophe der Loveparade in Duisburg ... - Im Rotlichtmilieu treffen Hells Angels, Mafia und Polizei aufeinander ... - Angehörige einer Polizeihundertschaft schildern den Großeinsatz bei einem Castor-Transport aus ihrer Sicht ... - Polizisten erleben Gewalt nicht nur im Dienst ... Bestsellerautor Stefan Schubert, selbst viele Jahre lang Polizist, gewährt Außenstehenden authentische und schonungslose Einblicke in eine abgeschottete Polizeiwelt. Kein anderes Buch kam der dunklen Seite des Polizeialltags je so nahe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 10.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864131714
    Verlag: riva Verlag
    Größe: 1438 kBytes
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Inside Polizei

2. Loveparade Duisburg –
Der Tunnel des Grauens

"Wir sind verantwortlich für das, was wir tun,
aber auch für das, was wir nicht tun."

Voltaire

In Hamburg entsteht mit der architektonisch stilvollen HafenCity ein neues Stadtviertel mit maritimem Flair und innovativen Wohnkonzepten, dessen Areal von über zwei Quadratkilometern von zugänglichen Fluss- und Ka-nalläufen eingefasst wird. Den visuellen Höhepunkt dieses Viertels bildet die Elbphilharmonie, erschaffen von einem schweizerischen Architekturbüro von Weltruhm. Hier prägt nun eine beeindruckende und erfolgreiche Umwandlung ehemaliger, nicht mehr benötigter Hafenflächen das Stadtbild.

Berlin gelang es, nach dem Fall der Mauer und dem Verschwinden des Todesstreifens zurückzukehren zu altem Glanz, zu einer Metropole der Kultur, Politik, Medien und der Wissenschaften. Auf den Hinterlassenschaften eines zugrunde gegangenen Regimes, wie Stacheldraht, Kfz-Sperren und Beobachtungstürmen, erfand sich diese Stadt kreativ und zukunftsweisend neu. Die neue Mitte arrivierte zur größten innerstädtischen Baustelle Europas. Der Potsdamer Platz wurde neu und modern erschaffen gemäß dem erfolgreichen Konzept einer Skyscraper City des 21. Jahrhunderts. Das städtebauliche Ensemble in kosmopolitischer Lage bildet eine bedeutsame Touristenattraktion und bereichert die Berliner Skyline.

Solche Erfolgsgeschichten sucht man im Ruhrgebiet, einem der größten Ballungsgebiete Europas mit über fünf Millionen Einwohnern, vergeblich. Trotz Milliarden Deutscher Mark und Euro an Steuergeldern beutelten das Zechensterben und eine unaufhaltbare Deindustrialisierung die Region schwer. Die Bemühungen, einen subventionsgelenkten Strukturwandel zu erzwingen, scheiterten. Doch die Ruhrgebietsstädte starteten einen letzten Versuch, um auf Augenhöhe mit angesagten, coolen Metropolen Europas zu gelangen. Die politischen Verantwortlichen schlossen einen Vertrag mit der Betreiberfirma der markenrechtlich geschützten Loveparade, deren einstiger Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Inhaber Deutschlands größter Discount-Fitness-Kette ist. Begriffe wie "Imagegewinn" und "Standortstärkung" schwappten daraufhin durch die renovierungsbedürftigen Rathausflure vieler Rhein-Ruhr-Städte. Den Anfang setzte Essen 2007 mit 1,2 Millionen angegebenen Besuchern, es folgte 2008 Dortmund mit 1,6 Millionen Partygästen, 2009 war Bochum fest eingeplant, 2010 Duisburg und 2011 Gelsenkirchen. Doch Bochum scherte 2009 unerwartet aus der Reihe der widerspruchslosen Enthusiasten aus. Nach einem prüfenden Blick in die Unterlagen der Veranstaltungsfirma und einer Rücksprache mit Polizei und Feuerwehr kamen die Entscheidungsträger dieser Stadt zu einem unerwarteten Ergebnis. Die Bochumer Bürgermeisterin und der Polizeipräsident stemmten sich gegen die aufgebaute Erwartungshaltung einer ganzen Region, besonders der dort politisch verantwortlich handelnden Personen, und sagten das Massen-Event kurzum wegen Sicherheitsbedenken ab. Die folgenden Reaktionen übertrafen die Befürchtungen der nach bestem Wissen und Gewissen Agierenden um ein Vielfaches. Der Geschäftsführer der Kulturhauptstadt 2010 wird mit folgenden Worten bezüglich der Absage zitiert: "... sie konfrontiert uns mit allem, was wir schon glaubten überwunden zu haben: Kleinstadtdenken, Provinzialität, das ganze zähe Grau des alten Ruhrgebiets. ... Menetekel für die gesamte Kulturhauptstadt."

Der Bochumer Polizeipräsident sah sich genötigt, seine Entscheidung öffentlich in einem Brief zu rechtfertigen: "Was denken sich eigentlich Politiker un

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