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Würde Groß vom Menschen denken von Härle, Wilfried (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2010
  • Verlag: Diederichs Verlag
eBook (ePUB)
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Würde

Menschenwürde ist ein Begriff, der für letzte Begründungen dient. In seinem Namen wird Krieg geführt und Pazifismus proklamiert, natürliches Altern geschützt und Sterbehilfe gewährt, ungeborenes Leben getötet und für unantastbar erklärt. Am Ende ethischer Argumentationen steht fast immer der Verweis auf die Würde. Der Heidelberger Theologe Wilfried Härle durchleuchtet diesen Begriff und erläutert an konkreten Beispielen und Fällen seine unterschiedlichen Facetten. Am Ende steht die Erkenntnis: Nur wo groß vom Menschen gedacht wird, ist seine Würde nicht in Gefahr. Wilfried Härle, Jahrgang 1941, ist emeritierter Professor für Systematische Theologie an der Universität Heidelberg. Er zählt zu den wichtigsten Theologen und Ethikern in Deutschland. Seine Bücher Dogmatik und Menschsein in Beziehungen gelten als Standardwerke. Wilfried Härle war Mitglied der Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages 'Ethik und Recht der modernen Medizin' und berät die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 04.11.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641051044
    Verlag: Diederichs Verlag
    Größe: 443 kBytes
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Würde

" 8 Menschenwürde am Lebensbeginn (S. 80-89)

Blickt man auf die medizinethisch relevanten Handlungsmöglichkeiten am menschlichen Lebensbeginn und fragt, welche von ihnen einen - möglicherweise gefährdenden oder bedrohenden - Bezug zur Menschenwürde haben, so zeigen sich vor allem vier Handlungsfelder:

- Besondere Hilfen bei der Entstehung und Annahme menschlichen Lebens, wie z. B. reproduktives Klonen, Leihmutterschaft, anonyme Geburt und Babyklappe sowie (Freigabe zur) Adoption.
- Maßnahmen zur Verhinderung der Geburt eines menschlichen Wesens in Form von Abtreibung.
- Maßnahmen zur Verbesserung (sogenanntes Enhancement) der menschlichen Ausstattung und Anlagen in Form von Gentherapie und durch Einnahme von Medikamenten oder Drogen.
- Medizinische Forschung an und mit Embryonen (und Kindern), wie z.B. verbrauchende Embryonenforschung, sogenanntes "therapeutisches" Klonen und Arzneimittelforschung an Nichteinwilligungsfähigen.

Darin sind im Blick auf unsere Thematik drei Grundfragen enthalten:
- Inwiefern gefährden oder bedrohen diese unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten die Menschenwürde?
- Welche Rolle spielen dabei die Fragen nach menschlicher Identität und Selbstbestimmung?
- Wie sind Gesundheit, Krankheit und Behinderung im Blick auf die Menschenwürde zu bewerten?

Mit diesen Grundfragen möchte ich mich hier beschäftigen, wobei die vier Handlungsfelder das Anschauungsmaterial für die Grundfragen abgeben, um die es dabei geht. An ihnen orientiert sich auch die folgende Gliederung:

a) Besondere Hilfen zur Entstehung und Annahme menschlichen Lebens

Dass Maßnahmen zur Verhinderung der Geburt menschlichen Lebens mit der Menschenwürde kollidieren könnten, leuchtet vermutlich den meisten Menschen ein, dass dies aber auch für besondere Hilfen bei der Entstehung und Annahme menschlichen Lebens gelten kann, bedarf einer erläuternden Begründung. Sieht man sich die einzelnen Hilfen genauer an, so zeigt sich jedoch schnell, warum man sie als besondere Hilfen bezeichnen muss und worin ihre mögliche Problematik liegt:"

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