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Fünf Minuten Ruhm. Casting Shows im deutschen Fernsehen Casting Shows im deutschen Fernsehen von Schrömer, Marina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.07.2013
  • Verlag: Science Factory
eBook (ePUB)
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Fünf Minuten Ruhm. Casting Shows im deutschen Fernsehen

Fachbuch aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, , Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem Jahr 2000 gehören Casting Shows zu den erfolgreichsten Fernsehformaten in Deutschland. Jedes Jahr aufs Neue stellen sich Tausende den Jury-Urteilen von Dieter Bohlen & Co und träumen davon, berühmt zu werden. Millionen Fernsehzuschauer erfreuen sich dagegen an den peinlichen Auftritten der vermeintlichen Talente und den teils vernichtenden Bewertungen der Jury. Doch worin genau liegt der Erfolg der Casting Shows begründet? Welche Formen des gesellschaftlichen Lebens lassen sich in diesem Fernsehformat aufspüren und welchen Effekt haben diese auf die Zuschauer? Diesen und anderen Fragen widmet sich der vorliegende Band. Aus dem Inhalt: Definition des Begriffs Casting Show, Geschichte des Fernsehformats, Identitätsstiftung durch Casting Shows, Parasoziale Interaktion, Analyse der Zuschauerrezeption.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 187
    Erscheinungsdatum: 26.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656469445
    Verlag: Science Factory
    Größe: 1290kBytes
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Fünf Minuten Ruhm. Casting Shows im deutschen Fernsehen

Z usammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, die Frage zu klären, warum Zuschauer Castingshows rezipieren. Es wird sich dabei auf das Format "Deutschland sucht den Superstar" beschränkt. Zur Beantwortung der Fragestellung wird eine Studie des Medien Instituts Ludwigshafen herangezogen, die sich mit den Gründen befasst, aus denen Menschen Fernsehshows schauen und wie sie diese wahrnehmen. Des Weiteren geht es um die Erklärung der Medienrezeption durch die Mood-Management-Theorie von Dolf Zillmann. Sowohl die Studie, als auch die theoretischen Grundlagen des Mood-Managements werden anschließend durch eine eigenständig erarbeitete Umfrage belegt bzw. ergänzt. Die vorangestellten Theorien werden dadurch verstärkt und führen zu einer Erklärung der Mediennutzung von Castingshows.
Einleitung

Wer kennt nicht "Deutschland sucht den Superstar" (im folgenden DSDS) oder hat schon einmal lustige oder bewundernswerte Auftritte von Kandidaten gesehen? Das Format der Castingshow ist in der heutigen Fernsehlandschaft allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken. Aber was beeindruckt die Zuschauer an diesen Shows? Warum schalten sie immer wieder ein? Diese Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit beantwortet werden. Eine Studie über Fernsehrezeption und das grundlegenden Modell der Mood-Management-Theorie von Dolf Zillman liefern Erklärungsansätze und -analysen.

Menschen wollen ihre positive Stimmung stets maximieren und schalten in diesem Zusammenhang häufig Unterhaltungsshows ein. Zuschauer wollen Unterhaltung und Grenzszenarien. Die Programmmacher buhlen deshalb mit verschiedenen Angeboten um deren Aufmerksamkeit.

In dieser Arbeit wird sich ausschließlich auf die Untersuchung der Medienrezeption am Beispiel "DSDS" beschränkt. Die Format-Bezeichnung Castingshow ist lediglich der Oberbegriff für eine Reihe von verschiedenen Sendungen. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass jede Show ihre Eigenheiten hat und es sehr schwer fällt, diese ohne Unterscheidung zusammenzufassen.
Vorstellung einer Studie z um Thema ‚Fernsehsho w s'

In diesem Abschnitt wird eine qualitative Zuschauerbefragung über Fernsehshows des Medien Instituts Ludwigshafen von 1995 vorgestellt. Zunächst ist zu sagen, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie das Format Castingshow noch nicht existierte. Diese etablierten sich erst seit dem Jahr 2001. Dennoch bietet diese Untersuchung interessante Aspekte, die sich auf das bearbeitete Thema sehr gut anwenden lassen.

In einer Stichprobe von 26 Erwachsenen erfuhr man in Einzelinterviews, wie Leute fernsehen und wie sie das Fernsehen sehen. Die für die Fragestellung der Arbeit relevanten Ergebnisse werden nun im Einzelnen vorgestellt.

Berghaus & Staab (1995a) stellen heraus, dass Fernseh-Shows rezipieren eigentlich nicht ‚fernsehen'" sei. Das bedeutet, dass Menschen solche Formate oft unbewusst oder spontan nebenbei sehen. Dabei wird davon ausgegangen, dass Menschen den Begriff Fernsehen nur verwenden, wenn sie das Medium so nutzen, wie es ursprünglich gedacht ist; d.h. sie wählen intentional eine Sendung aus, die sie dann in voller Länge anschauen. Dadurch lässt sich erklären, warum die meisten Menschen mit Nein antworten, wenn man sie nach dem regelmäßigen Konsum von "DSDS" befragt, die Einschaltquoten jedoch das Gegenteilige belegen.

Das nächste Ergebnis ist, dass Fernseh-Shows angenehm, aber nicht schön sein müssen. Zuschauer wollen von Shows grundsätzlich unterhalten werden, wobei zwei Typen unterschieden werden: Die Sendung soll einerseits einen Defizitausgleich zur Realität he

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