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Management in der Sozialen Arbeit

  • Erscheinungsdatum: 24.05.2012
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
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Management in der Sozialen Arbeit

Das Management der Sozialen Arbeit betrifft nicht nur die Führungskräfte sozialer Dienste und Einrichtungen, es durchdringt auch den gesamten Arbeitsalltag der Fachkräfte an der Basis. Sozialarbeiter/innen sind ebenso Adressat/inn/en wie Akteure systematisch gesteuerter Unternehmensprozesse auf den diversen Bühnen des Sozialmanagements: Organisationsgestaltung und Netzwerkmanagement, Marketing, Personalbeschaffung und -entwicklung einschließlich Diversity Management, Projektsteuerung, Mittelbeschaffung und Mittelverwaltung, Qualitätsentwicklung und Existenzgründung. Der Band gibt Einblick in die verschiedenen, für Sozialarbeiter/innen relevanten Aspekte des Managements, dessen Methoden Veränderungen von Arbeitsweisen und Arbeitsvollzügen bis auf die untersten Ebenen der Sozialen Arbeit mit sich gebracht haben. Prof. Dr. rer. soc. Rudolf Bieker lehrt im Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein mit den Schwerpunkten Theorie und Strukturen Sozialer Dienste/Sozialverwaltung. Prof. Dr. phil. Edeltraud Vomberg lehrt dort Qualitäts-, Projekt- und Kommunikationsmanagement.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 222
    Erscheinungsdatum: 24.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170235151
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 3209 kBytes
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Management in der Sozialen Arbeit

Soziale Arbeit im "Spannungsfeld" der Organisation

Christian Loffing
Was Sie in diesem Kapitel lernen können

Ein grundlegendes Verständnis über die Entstehung und Gestaltung von Strukturen und Prozessen in einem Unternehmen im Sozial- und Gesundheitswesen ist für die dort beschäftigten Sozialfachkräfte von entscheidender Bedeutung. Über formelle Strukturen und Prozesse wird das "Miteinander" in einem Unternehmen geregelt. Kompetenzen und Kommunikationswege werden dadurch transparent und verbindlich, Abläufe werden vereinheitlicht. Aber auch zahlreiche informelle Regelungen in einem Unternehmen sorgen mit dafür, dass eine effektive und effiziente Leistungserbringung möglich wird. Diese dürfen nur nicht den Unternehmenszielen und -werten widersprechen. Der Begriff Unternehmen wird in diesem Beitrag nicht nur für renditegesteuerte, wirtschaftliche Einrichtungen benutzt, sondern dient als Synonym für einen Betrieb, eine Einrichtung oder eine Organisation im Sozial- und Gesundheitswesen.

Die Kenntnis von Strukturen und Prozessen ist jedoch auch aus einer anderen Perspektive relevant. Heutige Unternehmen unterliegen vielfältigen Veränderungsprozessen und benötigen Mitarbeiter mit einem so genannten "commitment-to-change" (Herscovitch/Meyer 2002, 474). Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Gestaltung von notwendigen Veränderungsprozessen liegt neben der Schaffung von Transparenz in der aktiven Einbindung der Mitarbeiter. Ziel muss es sein, eine sich stetig den Anforderungen anpassende, eine lernende Organisation zu werden (Senge 2011, 78).
1 Grundlagen der Organisationslehre

Die unternehmensbezogene Organisationslehre beschäftigt sich mit Strukturen (Aufbauorganisation) und Prozessen (Ablauforganisation) in einem Unternehmen. Im Mittelpunkt steht dabei eine möglichst effektive und effiziente Gestaltung, mit der die Gesamtaufgabe eines Unternehmens bewältigt und die Unternehmensziele erreicht werden sollen. Hierbei reicht es heute nicht mehr aus, den Fokus ausschließlich auf die technische Organisation eines Unternehmens zu richten. Insbesondere die sozialen Bedingungen, z.B. das Betriebsklima oder die Arbeitszufriedenheit, müssen heute beachtet und mitgestaltet werden (Loffing/Loffing 2010, 132).
1.1 Der Organisationsbegriff und relevante Merkmale von Organisationen

Der Begriff Organisation wird in der Literatur nicht einheitlich verwendet. Vielmehr existiert eine Vielzahl an Begriffsbestimmungen, die sich zum Teil inhaltlich überschneiden, aber auch andere Schwerpunkte setzen.

Während Kosiol unter Organisation "die zielorientierte, integrative Strukturierung von Ganzheiten oder Gefügesystemen" versteht (1976, 21), definiert Vahs Organisation als den "bewussten Entwurf von Regeln und Strukturen [...], die Gebilden, wie beispielsweise einem Unternehmen, eine Ordnung geben" (1999, 8). Schwarz sieht in dem Begriff Organisation dagegen ein "System dauerhaft angelegter betrieblicher Regelungen, das einen möglichst kontinuierlichen und zweckmäßigen Betriebsablauf sowie den Wirkzusammenhang zwischen den Trägern betrieblicher Entscheidungsprozesse gewährleisten soll, gleichgültig, ob diese Regelungen schriftlich vorliegen oder nicht" (1972, 13). In diesen Zusammenhang bringt Wöhe noch einen weiteren Aspekt ein, wenn er erklärt: "Unter Organisation verstehen wir einerseits den Prozess der Entwicklung der Ordnung aller betrieblichen Tätigkeiten (Strukturierung) und andererseits das Ergebnis dieses gestalterischen Prozesses, d. h. die Gesamtheit aller Regelungen, deren sich die Betriebsleitung und die ihr untergeordneten Organe bedienen, um die durch Planung entworfene Ordnung aller betrieblichen Prozesse und Entscheidungen zu realisieren" (1996, 250).

Bereits aus dieser kurzen Analyse ausgewählter Definitionen wird deutlich: Obwoh

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