text.skipToContent text.skipToNavigation

Der Einfluss der sozialen Kontexte auf das Rauchverhalten der 14 bis 16 jährigen österreichischen Jugendlichen mit besonderem Augenmerk auf die Mädchen von Aichholzer, Nina (eBook)

  • Erschienen: 23.02.2009
  • Verlag: GRIN Verlag
eBook (ePUB)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Einfluss der sozialen Kontexte auf das Rauchverhalten der 14 bis 16 jährigen österreichischen Jugendlichen mit besonderem Augenmerk auf die Mädchen

Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: gut, Universität Wien, 62 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Familie, Schule, Peers und die Medien als Einflussfaktoren auf das Rauchverhalten von 14 - 16-jährigen österreichischen jugendlichen Mädchen und Burschen werden in dieser Arbeit unter die Lupe genommen.

Produktinformationen

    Größe: 877kBytes
    Reihe (Teil): Akademische Schriftenreihe Bd.V123051
    Herausgeber: GRIN Verlag
    Untertitel: Sekundäranalysen zum EC-Projekt 'Gender differences in smoking in young people'
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 116
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783640272532
    Erschienen: 23.02.2009
Weiterlesen weniger lesen

Der Einfluss der sozialen Kontexte auf das Rauchverhalten der 14 bis 16 jährigen österreichischen Jugendlichen mit besonderem Augenmerk auf die Mädchen

2 FORSCHUNGSFRAGE UND FORSCHUNGSDESIGN

2.1 Erklärungsmodelle zum Rauchverhalten

Auszug aus der Homepage von Austria Tabak [12] (2003):

"Für Austria Tabak ist unbestritten, dass das Rauchen von Tabakwaren mit Gesundheitsrisiken verbunden ist. Es ist nicht unsere Intention, die Bevölkerung zum Rauchen zu animieren. Vielmehr besteht unsere Zielsetzung darin, hochqualitative Produkte unseren Konsumenten, die sich zum Rauchgenuss entschieden haben, zur Verfügung zu stellen. Als Tabakwarenhersteller sprechen wir ausschließlich Erwachsene an, die sich der Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Rauchen in vollem Umfang bewusst sind. Wir wollen nicht, dass Jugendliche oder sogar Kinder rauchen bzw. sich von unseren Marketingaktivitäten - weder direkt noch indirekt - angesprochen fühlen, oder zum Rauchen animiert werden. Kampagnen zur Aufklärung Jugendlicher über die Gesundheitsrisiken des Rauchens werden von Austria Tabak mit entsprechenden Finanzmitteln unterstützt."

Warum rauchen dennoch so viele jugendliche Mädchen und Burschen, wie werden sie angesprochen und zum Rauchen animiert?

Es gibt heute viele verschiedene Theorien, warum Jugendliche rauchen und zu rauchen beginnen. In Dür/Aichholzer/Friedhuber (2003) fassten wir die verschiedenen Erklärungsmodelle für das Rauchen von Jugendlichen zusammen, die sich mehr oder weniger dominant im Denken von Eltern, LehrerInnen, ÄrztInnen und ExpertInnen der Gesundheitsförderung und der Suchtvorbeugung in den Köpfen festgesetzt haben. Diese Modelle bestimmen bisher das Problem und gelten als Grundlage zur Bekämpfung. Die sechs wichtigsten (bisherigen) Erklärungsansätze waren:

1. Mangelnde Selbstsicherheit

Im Zusammenhang mit der pubertären Identitätsentwicklung wird der Mangel an Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit als Kausalfaktor oder zumindest als wesentliche psychische Rahmenbedingung gesehen. Es wird dem Rauchen unterstellt, dass es ein Gefühl der Erwachsenheit und Sicherheit vermittelt, was den Jugendlichen gerade in der Phase der Pubertät fehlt.

2. Mediale Verführung, Werbung

Bei diesem Erklärungsansatz spielt die mediale Vermarktung von Zigaretten die Hauptrolle. Jugendliche sind demnach den vielfältigen Verführungen der Werbung psychologisch nicht gewachsen und erliegen den präsentierten Bildern. Diese Bilder vermitteln den Zusammenhang zwischen Rauchen und dem guten, angenehmen Leben. Die Inszenierung des Rauchens als cool, gutaussehend, begehrlich, weltmännisch, erfolgreich, entspannt usw. macht die Zigarette zu einem Instrument der Selbstinszenierung.

3. Vorbildwirkung Erwachsene

Wie schon im vorigen Modell wird auch hier den Jugendlichen unterstellt, dass sie Verhaltensmodelle kopieren, die ihnen zusagen. So ist es nicht verwunderlich, warum in einer Gesellschaft, in der 30 % der Erwachsenen rauchen, auch 30 % der Jugendlichen rauchen. Genauso wenig verwunderlich ist es, dass der Großteil der Jugendlichen in Österreich einen Führerschein macht, zu bestimmten Gelegenheiten Alkohol trinkt und das Ziel hat, eine Familie zu gründen.

4. Gruppendruck

Dieses Erklärungsmodell ist wohl das weitverbreiteste und etablierteste. Rauchen wird hierbei als Teil einer Gruppenkultur interpretiert und dient gemeinsam mit anderen Merkmalen wie gleiche Kleidung, eigene Sprache, spezielle Handzeichen, Begrüßungen o.ä. dazu, die Identität der Gruppe und ihrer Unterschiedlichkeit von anderen herzustellen. Wer dazugehören will, muss diese Identifikationsmerkmale mitmachen und, wenn gefordert, auch rauchen.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    Hofer life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.