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Ehrenamt verstehen Eine handlungstheoretische Analyse von Hollstein, Bettina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2015
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
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Ehrenamt verstehen

Wer das Ehrenamt fördern will, muss es verstehen. Dieses Buch liefert eine fundierte Analyse des Ehrenamts, der Motive, die ehrenamtliches Handeln antreiben, und der Situationen, in denen es entsteht. Dabei werden gängige Vorurteile über das Ehrenamt aufgedeckt und anhand von empirischen und theoretischen Argumenten entkräftet. Mithilfe der neopragmatistischen Handlungstheorie von Hans Joas zeigt die Autorin die Kontingenz, die Körperlichkeit und die Sozialität des Handelns im Ehrenamt auf. Schließlich entwickelt sie Vorschläge zur Förderung des Ehrenamts für Staat, Wirtschaft und Non- Profit-Organisationen auf der Basis eines wirtschafts- und sozialethischen Konzepts. Bettina Hollstein ist seit 1998 wissenschaftliche Kollegreferentin am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 453
    Erscheinungsdatum: 08.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593432984
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 4467 kBytes
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Ehrenamt verstehen

Vorwort
Dieses Buch verdankt sich einem langen Entstehungsprozess. Vor über 15 Jahren skizzierte ich - von Hause aus Ökonomin - ein paar Fragen in Bezug auf den ökonomischen Arbeitsbegriff, der mir angesichts des Phänomens Ehrenamt problematisch erschien. Meine eigenen Erfahrungen mit Ehrenamt ließen sich in traditionelle ökonomische Handlungsmodelle nur sehr schlecht integrieren und kaum sinnvoll rekonstruieren. Aus diesen ersten Fragen entwickelte sich eine Skizze für ein Habilitationsprojekt am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt, das gerade als erste Institution der Universität Erfurt gegründet wurde. In der Aufbauzeit der Universität geriet das Projekt in den Hintergrund - neue Aufgaben im Bereich der Geschäftsführung des Kollegs ließen es zum Privatvergnügen nach Feierabend werden. Drei Kinder sorgten für Verzögerungen im Bereich Forschungstätigkeiten und doch entwickelte sich auch dieses 'Baby' ganz langsam weiter. Einen Wachstumsschub erfasste es im Zuge der Zusammenarbeit mit Hans Joas, dessen Handlungstheorie 'Die Kreativität des Handelns' mir einen Schlüssel bot, um meine Überlegungen systematisch weiter zu entwickeln. Im Herbst 2013 wurden die Ergebnisse als Habilitationsschrift eingereicht und werden hiermit - nur geringfügig überarbeitet - einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein wesentliches Anliegen ist dabei nicht nur eine theoretische Fundierung für das Verständnis von Ehrenamt zu liefern, sondern zugleich auch Anregungen für eine konkrete Umsetzung wirtschafts- und sozialethischer Überlegungen zur Förderung des Ehrenamts. Das Ziel ist somit nicht nur ein Fachpublikum, sondern auch eine am Ehrenamt interessierte Öffentlichkeit zu erreichen.
Vielen bin ich zu großem Dank verpflichtet für kontinuierliche Unterstützung und Begleitung, allen voran meinen jeweiligen 'Chefs', die Dekane bzw. Direktoren des Max-Weber-Kollegs: Wolfgang Schluchter, der mich an das Max-Weber-Kolleg geholt hat und der ersten unbeholfenen Skizze meines Vorhabens Interesse entgegen brachte, Hans Joas, dessen Werk mir die größte Inspirationsquelle war und der mich in aller Freundschaft immer wieder mit kritischen Kommentaren zu meinen Entwürfen zu weiteren Verbesserungen anspornte, Wolfgang Spickermann, der mich in schwierigen Zeiten unterstützt und einen Forschungsaufenthalt zum Fertigstellen des Manuskripts ermöglicht hat, und schließlich Hartmut Rosa und Jörg Rüpke, die den Abschluss des Prüfungsverfahrens begleitet und mich insbesondere in der Phase der Veröffentlichung beraten und unterstützt haben.
Viele wichtige Gedanken und Impulse, Kommentare und Anregungen sowie Kritik und Verbesserungsvorschläge verdanke ich den Kolloquien und Diskussionen am Max-Weber-Kolleg mit unterschiedlichsten Fellows, Gastwissenschaftlerinnen, Kollegiaten sowie den Gesprächspartnern bei Vorträgen und Tagungen, wo ich immer wieder Teilergebnisse meiner Arbeit vorstellen und diskutieren durfte. In Seminaren des Studium Fundamentale habe ich - insbesondere in der Zusammenarbeit mit Annette Barkhaus - mit Studierenden ökonomische und philosophische Zugänge diskutiert und auf diese Weise meine Argumentation schärfen können. Mein sechswöchiger Aufenthalt am FRIAS (Freiburg Institute for Advanced Study) hat dazu beigetragen, dass ich mein Manuskript abschließen konnte. Ich danke den damaligen Leitern der School of History, Ulrich Herbert und Jörn Leonhard, für die Einladung und Wolfgang und Gudrun Reinhard dafür, dass sie mich in dieser Zeit bei sich aufgenommen und mit ihrer wunderbaren Gastfreundschaft für die allerbesten Arbeits- und Lebensbedingungen gesorgt haben.
Besondere Verdienste haben sich auch alle die erworben, die ganze Kapitel oder einzelne Textteile gelesen und kritisch kommentiert haben, u. a. Matthias Jung, Wolfgang Knöbl, Andrea Esser, Wolfgang Reinhard und viele andere. Den Gutachtern meiner Arbeit, Thomas Beschorn

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