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Geistig behinderte Menschen wünschen sich auch Kinder: Untersuchung des Spannungsverhältnisses von Sozialer Arbeit und den rechtlichen Rahmenbedingungen bei Kinderwunsch von Menschen mit geistiger Behinderung von Schrader, Carmen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
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Geistig behinderte Menschen wünschen sich auch Kinder: Untersuchung des Spannungsverhältnisses von Sozialer Arbeit und den rechtlichen Rahmenbedingungen bei Kinderwunsch von Menschen mit geistiger Behinderung

Ein gesellschaftliches Umdenken über Sexualität und Behinderung lässt sich in den letzten Jahrzehnten vermerken. Dennoch wird der Aspekt der Elternschaft nicht berücksichtigt und gilt daher weiterhin als erniedrigend für Menschen mit Behinderung. 'Normale' Frauen müssen sich rechtfertigen, weshalb sie keine Kinder bekommen möchten. Frauen mit einer Behinderung dagegen müssen sich rechtfertigen, weshalb sie sich Kinder wünschen. Menschen mit geistiger Behinderung orientieren sich in ihrer Lebensweise zunehmend an der Normalität. Dementsprechend äußern sie den Wunsch nach einer 'normalen' Familie, die in der gegenwärtigen Gesellschaft aus Vater, Mutter und Kind beziehungsweise Kindern besteht. Durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wird jedem Menschen das Recht auf Gleichheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit und Schutz von Ehe und Familie zugesprochen. Zu der freien Entfaltung der Persönlichkeit zählen auch Partnerschaft und Sexualität, so dass folglich keinem Menschen, egal ob dieser eine geistige Behinderung hat oder nicht, das Recht auf Elternschaft abgesprochen werden darf. Die Arbeit zu der Aufgabenstellung'Untersuchung des Spannungsverhältnisses von Sozialer Arbeit und den rechtlichen Rahmenbedingungen bei Kinderwunsch von Menschen mit geistiger Behinderung' beginnt inhaltlich mit einer Auseinandersetzung mit dem Kinderwunsch bei Menschen mit geistiger Behinderung. Hierbei wird der Wunsch nach einem eigenen Kind in Bezug zur heutigen Gesellschaft gesetzt und Vorurteile gegenüber einer Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung werden aufgegriffen. Nachfolgend findet eine Betrachtung der Gründe und der Motive für einen Kinderwunsch statt. Carmen Schrader, B.A. Soziale Arbeit, wurde im Jahr 1989 in Northeim geboren. Bereits während ihrer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und auch im BA-Studium entwickelte die Autorin ein besonderes Interesse an der Thematik "Kinderwunsch und Elternsch

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 51
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863419752
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 280kBytes
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Geistig behinderte Menschen wünschen sich auch Kinder: Untersuchung des Spannungsverhältnisses von Sozialer Arbeit und den rechtlichen Rahmenbedingungen bei Kinderwunsch von Menschen mit geistiger Behinderung

Textprobe: Kapitel 4.3.1, Kriterien der Aufsichts- und Erziehungspflicht: Im Folgenden werden Gesichtspunkte zu Segmenten der Elterlichen Sorge, der Aufsichts- und Erziehungspflicht, genannt. Im
1 SGB VIII sind Elternverantwortung und das Recht auf Erziehung gesetzlich formuliert. Sorgeberechtigte Eltern oder gegebenenfalls sorgeberechtigte PflegerInnen oder der Vormund des Kindes stehen in der Pflicht, das Kind oder die Kinder zu beaufsichtigen und zu erziehen. Doch sorgeberechtigte Personen müssen nicht beständig selbst die Aufsicht leisten. Diese kann durch einen Vertrag an weitere geeignete Menschen wie beispielweise Pflegeeltern und nicht sorgeberechtigte Eltern bei der Wahrung ihres Umgangsrechts durch die faktische Personensorge gemäß
1631 BGB, aber auch LehrerInnen und ErzieherInnen übertragen werden. Kann aufgrund einer geistigen Behinderung der aufsichtspflichtigen Person der Pflicht nicht nachgekommen werden, so müssen professionelle Unterstützungsangebote entwickelt und eingesetzt werden, 'um das Kind vor Schande zu bewahren.' Dementsprechend soll durch Hilfsmaßnahmen das Wohl des Kindes geschützt werden. 4.3.2, Haftpflicht: Auch hier findet eine Erläuterung eines Teiles der Elterlichen Sorge, der Haftpflicht, statt. Es soll so eine Erklärung abgeben werden, wer bei einem möglichen Schaden im Zusammenhang mit der Elterlichen Sorge zur Verantwortung gezogen werden kann. 'Die Haftpflicht der Eltern ergibt sich aus der Aufsichts- und Erziehungspflicht.' Kommt eine aufsichtspflichtige Person ihrer Pflicht nicht nach und entsteht dadurch ein Schaden, der wiederum durch Erziehung der Eltern verhindert sein sollte, so muss diese den durch die Verletzung der Pflicht entstandenen Schaden gemäß
832 BGB ersetzen. 4.4, Aspekte der professionellen Begleitung nach SGB: Im kommenden Abschnitt findet eine Beschreibung der rechtlichen Kriterien aus den Sozialgesetzbüchern (SGB) hinsichtlich der Unterstützung von Menschen mit geistiger Behinderung, die ein oder mehrere Kinder haben, statt. Benötigen Familien, in denen ein oder beide Elternteile eine geistige Behinderung haben, einen Beitrag an Hilfe, so sollten sie mit der Jugend- und/ oder Eingliederungshilfe in Kontakt treten. Mit der Hilfe zur Erziehung gemäß
27 ff SGB VIII schafft die Jugendhilfe den sorgeberechtigten Müttern und Vätern eine Möglichkeit der Unterstützung. So beschreibt Absatz 1 des Paragraphen, dass ein Anspruch auf Hilfe besteht, '[...] wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.' Weiter bietet der Paragraph im Absatz 2 Unterstützungen 'nach Maßgabe der

28 bis 35' an, wobei sich die Gewährung und nachfolgende Gestaltung der Hilfsmaßnahmen nach dem erzieherischen Bedarf im Einzelfall richten, wie die Erziehungsberatung gemäß
28 SGB VIII, in der eine ratende Unterstützung zur Bearbeitung und Lösung von individuellen und familienbezogenen Problemen als Handlungsmöglichkeit angeboten wird. Weiter wird im
29 SGB VIII die soziale Gruppenarbeit beschrieben, die sich hauptsächlich auf ältere Kinder und Jugendliche bezieht. Diesen soll durch die soziale Gruppenarbeit die Möglichkeit geboten werden, eventuelle Verhaltensprobleme und Entwicklungsschwierigkeiten durch soziales Lernen in der Gruppe zu überwinden. Auch Hilfen gemäß
30 SGB VIII unterstützen das Kind oder den Jugendlichen mit einem Erziehungsbeistand oder BetreuungshelferInnen bei der Entwicklung. Die

32 SGB VIII Erziehung in einer Tagesgruppe sowie 33 SGB VIII Vollzeitpflege beziehen sich wieder auf Kinder und Jugendliche, wobei zum einen das soziale Lernen in der Gruppe stattfindet und zum anderen eine Verbesserung der Erziehungsbedingungen für die Kinder und Jugendliche erreicht werden soll. Nach
35 SGB VIII soll Jugendlichen eine '[...] sozialpädagogische Einzelbetreuung [...] gewährt werden, die einer intensiven Unterstützung zur

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