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Werden Journalisten als Meinungsführer durch PR-Agenturen beeinflusst? Eine praxisnahe Bestandsaufnahme von Schuster, Florian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
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Werden Journalisten als Meinungsführer durch PR-Agenturen beeinflusst? Eine praxisnahe Bestandsaufnahme

In diesem Buch wird das heikle Thema der Beeinflussbarkeit von Journalisten, im Speziellen durch Öffentlichkeitsarbeiter der Public Relations, untersucht. Heikel deshalb, weil Journalisten zum einen stark zur Meinungsbildung der Bevölkerung beitragen und sich zum anderen selbst gerne als unabhängig oder als Verfechter der Meinungsfreiheit sehen. Journalisten sind aber meist Arbeitnehmer, die in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen. Ihre Hauptquellen werden immer weiter monopolisiert, die Nachfrage der Leser, Zuschauer oder Zuhörer verändert sich immer weiter in Richtung der Mainstream-Informationen ohne echten Nachrichtencharakter und die Konkurrenz durch neue Medien wächst stetig. Auch der Frage nach einer Veränderung des Verhältnisses zwischen Public Relations und Journalisten im Zeitverlauf wird nachgegangen. Dazu fließen in diese Studie die Ergebnisse der Literaturrecherche, Lehrmeinungen wie Empirie, und einer qualitativen Befragung von Journalisten und Vertretern der PR ein. Florian Schuster, M. Sc., hat an der Universität der Bundeswehr München Wirtschafts- und Organisationswissenschaften studiert und befindet sich als Oberleutnant gegenwärtig wieder im Truppendienst der deutschen Bundeswehr.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 73
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955496371
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 235 kBytes
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Werden Journalisten als Meinungsführer durch PR-Agenturen beeinflusst? Eine praxisnahe Bestandsaufnahme

Textprobe: Kapitel 2, Begriffsbestimmungen: In den folgenden beiden Abschnitten sollen die Begriffe Journalismus und PR erklärt werden, um eine Basis für das Verständnis der weiteren Arbeit zu schaffen. 2.1, Journalismus: Journalisten gelten im allgemeinen Verständnis der breiten Öffentlichkeit als unabhängige Verfechter der Presse- und Meinungsfreiheit. Durch die Multiplikatorfunktion der Veröffentlichung ihrer Meinungen und Beiträge in den verschiedenen Medien können sie durchaus als Meinungsführer oder Meinungsmacher bezeichnet werden. In Deutschland kann Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes (o.V., 1949, o.S.) als Grundlage journalistischer Arbeit dienen: 'Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.' Damit hat jeder das Recht, journalistisch zu wirken, ohne ein tatsächlicher Journalist sein zu müssen. Die Begriffe Presse und Medien werden in dieser Arbeit als Synonyme gesehen, auch wenn die Presse im engeren Sinn nur Zeitungen und Zeitschriften umfasst. Für einen wissenschaftlichen Ansatz sind viele bisherige Definitionsversuche des Journalismus eng gefasst und setzen bei Handlungen von Personen an. Für Leonhard (1976, S. 7) ist es eine in Presse, Funk und Fernsehen 'als Handwerk betriebene Kunst', Interessierten Ereignisse bekannt zu machen und zu erklären. Eine andere Definition sieht Journalismus ursprünglich nur als die Bezeichnung für eine berufsmäßige schriftstellerische Tätigkeit bei der Presse, die heute aber auch gleichartige Arbeiten für Rundfunk und Fernsehen beinhaltet. Journalismus basiert dabei auf der Berichterstattung von Begebenheiten, wie sie sich zum Zeitpunkt des Schreibens zeigen, ohne auf eine endgültige Untersuchung der Situation zu zielen (Silbermann, 1982, S. 199). Nach Weischenberg (1981, S. 96) ist Journalismus die hauptberufliche Tätigkeit zur Sammlung, Prüfung, Auswahl, Verarbeitung sowie Verbreitung von Nachrichten, Kommentaren und Unterhaltungsinhalten durch Massenmedien. Journalisten arbeiten hierbei als feste oder freie Mitarbeiter für Presse, Rundfunk, Agenturen, Pressedienste und Pressestellen. Weischenberg trennt hierbei nicht zwischen Journalisten und PR-Mitarbeitern. Ein solcher Praktizismus macht eine genaue und vollständige Identifizierung des Journalismus schwierig (Rühl, 1980, S. 11). Weischenberg (2004, S. 41 f.) erkennt später selbst, dass durch Kommerzialisierung und Technisierung in den Mediensystemen diese Schwierigkeiten noch größer geworden sind. Deshalb entwickelt er einen komplexen Journalismusbegriff mit Hilfe der Systemtheorie, die den Journalismus als, in soziale Prozesse eingebundenen, Handlungszusammenhang begreift. Weischenberg, Malik und Scholl (2006, S. 346 f.) definieren Journalismus auf Basis der Systemtheorie dazu auf drei Ebenen: gesellschaftlich, organisatorisch und die Ebene der professionellen Akteure. Auf der gesellschaftlichen Ebene ist Journalismus ein soziales System mit der Funktion, neue und relevante Themen, welche auf Tatsachenerfahrungen beruhen, für die öffentliche Kommunikation bereit zu stellen. Dies geschieht 'durch die professionelle Fremdbeobachtung der verschiedenen Gesellschaftsbereiche'. Damit lässt sich Journalismus von anderen Formen öffentlicher Kommunikation, wie PR oder Werbung und anderen gesellschaftlichen Teilbereichen unterscheiden. Auf organisatorischer Ebene setzen Medienbetriebe und Medienangebote, als Institutionen des Journalismus, journalistische Funktionen operativ um, indem sie durch spezifische Regeln und Routinen fortwährend journalistische Kommunikation generieren. Da diese journalistische Kommunikation sich durch ihren Bezug zu 'Aktualität, Faktizität und Relevanz' auszeichnet, können j

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