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Zur Bedeutung der eigenen Familie für Bewohnerinnen und Bewohner eines Altenheims - eine empirische Untersuchung von Althoff, Christiane (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.08.2012
  • Verlag: Examicus Verlag
eBook (ePUB)
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Zur Bedeutung der eigenen Familie für Bewohnerinnen und Bewohner eines Altenheims - eine empirische Untersuchung

Examensarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 2, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, welche Bedeutung die Familie im Leben der Altenheimbewohner hat. Diese Thematik kann man aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln bearbeiten. Man könnte - ausgehend von einer histori-schen Betrachtung der Familie - die Rolle der alten Menschen in unserer Gesell-schaft und ihre Stellung in der heutigen Familie beleuchten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 87
    Erscheinungsdatum: 02.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656980506
    Verlag: Examicus Verlag
    Größe: 401kBytes
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Zur Bedeutung der eigenen Familie für Bewohnerinnen und Bewohner eines Altenheims - eine empirische Untersuchung

II. Stand der Forschung

Im folgenden Kapitel sollen die Ergebnisse empirisch ausgerichteter Arbeiten vorgestellt werden, die sich bereits mit dem Themenbereich "Altenheimbewohner und deren Familie" beschäftigt haben. Keine Berücksichtigung finden in diesem Kapitel ausländische Untersuchungen (vgl. z.B. Townsend 1957), da sie nicht zu vergleichbaren Ergebnissen führen. Eine Ausnahme bildet dabei die Studie von Rosenmayr und Köckeis (1965), die in Wien durchgeführt wurde.

Es gibt eine unüberschaubare Menge an Untersuchungen, die sich sehr allgemein mit dem Leben von Senioren in unserer Gesellschaft auseinandersetzen, wesentlich geringer ist allerdings die Zahl der Arbeiten, die sich ausschließlich mit alten Menschen in Heimen beschäftigen. Hier sind z.B. Arbeiten von Wildner et al. (1984) oder Thomae (1989) zu nennen, die sich mit der Lebenszufriedenheit und dem Alltag im Heim beschäftigen.

Untersuchungen, die sich mit dem Zusammenhang "Leben im Altenheim" und "Kontakte zur Familie" befassen, gibt es nur sehr wenige. Im folgenden sollen nun drei sehr wichtige dieser Untersuchungen in ihrer Vorgehensweise und ihren Ergebnissen in chronologischer Abfolge vorgestellt werden. Es handelt sich um die Arbeiten von Rosenmayr und Köckeis (1965), Fisseni (1977) und Spindler (1997).

Die Untersuchung von Leopold Rosenmayr und Eva Köckeis (1965) "Umwelt und Familie alter Menschen" ist eine sehr bekannte und in anderer gerontologischer Literatur häufig zitierte Arbeit. 1956/57 wurde eine erste Erhebung in Wien durchgeführt, in der sowohl allein lebende alte Menschen als auch Heimbewohner zu ihrem Alltag befragt wurden. Im vorliegenden Zusammenhang ist allerdings nur die zweite Untersuchung aus dem Jahre 1960 von Bedeutung, die sich ausschließlich mit Heimbewohnern beschäftigt.

Insgesamt wurden 92 alte Menschen aus vier verschiedenen sog. Altersheimstätten Wiens befragt und beobachtet. In diesen Altersheimstätten leben die Bewohner noch in einer eigenen Wohnung, es werden vom Personal aber viele Hilfen im Alltag angeboten. Die Wohnform entspricht also den in Deutschland bekannten Altenwohnheimen.

Anhand der Interview- und Beobachtungsergebnisse machen Rosenmayr und Köckeis Aussagen zu ganz unterschiedlichen Themen, wie z.B. zu den "äußeren Lebensumständen, der Wohnung, der Einrichtung und Umgebung" (1965: 98). Das "Kernstück" (1965: 98) der Untersuchung sind allerdings die Sozialbeziehungen der Bewohner.

Um die Sozialbeziehungen zu messen, wurden die gezielten Kontakte eine Woche lang gezählt. "Das sind in erster Linie Besuche, die in der Wohnung entweder des Befragten oder seiner Kontaktperson stattfinden, dann auch sonstiges beabsichtigtes Zusammentreffen der beiden Personen" (Rosenmayr/Köckeis 1965: 102). Zufällige Begegnungen, die nicht über ein kurzes Gespräch hinausgingen, wurden nicht berücksichtigt.

Die Messung fand sowohl durch Befragung der Bewohner als auch durch Beobachtungen der Versuchsleiter statt; man erhielt eine gute Übereinstimmung der Ergebnisse. Für jeden Kontakt wurde ein Punkt gezählt, jeder Bewohner hatte also am Ende der Woche eine bestimmte Punktzahl für seine Kinder, seine Enkelkinder, andere Verwandte, Bekannte etc.. Diese Werte konnten in der Auswertung miteinander verglichen werden.

Der Kontakt zu den Kindern bzw. Schwiegerkindern und Enkeln ist bei den meisten Bewohnern sehr gut, "die Mehrzahl sieht die Angehörigen zumindest einmal monatlich, während etwa ein Zehntel mehrmals wöchentlich mit jemandem von der Familie beisammen ist. Kontaktmangel besteht fast nur dann, wenn keines der Kinder in Wien lebt" (Rosenmayr/Köckeis 1965: 104). Die Entfernung spielt also eine entscheidende Rolle bei der Anzahl der K

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