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Internationale Reihengeschäfte in der Umsatzsteuer Umsatzsteuerliche Risiken kennen - Vermögensschaden vermeiden; Reihe Betriebliche Praxis von Wilde, Jörg (eBook)

  • Verlag: Walhalla und Praetoria Verlag GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
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Internationale Reihengeschäfte in der Umsatzsteuer

Ausländische Lieferbeziehungen im Reihengeschäft Umsatzsteuerliche Reihengeschäfte mit Auslandsbezug können in der Anwendung eine große Hürde darstellen und werden oftmals fehlerhaft beurteilt. Das kann zum Vermögensschaden führen, wenn der Fehler erkannt wird und das Finanzamt die Umsatzsteuer hierfür verlangt. Dieser Fachratgeber Reihe Betriebliche Praxis: Reihengeschäfte in der Umsatzsteuer soll helfen, Fehler zu minimieren, indem die wichtigsten Bestandteile des Reihengeschäfts erläutert werden: Tatbestandsmerkmale Kommissionsreihengeschäfte ins Ausland Fallstricke Innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft Inland, Drittland, EU-Mitgliedsstaat
Besonders hilfreich: Die unterschiedlichen Probleme und Fallkonstellationen von Reihengeschäften werden anhand einer Beispielsfirma praxisnah dargestellt. Jörg Wilde , Diplom-Finanzwirt, ist Betriebsprüfer in der Finanzverwaltung. Erfolgreicher Fachautor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802905148
    Verlag: Walhalla und Praetoria Verlag GmbH & Co. KG
    Größe: 789 kBytes
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Internationale Reihengeschäfte in der Umsatzsteuer

Tatbestandsmerkmale des Reihengeschäfts

Bevor man sich mit der Zuordnung von bewegter Lieferung, ruhender Lieferung und der damit verbundenen Ortsbestimmung auseinandersetzt, muss anhand der oben genannten vier Tatbestandmerkmale zunächst festgestellt werden, ob überhaupt ein Reihengeschäft vorliegt. Ist das nämlich nicht der Fall, kann man sich alle weiteren Gedanken hierzu sparen.

3 Abs. 6 Satz 5 UStG verlangt, dass mehrere Unternehmer über einen Gegenstand einen Liefervertrag abschließen. Damit ein Reihengeschäft überhaupt zustande kommt, müssen also mindestens drei Beteiligte involviert sein. Der Begriff Beteiligte ist hier bewusst gewählt, da der letzte Abnehmer in der Reihe auch eine Privatperson sein darf.
Merke:

Mindestens drei Beteiligte.

Davon müssen mindestens zwei Beteiligte Unternehmer sein.

Der letzte Abnehmer kann Unternehmer, aber auch eine Privatperson sein.

Die Beteiligten im Reihengeschäft müssen über denselben Liefergegenstand einen Liefervertrag abschließen (A 3.12 Abs. 4 UStAE). Das heißt, dass der Gegenstand vom Beginn der Reihe bis zu dem Ende der gleiche Gegenstand sein muss.
Beispiel:
Der Unternehmer A bestellt beim Unternehmer B 100 Kaffeemaschinen Typ XR. B hat diese nicht vorrätig und bestellt die Kaffeemaschinen beim Hersteller C. Der Hersteller C liefert 100 Kaffeemaschinen Typ XR an A aus.

Die drei Unternehmer (A, B und C) schließen jeweils über 100 Kaffeemaschinen des Typ XR einen Liefervertrag ab. Da C diesen Typ auch an A ausliefert, wurden die Lieferverträge über denselben Gegenstand abgeschlossen.

Wird der Gegenstand allerdings be- oder verarbeitet, muss geprüft werden, wer diese Be- oder Verarbeitung vorgenommen oder veranlasst hat. Wurde die Be- oder Verarbeitung vor Beginn der ersten Lieferung vorgenommen, kann davon ausgegangen werden, dass alle Beteiligten in der Reihe über diesen be- oder verarbeiteten Gegenstand - also denselben - einen Liefervertrag geschlossen haben.

Wird der Gegenstand von einem der Abnehmer be- oder verarbeitet, kann man grundsätzlich nicht mehr von demselben Gegenstand sprechen - mit der Folge, dass kein Reihengeschäft vorliegt. Das ist häufig bei Werklieferungsverträgen der Fall. Maßgeblich ist hier der Vertrag und welche Leistungen im Einzelnen geschuldet werden. Gleiches gilt, wenn durch den Abnehmer eine Be- oder Verarbeitung vorgenommen wird, die die Eigenschaft des Gegenstands verändert.
Beispiel:
Der Unternehmer A bestellt beim Unternehmer B ein Regalsystem für seine Lagerhalle. A und B vereinbaren den Kauf sowie den Aufbau des Regalsystems. Die Lieferung soll mit Abnahme des Regals durch A erfolgen. B lässt die einzelnen Regalteile von Hersteller C anfertigen. Die Regalteile gelangen von C nach A. Nach Eintreffen baut B die Teile zu dem bestellten Regalsystem zusammen.

Es liegt kein Reihengeschäft vor, da die einzelnen Verträge zwischen A und B sowie B und C nicht über denselben Gegenstand abgeschlossen sind. Zwar werden am Ende Regalteile geliefert, jedoch schuldet jeder dem anderen Beteiligten eine andere Leistung. B hat mit C vereinbart, Regalteile an A zu liefen. C schuldet dem B also die Lieferung einzelner Regalteile. B hat mit A ein Vertrag über ein fertiges Regal abgeschlossen. B schuldet dem A also nicht nur die Regalteile, sondern auch den Aufbau des gesamten Regals. Erst mit dem Aufbau hat B seine Lieferung erbracht. Demzufolge haben A und B sowie B und C nicht über denselben Gegenstand einen Liefervertrag abgeschlossen.
Merke:
Wird der Gegenstand von einem der Abnehmer in der Reihe be- oder verarbeitet, kann dies dazu führen, dass es sich nicht mehr um denselben Gegenstand handelt.

Das Reihengeschäft setzt voraus, dass der Gegenstand,

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