text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung - Erwachsenenvertretung So sorgen Sie für den Notfall vor (Ausgabe Österreich) von Veith, Alfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.07.2018
  • Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung - Erwachsenenvertretung

Für alle Fälle

Sehr viele Menschen können aufgrund von Pflege- oder Betreuungsbedürftigkeit ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln. Wie Sie in diesem Fall am besten vorsorgen und Familienangehörige unterstützen können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Die Experten Michael Doschko und Alfred Veith geben viele praktische Tipps und machen konkrete Formulierungsvorschläge für die Errichtung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen. In der zweiten Auflage wurden vor allem die weitreichenden Änderungen durch das neue Erwachsenenschutzgesetz ab 1. Juli 2018 berücksichtigt. Eine Liste mit Anlaufstellen sowie Links zu weiterführenden Informationen runden den Ratgeber ab.

Mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind Sie für den Notfall gewappnet.

Mag. Alfred Veith ist Notarsubstitut in Wien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 12.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709409381
    Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
    Größe: 2698 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung - Erwachsenenvertretung

Vorsorge für den Fall der Entscheidungs- und Geschäftsunfähigkeit - Das Viersäulenmodell

Das Gesetz sieht nunmehr im Rahmen eines Viersäulenmodells mehrere Möglichkeiten vor, wie für den Fall der Entscheidungs- bzw. Geschäftsunfähigkeit vorgesorgt werden kann:

Zunächst ist es jemandem, der noch bei voller geistiger Gesundheit ist, unbenommen, im Rahmen einer eine Person auszuwählen, der eine genau geregelte Vollmacht für notwendige Vertretungshandlungen im Falle einer Entscheidungs- und Geschäftsunfähigkeit übertragen wird.

Personen, die bereits beeinträchtigt sind und daher keine umfassende Vorsorgevollmacht mehr erteilen können, steht die zur Verfügung. Hier ist es möglich, eine Person eigener Wahl zu seinem Vertreter zu bestellen. Grundvoraussetzung ist aber, dass zumindest 16 die Tatsache der Vollmachtserteilung noch verstanden wird. Ein genaues Verständnis für Einzelheiten der Vertretungsmacht ist hier nicht mehr erforderlich.

Wenn man jedoch nicht mehr in der Lage ist, eine Vorsorgevollmacht zu errichten oder einen Erwachsenenvertreter zu wählen, können nächste Angehörige die beanspruchen. Derjenige aus dem Kreis der nächsten Angehörigen, der dies unter Vorlage der nötigen Dokumente beantragt, wird als Vertreter der betroffenen Person im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis eingetragen.

Für Geschäftsunfähige, die keine Angehörigen haben, deren Angehörige eine gesetzliche Erwachsenenvertretung nicht wahrnehmen wollen und die nicht über ausreichend Entscheidungsfähigkeit verfügen, um einen Erwachsenenvertreter zu wählen oder einen Vorsorgebevollmächtigten zu beauftragen, kann schließlich ein bestellt werden.

Der Betroffene selbst oder jede andere Person (Arzt, Angehörige etc) können die Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters beim zuständigen anregen. Die Pflegschaftsgerichtsbarkeit wird in Österreich von den Bezirksgerichten ausgeübt; diese bieten (meistens am Dienstagvormittag) einen sogenannten Amtstag an. Am Amtstag kann die Bevölkerung bei Gericht Informationen einholen und mit den Richtern sprechen. Dabei kann man einerseits die Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters anregen und sich andererseits beraten lassen. Auch eine formlose schriftliche Eingabe ist möglich.

Im Bereich der Personen- und Vermögenssorge ist grundsätzlich jenes Bezirksgericht örtlich zuständig, in dessen Sprengel der Betroffene seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Hinweis

Ein Link zur Liste der Österreichischen Bezirksgerichte befindet sich im Serviceteil.

Ein Verfahren zur Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters wird eingeleitet, wenn das Pflegschaftsgericht davon erfährt, dass eine bestimmte Person ("betroffene Person") einen gerichtlichen Erwachsenenvertreter benö 17 tigen könnte. Wie schon erwähnt, kann grundsätzlich jeder die Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters anregen, eine allfällige Bestellung erfolgt sodann von Amts wegen. Die Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters kann jedoch nur der Betroffene selbst.

Im Bereich der "Personen- und Vermögenssorge" muss das Gericht von Amts wegen tätig werden. Das heißt, das Gericht hat, ohne dass ein Antrag notwendig ist, ein Verfahren zur Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters einzuleiten, sobald es Kenntnis davon erlangt, dass eine Person einen Vertreter benötigen könnte.

Bevor das Gericht einen gerichtlichen Erwachsenenvertreter bestellen darf, ist folgendes Verfahren einzuhalten:
-
Liegen konkrete und begründete Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters vor, so hat das Gericht zunächst einen mit der Abklärung zu beauftragen.
Hinweis

Kontaktdaten von Erwachsenenschutzvereinen finden Si

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    HOFER life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest du alle deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.