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Wirtschaftsprivatrecht von Fischer, Peter C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2016
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
31,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Wirtschaftsprivatrecht

Das Lehrbuch vermittelt in komprimierter und verständlicher Form die erforderlichen Grundkenntnisse im Wirtschaftsprivatrecht für Studierende der Bachelor-Studiengänge. Im Mittelpunkt stehen dabei - nach einem Überblick über die Rechtsordnung - das Bürgerliche Gesetzbuch und das Handelsgesetzbuch, daneben werden aber auch andere wirtschaftsrechtlich relevante Gebiete wie insbesondere das Gesellschaftsrecht und das Arbeitsrecht angesprochen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf praxisrelevanten und internationalen Problemstellungen. Prof. Dr. Peter C. Fischer, M.C.J., Notar a.D. und Attorney at Law (New York), lehrt Wirtschaftsprivatrecht an der Hochschule Düsseldorf. Vor seiner Lehrtätigkeit war er sechzehn Jahre als Rechtsanwalt in Frankfurt a. M., Düsseldorf und London im grenzüberschreitenden Wirtschaftsrecht tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 252
    Erscheinungsdatum: 27.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170301344
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 2503 kBytes
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Wirtschaftsprivatrecht

1 Einführung in die Rechtsordnung

Der Begriff Recht bezeichnet einerseits die Summe aller Rechtsnormen (Recht im objektiven Sinne), wird aber auch zur Kennzeichnung individueller Ansprüche verwendet (subjektives Recht). Innerhalb des subjektiven Rechts wird zwischen Rechten, die gegenüber jedermann gelten (absolute Rechte wie z. B. das Eigentum), und Rechten, die nur zwischen bestimmten Personen gelten (relative subjektive Rechte wie etwa Ansprüche der Parteien aus einem Kaufvertrag), unterschieden. Nicht sämtliche zwischenmenschlichen Beziehungen werden durch das Recht geregelt, es gibt auch rein gesellschaftliche oder sittliche Verpflichtungen ohne rechtliche Relevanz.

Beispiel: Eine Einladung zum Abendessen begründet regelmäßig keinen rechtlichen Anspruch auf Durchführung des Abendessens (vgl. Brox/Walker , BGB AT, Rd. 2).
1.1 Die Einteilung der Rechtsordnung

Die Rechtsordnung lässt sich in das Privatrecht und das Öffentliche Recht oder aber auch in das materielle Sachrecht und das formelle Verfahrensrecht oder auch nach den verschiedenen Rechtssetzungsebenen (Rechtsnormenpyramide) unterteilen. Diese drei Unterscheidungen sollen nachstehend etwas genauer dargestellt werden.
1.1.1 Privatrecht und Öffentliches Recht

Das Privatrecht (auch als Zivilrecht bezeichnet) umfasst nach traditioneller Auffassung die Rechtsgebiete, bei denen sich zwei Parteien auf gleicher Ebene gegenüberstehen, ohne dass ein juristisches Über- und Unterordnungsverhältnis existiert (sog. Subjektstheorie). Die h.M. heute nimmt die Abgrenzung zwischen Privatrecht und Öffentlichem Recht danach vor, ob bei einem Rechtsverhältnis wenigstens ein Teil in seiner Eigenschaft als Träger hoheitlicher Gewalt beteiligt ist (sog. Sonderrechtslehre; vgl. Dietlein/Endriss/Feuerborn , Grundlagen, Rd. 2 u. 25; Brox/Walker , BGB AT, Rd. 10). In der Regel führen beide Ansätze der Abgrenzung zu demselben Ergebnis und ergänzen einander. Relevant wird diese Abgrenzungsfrage z. B., wenn es um die Bestimmung der zuständigen Gerichte (Zivilgericht oder Verwaltungsgericht) geht.

Hinweise : Bereits diese Abgrenzung von Öffentlichem und Privatem Recht macht deutlich, dass die Jurisprudenz von Meinungsstreitigkeiten geprägt wird, was gerade diejenigen, die sich erstmals mit dem Recht beschäftigen, irritieren könnte. Dabei verwenden die Juristen immer sehr schnell die Bezeichnungen Theorie oder Lehre, was wissenschaftstheoretisch nicht immer zutreffend sein mag. Im Rahmen dieses Kurzlehrbuchs für angehende Betriebswirte wird die Darstellung von juristischen Meinungsstreitigkeiten jedoch nur einen geringen Raum einnehmen und eher exemplarischen Charakter haben. Diese Theorienstreitigkeiten der Juristen haben auch etwas Positives: In Juraklausuren gibt es nicht die eine richtige Lösung, sondern eine Vielzahl vertretbarer Ergebnisse, wichtig ist lediglich, dass man die Probleme erkennt und diese dann mit den juristischen Methoden - wie die nachstehende dargestellten Auslegungsregeln für Rechtsnormen - löst. Hat man dies einmal begriffen, kann man viel entspannter in die WPR-Klausur gehen, weil man in der Lage ist, jeden beliebigen Fall in vertretbarer Art und Weise zu bearbeiten - deswegen ist die bei Studierenden beliebte Frage nach der Klausur "Wie lautet das Ergebnis?" gar nicht entscheidend, vielmehr sollte die Frage an den Dozenten lauten "Waren A, B, C die Probleme?" - der Weg ist das Ziel (!).

Primäre Handlungsform ist im Privatrecht der Vertrag (vgl.

145 ff. BGB).

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