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Wirtschaftsrecht Sachenrecht Insolvenzrecht Internationales Privatrecht von Haarmeyer, Hans (eBook)

  • Verlag: Kohlhammer
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Wirtschaftsrecht

Band 2 des Handbuchs zum Wirtschaftsprüfungsexamen behandelt das deutsche, europäische und internationale Wirtschaftsrecht: Sachenrecht einschließlich der sachenrechtlichen Wertpapiere und Sanierungs- und Insolvenzrecht. Die Rechtsgebiete haben besondere unternehmerische Bedeutung etwa als Kreditsicherungsrecht. Die rechtlichen Grundlagen werden praxisnah und in ihren wirtschaftlichen Zusammenhängen dargestellt. Die Autoren werten die Themenstellungen in den Wirtschaftsprüfungsexamina der letzten Dekade aus und vermitteln auch die Kompetenzen zum gestalterischen Umgang mit Sachverhalten. Das Handbuch wendet sich besonders an Kandidaten in der Vorbereitung auf das Wirtschaftsprüfungsexamen, an Studenten zur gezielten und umfassenden Vorbereitung auf einschlägige Klausuren, aber ebenso an Praktiker, die Antworten auf konkrete Fragestellungen suchen. Neben den theoretischen Grundlagen des Sachenrechts, des Sanierungs- und Insolvenzrechts sowie des internationalen bzw. europäischen Wirtschaftsrechts, nimmt insbesondere auch die gutachterliche Prüfung von Fällen durch die Bereitstellung von Prüfungsschemata und die Besprechung von Beispielen breiten Raum ein. Das Sanierungs- und Insolvenzrecht wird besonders für Praktiker ergänzt durch klare Erläuterungen und Checklisten zu den Anforderungen an die insolvenzrechtliche Rechnungslegung, an die Erstellung von Sanierungsplänen und zu Restrukturierungsmöglichkeiten. Zugleich sollen damit Studierende gezielt an die Berufstätigkeit des Wirtschaftsprüfers als Berater in Krisensituationen herangeführt werden. Dr. Volker Mayer, Professor an der TH Köln mit den Forschungsgebieten Wirtschaftsrecht, Bilanz- und Steuerrecht; Programmleiter des zum verkürzten WP-Examen führenden Masterstudiengangs mit den Anerkennungen für Wirtschaftsrecht und Betriebswirtschaft.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 380
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170307100
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 5138 kBytes
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Wirtschaftsrecht

1. TeilSachenrecht

A.Grundlagen

I.Begriff und Überblick: "das Sachenrecht"

1 Sachenrecht trifft den Inhalt dieses Bandes nur zum Teil. Der überwiegende Umfang widmet sich den Verfügungsgeschäften . Dazu gehören v.a. die Übereignungstatbestände (

929ff. und
873) und der gutgläubige Erwerb des Eigentums (

932ff. und
892). Ebenso gehören dazu die Einräumung und die Übertragung von Nutzungs- und Verwertungsrechten an beweglichen und unbeweglichen Sachen. Verfügungsgeschäfte sind (wie vertragliche Schuldverhältnisse) einfach Rechtsgeschäfte. Dazu gehört auch die Abtretung von Forderungen. Sodann behandelt dieser Band einige gesetzliche Schuldverhältnisse , die nämlich durch die Einräumung von Nutzungs- und Verwertungsrechten an Sachen geschaffen werden. Alles das ist strenggenommen kein Sachenrecht, vielmehr handelt es sich um Rechtsgeschäfte und allgemeines Schuldrecht.

2 Sachenrecht sind dann nur die Befugnisse und Ansprüche, die den Inhalt des Eigentums und der dinglichen Verwertungs- und Nutzungsrechte (als sog. beschränkte dingliche Rechte) bilden. Dazu gehören insbesondere die

985ff., welche nicht nur betreffend das Eigentum gelten, sondern durch zahlreiche Verweisungen auch weitgehend für die übrigen dinglichen Rechte. Aber auch darauf ist vielfach Schuldrecht anwendbar.

3 Nachfolgend werden, eingebettet in ein grundsätzliches Verständnis von Vermögensrechten, zuerst die verfügenden Rechtsgeschäfte und damit die Übertragung aller Vermögenspositionen nebeneinander gestellt. Daran schließt sich die Erläuterung derjenigen Sachen und Sachbestandteile an, an denen überhaupt dingliche Rechte (Sachenrechte) bestehen können, gefolgt von den Inhalten dieser Sachenrechte (Eigentum und davon abgespaltene beschränkte dingliche Rechte). Die jeweiligen Erwerbs- und Übertragungsmöglichkeiten stehen sodann wieder damit im Zusammenhang (Verfügungsgeschäfte und der gesetzliche Erwerb).

4 Die sachenrechtlichen Wertpapiere sind Teil der Verfügungsgeschäfte: Traditionspapiere schaffen zusätzliche Übertragungstatbestände für die ihnen zugrundeliegenden Waren.
II.Bedeutung einer Eigentumsordnung

5 Die Freiheit der Person liegt als tragende (vor-rechtliche) Entscheidung dem Bürgerlichen Gesetz zugrunde. Eine wesentliche Ausprägung ist die Freiheit des Wirtschaftens, die nach dem Verständnis der Gesetzesverfasser insbesondere im freien Handel mit Gütern bestand. Handel braucht neben seiner Möglichkeit zu freier Betätigung (in der Vertragsfreiheit einschließlich der Klagbarkeit vereinbarter Forderungen und Pflichten) Sicherheit in Bezug auf den Vermögensbestand als Grundlage und Ziel jedes Wirtschaftens.

6 Das vorliegend darzustellende zivilrechtliche Eigentum ist lediglich ein Ausschnitt dessen, was Grund und Zweck von "Privateigentum" ist. Individualzweck des Privateigentums ist die individuelle Sicherheit in der Vorsorge für die Zukunft, Eigenverantwortung und die Möglichkeit freier Lebensentfaltung des Einzelnen, wozu auch das Recht auf Vererbung und die Gewährleistung von Schadensersatz im Falle widerrechtlicher Eigentumsverletzung gehört. Privateigentum ist zugleich Teil der Friedensordnung einer Gesellschaft, als es die Disposition über Konsum- wie Produktionseigentum regelt. Als Sozialzweck führt es zu einer besseren Auswertung der verfügbaren Güter, die über das Interesse am selbst zu verantwortenden Fruchtgenuss gesteuert wird. Jede legitime Rechtsordnung muss deshalb eine Privateigentumsordnung vorsehen. Privateigentum ist eine Forderung aus der Natur der individuellen menschlichen Person und zugleich der Natur der Gesellschaft. Die Ausgestaltung ist dennoch stets eine zeitgebundene Erscheinung der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zustände: Privateigentum füh

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