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Ihr Recht als Mieter 60 ausführliche Fallgeschichten von Althoetmar, Kai (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Ihr Recht als Mieter

Ihr Recht bei Mietvertrag, Nebenkosten, Kaution, Eigenbedarf, Mängeln & Mietminderung, WG & Wohnheim, Haus, Garten & Balkon und vielem mehr. Wohnen zur Miete? Welche Rechte und Pflichten hat der Mieter? 'Ihr Recht als Mieter' beantwortet die wichtigsten Fragen rund um gemietete Wohnungen & Häuser kompetent, unterhaltsam und ohne Fachchinesisch und Jurakauderwelsch. In 60 ausführlichen Fall- und Rechtsgeschichten werden die wichtigsten Themen aus dem Alltag von Mietern leicht verständlich dargestellt. Das Buch ist in sechs Themenkomplexe gegliedert: von 'Mietvertrag' bis 'Nebenkosten'. Experten vom Deutschen Mieterbund kommen ebenso zu Wort wie Anwälte für Mietrecht und andere Fachleute. Ergänzt werden die Texte um eine Vielzahl von Aktenzeichen zu Mietrechtsurteilen - vom Amtsgericht bis zum Bundesgerichtshof. Vom Autor auch erschienen: 'Clever bauen. Praxisratgeber für Bauherren'.

Kai Althoetmar, Jahrgang 1968, ist Diplom-Volkswirt sozialwissenschaftlicher Richtung und Absolvent der Kölner Journalistenschule. Als hauptberuflicher freier Autor hat er sich mit zahllosen Veröffentlichungen zu Mietrechtsthemen einen Namen gemacht: als Verbraucherautor, der informativ, kompetent und zugleich für Laien verständlich schreibt, auch wenn der Sachverhalt kompliziert ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 175
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738082562
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 341kBytes
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Ihr Recht als Mieter

Die Portale haben auch Nachteile: Der Rechtsrat kann nur so gut sein, wie es die Frage ermöglicht. Drückt sich der Mandant unklar aus oder nennt er wichtige Details nicht, hakt es. Ist die Sichtung von Unterlagen - Mietvertrag oder Nebenkostenabrechnung - durch den Anwalt nötig, taugt eine Plattform eher weniger - oder es wird entsprechend teurer. In Zeiten von PDF-Programmen können Unterlagen schnell digital miteingereicht werden, doch will jeder Anwalt den Aufwand für das Duchforsten der Unterlagen entsprechend honoriert sehen. Nachfragen ist schwierig. Auf Friedmanns Plattform ist nur bei Verständnisproblemen eine Nachfrage gestattet. Wer weitere Fragen hat, muss zur Kanzlei und zahlt extra.

Die Auskünfte der Anwälte sind durchwachsener Qualität. Oft sind mehr als 80 Prozent der Antworten Textbausteine. Sie wurden dann aus bereits vorhandenen Schriftsätzen, Kommentaren und Gesetzestexten bloß einkopiert. Viel Text, wenig Arbeit - nicht jeder Mandant erkennt das. Bei komplexen Problemen gilt ohnehin: Mehrere Meinungen hören, erst dann entscheiden.

V. Garten, Balkon & Feiern

30. Genervt von Nachbars Tierhaltung

Frösche, Hähne & Kaninchen: Welche Tiere im Garten erlaubt sind.

Nachbars Vieh kann mächtig nerven - und auch das Kleingetier. Manch einer fühlt sich von der Tierhaltung seiner Mitmenschen derart um Ruhe und Augenweide gebracht, dass er das garstige Getier wie den Frosch im Märchen am liebsten gegen die Wand klatschen möchte. Der Rechtsstandpunkt der Tiergegner ist jedoch oft schwach, und das nicht nur gegenüber Fröschen.

Nachbarn können sich gegen die Tierhaltung nebenan wehren, wenn sie in der Nutzung ihres Grundstücks beeinträchtigt werden. Gründe können Lärm, Gestank oder Verunreinigungen sein.

"Grundsätzlich gehört die Tierhaltung aber zur üblichen Benutzung eines Grundstücks und kann deswegen nicht ohne weiteres untersagt werden", weiß Professor Robert Schweizer, Anwalt und Experte für Nachbarschaftsrecht. Etwas anderes gelte nur bei gefährlichen Tieren: Könne sich ein solches Tier frei bewegen oder treffe der Halter nicht die nötigen Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz Dritter, liege eine Ordnungswidrigkeit vor, so Schweizer. Folge kann ein Bußgeld sein. Beispiele wären ein bissiger Hund oder ein nicht eingezäunter Stier.

Ein Dauerbrenner ist das Thema Gestank. Viel hängt davon ab, was ortsüblich ist, ob man auf dem Land oder in der Stadt lebt. "Prägen also Bauernhöfe den Alltag in den Dörfern, dann gehört der typische Gestank von Dung & Co. dazu", schreiben Wolfgang Jüngst und Matthias Nick in ihrem Ratgeber "Wenn der Nachbar nervt". Die Autoren verweisen auf ein Urteil des Landgerichts Paderborn, wonach der dorftypische Geruch zu dulden sei (Az.: 3 O 344/97).

Nachbarn müssen auch Gartenteiche hinnehmen, wenn der Grenzabstand eingehalten wurde und der Teich abgesichert ist. Dazu zähle, so Jüngst und Nick, dass das Grundstück und der Teich eingezäunt seien und sichergestellt sei, dass kein Wasser unkontrolliert abfließen könne, etwa auf das Grundstück des Nachbarn.

Siedeln sich im Teich Frösche an, ist das Gequake hinzunehmen, denn die Amphibien stehen unter Naturschutz. Allenfalls in Wohngebieten kann die Umsiedlung von Fröschen, die in einem künstlich angelegten Teich ausgesetzt wurden, verlangt werden - wenn die Naturschutzbehörde eine Ausnahme macht. Bei Naturteichen ist Froschlärm immer zuzumuten.

Grundsätzlich kann sich der Nachbar bei Haustieren auf den "Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch" berufen, den das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Paragraf 1004 regelt. So urteilte das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, dass 35 krakeelende Papageien auf einem Wohngrundstück des Guten zu viel seien (Az.: 8 A 11802/03). Werden gesetzliche

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