text.skipToContent text.skipToNavigation

Arbeitsrecht von Bredereck, Alexander (eBook)

  • Erschienen: 15.09.2015
  • Verlag: Stiftung Warentest
eBook (PDF)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Arbeitsrecht

Ob Bewerbung, Gehaltsverhandlung, Urlaub, Krankheit oder Arbeitszeugnis: Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertreten oft unterschiedliche Ansichten. Aber beide haben Rechte und Pflichten. Dieses lösungsorientierte Buch für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zeigt, an welchen Punkten sich häufig Streitfälle entwickeln und wie beide Parteien reagieren. Durch die Gegenüberstellung beider Positionen werden Probleme schnell erkannt und begriffen. Praxisnahe Beispiele stellen den wahrscheinlichsten Ablauf in einem Schlagabtausch vor und zeigen Wege zur aktiven und konstruktiven Konfliktlösung für beide Seiten auf. Wissen, was die Gegenseite denkt, spart Zeit, Geld und Nerven.

Produktinformationen

    Größe: 2971kBytes
    Reihe (Teil): Stiftung Warentest
    Herausgeber: Stiftung Warentest
    Untertitel: Alle typischen Streitfälle und wie man sie aktiv löst
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 176
    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783868517514
    Erschienen: 15.09.2015
Weiterlesen weniger lesen

Arbeitsrecht

Vor Beginn des Arbeitsverhältnisses

Schon vor Abschluss des Arbeitsvertrags sollten einige Entscheidungen abgewogen und Fallstricke vermieden werden.

Beachtet man diese nicht, können sich Arbeitnehmer Chancen verbauen oder sich unter Umständen sogar strafbar machen. Arbeitgebern drohen bei Fehlern in der Durchführung des Bewerbungsverfahrens oder im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Arbeitsvertrags erhebliche finanzielle Nachteile oder sogar eine Klage wegen (tatsächlicher oder unbeabsichtigter) Benachteiligung (siehe "Die richtige Stellenausschreibung", S. 12 ).

Bei der Wahl ihres Arbeitgebers treffen Arbeitnehmer drei Grundsatzentscheidungen, die zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung in ihrer Bedeutung selten erkannt werden. Wie steht es zum Beispiel um die Arbeitsplatzsicherheit bei einer späteren Krise des Unternehmens? Welche Arbeitnehmerrechte kann man real bei einem künftigen Arbeitgeber durchsetzen? Bietet der Arbeitsvertrag genügend Spielraum für die persönliche Entwicklung?
Grundsatzentscheidung 1: Größe des Betriebs

Wer eine Stelle in einem Kleinbetrieb mit nicht mehr als zehn Mitarbeitern annimmt, verzichtet auf einen Kündigungsschutz (siehe "Ordentliche Kündigung ...", S. 151 ) und damit häufig auch auf viele Arbeitnehmerrechte. Aus Angst vor einer Kündigung, die jederzeit ohne Abfindung möglich ist, wird der Arbeitnehmer die Durchsetzung seiner Rechte im Einzelfall sehr genau abwägen.

Beispiel: Der Arbeitgeber zahlt wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten eine verbindlich zugesagte Prämie nicht. Der Arbeitnehmer kann diese unproblematisch, notfalls auch gerichtlich einfordern. Aber wird er dies tun, wenn er keinen Kündigungsschutz hat?
Grundsatzentscheidung 2: Betriebsrat

Wer eine Stelle bei einem Arbeitgeber mit Betriebsrat antritt, hat mit diesem einen wichtigen Interessenvertreter und zusätzlichen Ansprechpartner zur Verfügung. Ein installierter Betriebsrat bedeutet einen effektiveren Kündigungsschutz (siehe "Betriebsrat", S. 118 ; "Kündigung", S. 150f .). Ein Betriebsrat kann schon bei einer Mindestzahl von fünf Arbeitnehmern gegründet werden. In der Praxis passiert dies allerdings kaum.

Der Arbeitgeber muss bei der Gründung seines Betriebs die Verpflichtung zur Installation eines Betriebsrates bei einer Belegschaftsgröße von fünf Arbeitnehmern und mehr berücksichtigen. Will er das vermeiden, sollte er lieber verzichtbare Aufgaben ausgliedern oder gegebenenfalls auf ein oder mehrere Geschäftsfelder verzichten. Ist die Ausweitung auf mehr als 10 Belegschaftsmitglieder erforderlich, müssen die Arbeitsverträge unbedingt zuvor überarbeitet werden. Wenn die Arbeitnehmer Kündigungsschutz haben, sind Änderungen in den Verträgen nicht mehr ohne Weiteres durchsetzbar (siehe "Änderung ...", S. 163 ).
Grundsatzentscheidung 3: Tarifvertrag

Wer eine Stelle bei einem Arbeitgeber antritt, dessen Betrieb keinem Tarifvertrag (siehe "Ohne allgemeinverbindlichen Tarifvertrag", S. 23 ) unterliegt, kann nicht auf automatische Lohnerhöhungen hoffen. Er wird künftig entweder regelmäßig das Arbeitsentgelt neu verhandeln oder inflationsbedingt eine schleichende Vergütungsminderung in Kauf nehmen müssen.
Irrtümer beim Abschluss eines Arbeitsvertrags

Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages unterliegen Arbeitnehmer wie Arbeitgeber immer wieder Irrtümern. Regelmäßig werden Probezeit und Wartezeit bis zum Eintritt des Kündigungsschutzes verwechselt. Die Möglichkeiten, einen Arbeitsvertrag zu befristen, sind häufig nicht bekannt oder werden nicht genutzt. Die drei größten Irrtümer werden hier besprochen.
Irrtum 1: Kündigungsschutz

Gerade wenn Arbeitnehmer sich aus einer bestehenden Beschäftigung heraus bewerben, glauben sie häufig, dass der Ausschluss einer Probezeit Sicherheit im Hinblick auf die Beschäftigung bietet. Das ist a

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    Hofer life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.