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Erben, vererben und vermachen Erbfolge - Testament - Pflichtteil - Schenkung - Erbengemeinschaften - Steuern - Die besten Tipps von Würth, Nicole (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2016
  • Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
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Erben, vererben und vermachen

Wer bekommt was? In Deutschland werden jährlich Milliardenwerte vererbt. Wer kein Testament macht, lässt seine Erben oft mit einer Fülle von Problemen allein. Rechtzeitig zu regeln, in welcher Weise das Vermögen auf die Erben übergehen soll, hilft nicht nur, Streit zu vermeiden, sondern kann die Erben auch vor unnötig hoher Steuerlast schützen. Von der gesetzlichen Erbfolge über das Testament und den Erbvertrag bis hin zu Erbengemeinschaften führen die Autorinnen Schritt für Schritt durch alle geltenden Regelungen. Anhand vieler Beispiele und Checklisten erläutern sie das richtige Vorgehen, aber auch Stolperfallen im Bereich des Erbrechts. Nicole Würth, selbstständige Rechtsanwältin, seit mehreren Jahren Fernsehautorin für ARD und ZDF, Inhaberin der Film- und Fernsehproduktion

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 168
    Erscheinungsdatum: 08.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709407554
    Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
    Größe: 8740 kBytes
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Erben, vererben und vermachen

KAPITEL 1

Die gesetzliche Erbfolge

Wer erbt eigentlich, wenn der Erblasser weder Testament noch Erbvertrag hinterlassen hat? Diese Frage ist wichtig, denn nur knapp 30 Prozent aller Deutschen legen zu Lebzeiten fest, was nach dem Tod mit dem eigenen Vermögen passieren soll. Bei all denjenigen, die das nicht tun, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge ein. Für sie regelt der Staat, was nach dem Tod mit dem Nachlass geschieht.

gut zu wissen

Erben nach Ordnungen

Erben erster Ordnung sind immer die direkten Abkömmlinge des Verstorbenen, das heißt seine Kinder, die Enkel und die Urenkel. Dazu gehören auch die nichtehelichen Kinder.

Erben zweiter Ordnung: Dazu gehören zum einen die Eltern des Verstorbenen, aber auch deren Abkömmlinge. Das sind dann die Geschwister des Toten, seine Neffen und Nichten so wie auch deren Kinder.

Erben dritter Ordnung: Darunter fallen die Großeltern des Verstorbenen sowie deren Abkömmlinge, also Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen sowie deren Kinder.

Erben vierter Ordnung sind entferntere Voreltern des Verstorbenen wie Urgroßeltern sowie deren Abkömmlinge.

Erben fünfter und weiterer Ordnung sind entferntere Voreltern des Verstorbenen sowie dessen Abkömmlinge.

Faustregel: So lange ein Verwandter aus der vorrangigen Ordnung beim Tod des Erblassers noch lebt, gehen alle Verwandten der niedrigeren Ordnung leer aus. Ehepartner spielen dabei eine gesonderte Rolle.

Ob das dem künftigen Erblasser recht ist, kann er aber erst beurteilen, wenn er weiß, wer nach der gesetzlichen Erbfolge überhaupt erben würde. Erst dann kann er nämlich einschätzen, ob ein Testament in seinem Fall sinnvoll ist oder nicht.

Wenn es um die Frage geht, wer von den Verwandten erbt, teilt der Gesetzgeber die Erben in verschiedene Ordnungen ein: Hat der Erblasser Verwandte erster Ordnung wie etwa Kinder, dann gehen die Erben der nachrangigen Ordnung leer aus. Gibt es dagegen keine Erben der ersten Ordnung, kommen die Erben der zweiten Ordnung, also Eltern und Geschwister, zum Zuge. Gibt es auch keine Erben der zweiten Ordnung, dann erben die Erben dritter Ordnung und so weiter.
Wenn der Verstorbene Kinder hinterlässt

Hinterlässt der Verstorbene Kinder, dann sind diese immer seine gesetzlichen Erben. Denn sie sind Erben erster Ordnung und schließen damit die Erben der anderen Ordnungen von der gesetzlichen Erbfolge aus. Hat der Verstorbene mehrere Kinder hinterlassen, erben diese zu gleichen Teilen. So bekommt bei zwei Kindern jedes die Hälfte des hinterlassenen Vermögens, bei drei Kindern jedes ein Drittel, bei vier Kindern jedes ein Viertel und so weiter.

Ist eines der Kinder des Verstorbenen bereits tot, bekommen die anderen seinen Anteil zu gleichen Teilen.

Doch Vorsicht: Nicht immer können sich die Geschwister in diesen Fällen über ein größeres Erbe freuen. Hat nämlich das verstorbene Kind des Erblassers selbst Kinder hinterlassen, treten diese Enkelkinder des Erblassers an seine Stelle und bekommen dann den Anteil des verstorbenen Kindes.

Beispiel

Fall 1: Der Erblasser hinterlässt drei Kinder. Emma, Susanne und Ralf. Eigentlich würde jeder ein Drittel des Erbes bekommen. Ist Ralf zum Zeitpunkt des Erbfalles auch schon tot, bekommen Emma und Susanne je die Hälfte.

Fall 2: Der Sohn Ralf ist zwar verstorben, hinterlässt aber selbst zwei Kinder. In diesem Fall erben Emma und Susanne je ein Drittel. Das eigentlich Ralf zustehende Drittel teilen sich seine zwei Kinder. Die beiden Kinder bekommen also je ein Sechstel.

Lebt ein Erbe, so schließt er seine eigenen Abkömmlinge von der Erbfolge aus. Enkel sind so zwar Erben erster Ordnung - genauso wie die Kinder des Erblassers. Sie bekommen aber nichts, wenn die Großeltern sterben und die Eltern (und damit die Kinder der Verstorbenen) noch am Le

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