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So nicht! Der Kündigungs-Ratgeber Arbeitsrecht Vom Profi für die Praxis von Scholl, Jost (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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So nicht! Der Kündigungs-Ratgeber Arbeitsrecht

So nicht! Der Kündigungs-Ratgeber Arbeitsrecht - Vom Profi für die Praxis - stellt Ihnen bei einer bevorstehenden oder schon ausgesprochenen Kündigung alles Wesentliche leicht verständlich, komprimiert und in prägnanter Form dar. Der Ratgeber enthält viele Beispiele, Musterschreiben, Chance-Risiko-Abwägungen und Vorschläge speziell zu folgenden Themen: - betriebsbedingte/-krankheits/-verhaltensbedingte Kündigung - Probezeitkündigung - fristlose Kündigung - Verdachts-, Druck-, Droh-, leistungsbedingte Kündigung (low-performer) - Aufhebungs-, Abwicklungsvertrag & gerichtlicher Vergleich - Sperrzeit bei Arbeitslosengeld I - Anrechnung von Abfindung, Arbeitsentgelt & Urlaubsabgeltung auf das Arbeitslosengeld I - Arbeitslosengeld II (Sozialhilfe) - Praxis vor Gericht, Anwalt & Behörden - Wie gewinne ich - Rechtsschutzversicherung - Wie finde ich einen guten Rechtsbeistand? - Kosten - Sonderkündigungsschutz: Mutterschutz - Elternzeit - pflegende Arbeitnehmer - Schwerbehinderung/ Gleichstellung - Betriebs-/Personalratsmitglieder - Azubis & Sonstige - Kündigungskompetenz - Fristen - Zeugnis - Betriebs-/Personalrats-/SP-Anhörung - Betriebs(teil)stilllegung/-übergang - Insolvenz - Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement - Änderungskündigung & Ihre Reaktionsmöglichkeiten Ein wichtiger Ratgeber für alle, die nichts zu verschenken haben und effektiv-professionell handeln wollen, damit Sie Ihrem Arbeitgeber deutlich selbstbewusster gegenübertreten können.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 04.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739270494
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 516kBytes
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So nicht! Der Kündigungs-Ratgeber Arbeitsrecht

5. Teil: Die Folgen der Beendigung
I. Das Zeugnis:

Endet Ihr Arbeitsverhältnis - egal aus welchem Grund - haben Sie Anspruch auf ein Arbeitszeugnis,
109 GewO. Dieses Recht steht Ihnen immer zu, es sei denn Sie haben erst vor kurzem - ca. Jahr - Ihr letztes Zeugnis erhalten und es sind keine Änderungen eingetreten. Auch wenn Sie Volontär, Praktikant oder freier Mitarbeiter sind, steht Ihnen der Anspruch zu,
16, 26 BBiG, 630 BGB.

Bei Zeugnissen wird das einfache und das qualifizierte Zeugnis sowie ein End- und Zwischenzeugnis unterschieden. Das einfache enthält primär Aussagen über die Art und Dauer Ihrer Arbeit. Das qualifizierte ist deutlich länger und ansprechender. Es beschreibt kurz das Unternehmen Ihres Arbeitgebers sowie die Art und Dauer Ihres Einsatzes Ihre Arbeitsauffassung, Leistung und Ihr Verhalten gegenüber Kunden, Kollegen und Ihrem Arbeitgeber. In der Praxis ist das einfache Zeugnis nur bei sehr kurzen Einsätzen (ein Quartal) und/oder ungelernten Tätigkeiten verbreitet. Üblich ist ansonsten immer ein qualifiziertes.

Ein Zwischenzeugnis können Sie verlangen, wenn sich Ihre oder die Verhältnisse des Unternehmens verändern, z. B. wenn Sie sich innerbetrieblich bewerben, eine Auszeit nehmen, ein Wechsel Ihres Vorgesetzten erfolgt oder ein Betriebsübergang naht. Sollten Sie sich bei einem anderen Arbeitgeber bewerben wollen, haben Sie zwar einen Zeugnisanspruch, verdeutlichen dadurch aber Ihrem Arbeitgeber, dass Sie wechselwillig sind, wenn o. g. Gründe nicht vorliegen. Das ist in der Praxis nicht unbedingt von Vorteil. Ein Endzeugnis steht Ihnen bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, zu. Damit Sie sich bereits vorher bewerben können, muss das Ende absehbar sein, was immer mit Ausspruch der Kündigung oder der Befristung der Fall ist.

Arbeitsunterbrechungen durch Krankheit, Elternzeit, etc. dürfen hierin nicht angegeben werden, es sei denn, diese waren sehr lang und das Arbeitsverhältnis sehr kurz. Der Grund des Ausscheidens findet nur auf Ihren Wunsch Erwähnung im Zeugnis.

Beachten Sie, dass Ihr Zeugnis immer ein Original mit Originalunterschrift mindestens Ihres Vorgesetzten, wenn nicht sogar Arbeitgebers, sein muss und keine Mängel wie (Recht-) Schreibfehler, optische Auffälligkeiten (Knicke) haben darf. Ansonsten muss Ihr Arbeitgeber Ihnen ein neues Zeugnis zur Verfügung stellen. Das Zeugnis trägt immer das Datum Ihres Ausscheidens.

Im Übrigen gelten die Grundsätze der Zeugniswahrheit und der wohlwollenden Zeugnisbewertung , wobei Ihrem Arbeitgeber aber ein Beurteilungsspielraum zusteht, der bei Zeugniskorrekturstreitigkeiten durch das Gericht nur eingeschränkt auf grobe Fehler und beleidigenden Inhalt überprüft werden kann. In der Praxis hat sich aber eine freundliche Zeugnishandhabung entwickelt. Sie haben deshalb gute Chancen Ihr Zeugnis mit einer Zeugnisberichtigungsklage zu verbessern. Hierfür müssen Sie aber beschreiben und beweisen , dass Sie entsprechend gut waren, ansonsten steht Ihnen keine bessere Beurteilung als eine durchschnittliche zu, wenn Ihr Arbeitgeber nichts unterdurchschnittliches beweisen kann. In der Praxis erhalten Sie aber bei einer Zeugnisberichtigungsklage mindestens von der Formulierung und dem Gesamteindruck her ein besseres Zeugnis.

Dagegen haben Sie keinen Anspruch auf eine für ein mindestens vernünftiges Zeugnis übliche Schlussformulierung dass Ihr Arbeitgeber Ihnen dankt und alles Gute wünscht. Deshalb ist das der einzige wesentliche Trumpf Ihres Arbeitgebers Ihr Zeugnis zu verschlechtern. Aber auch hier wird vor Gericht eine Lösung gefunden mit dem beide Parteien leben können. Im Gegensatz zu anderen gerichtlichen Streitigkeiten lohnt bei Zeugnissen immer ein Vergleich.

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