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Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf Eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde könnte helfen, die Menschen ausreichend mit Kleidung, Papier, Öl, Brennstoff, Nahrung, Baumaterial und vielen Medizinen zu versorgen von Herer, Jack (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.11.2014
  • Verlag: Nachtschatten Verlag
eBook (ePUB)
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Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf

Eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde könnte helfen, die Menschen ausreichend mit Kleidung, Papier, Öl, Brennstoff, Nahrung, Baumaterial und vielen Medizinen zu versorgen. Binnen weniger Jahre wurde aus der geächteten Droge ein allseits gepriesener 'nachwachsender' Bio-Rohstoff. 'Es gibt nur eine Pflanze, die als nachwachsender Rohstoff in der Lage ist, den grössten Teil an Papier, Textilien und Nahrungsmitteln, sowie des Energieverbrauchs zu liefern und die zugleich die Umweltverschmutzung eindämmt, die Böden verbessert und unsere Luft reinigt: es ist eine alte Gefährtin, die dies schon immer getan hat: Cannabis, Hanf, Marihuana.' (Jack Herer) Aufrüttelnd wie ein Enthüllungsbuch, spannend wie ein Krimi, faktenreich wie eine Enzyklopädie: Jack Herers Hanfbuch wurde zum Auslöser einer weltweiten Wiederentdeckung von Hanf als Bio-Rohstoff. Heilmittel, Kleidung, Baustoffe, Farben, Lacke, Speiseöle, Papier - am Hanf kommen Medizin, Industrie und Politik langfristig nicht mehr vorbei. Kaum ein anderer Stoff hat ein ökologisch so wertvolles Potential. Der Bestseller: 123'000 Exemplare in 42 Auflagen seit 1993.

Mathias Bröckers Redakteur der 'taz' und Kolumnist für 'Die Zeit' und 'Die Woche' schrieb mit Jack Herer den bahnbrechenden Bestseller 'Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf' (1993). Mitautor von 'Hanf im Glück' (Nachtschatten Verlag). Verfasser von 'Cannabis Hanf Hemp Chanvre Canamo' (AT Verlag) und des aktuellen Bestsellers 'Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.' (Zweitausendundeins).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 526
    Erscheinungsdatum: 06.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783037882184
    Verlag: Nachtschatten Verlag
    Größe: 18178kBytes
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Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf

Einleitung

Hanfpapier, wie es für die Erstauflage dieses Buchs eigens hergestellt wurde, konnte sich bislang nur als Fein- und Briefpapier durchsetzen, nicht aber als Buchdruckpapier.

Hanfpapier hätte die vorliegende Neuauflage über die Maßen verteuert, deshalb wurde für sie Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet.

Für dieses Buch mußte kein Baum gefällt werden. Es ist, neben einem Anteil Altpapier, aus einer Pflanze hergestellt, die um ein Vielfaches schneller wächst als Bäume: Cannabis sativa - Hanf. Fast zwei Jahrtausende wurde Hanf als Papierrohstoff verwendet, erst die industrielle Revolution ersetzte ihn durch einen neuen, scheinbar kostenlosen Rohstoff: Wald. Zusammen mit dem Holz hielt auch die Chemie Einzug ins Papier, denn ohne chemische Leimung ließ sich aus Holz kein Papier machen. Was dieser Fortschritt mit sich brachte, wurde erst Jahrzehnte später deutlich: Die Säuren im Holzpapier reagierten ätzend, und die daraus hergestellten Bücher zerfielen. Betroffen von diesem Büchersterben in den Bibliotheken sind nur die ab etwa 1850 aus Holz hergestellten Werke. Die Gutenberg-Bibel aus dem 15. Jahrhundert und sogar noch sehr viel ältere Bücher blättern sich dagegen wie am ersten Tag - sie wurden auf einem Papier gedruckt, dessen Rohstoff auf natürliche Weise zusammenhält und keiner chemischen Behandlung bedarf: Papier aus Hanf. Im zweiten vorchristlichen Jahrhundert war in China die Papierherstellung aus Hanffasern erfunden worden, und China ist heute das einzige Land, das noch in nennenswerten Mengen "baumfreies" Hanfpapier herstellt. Der Rest der Welt stillt seinen Papierhunger mit der Kettensäge. Über 90 Prozent des Papiers wird weltweit aus Holz gewonnen, weniger als 15 Prozent werden recycelt, der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Deutschland bei etwa 230 Kilogramm. Dafür werden nicht nur Urwälder in Skandinavien und Nordamerika, sondern zunehmend auch tropische Regenwälder angegangen. Ein einziges Hektar Hanf aber bringt auf Dauer die mindestens 5fache Menge Papier wie ein gleich großer Wald - Papier von höherer Qualität und mit weniger Chemie. Das einzige "Umweltpapier", das diesen Namen wirklich verdient, denn es schont nicht nur die Gewässer und die Böden, sondern darüber hinaus auch die Wälder, die Lungen unseres Planeten.

Papier ist nur eines von vielen Produkten, das uns Cannabis liefern kann. Hanf zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit, und keine andere Nutzpflanze hat in der Geschichte eine universellere Verwendung gefunden: Die Fasern des Hanfs lieferten Seile und Segel, Jacken, Hosen und Textilien aller Art, von feinster Leinenwäsche bis zur unverwüstlichen Jeans; die fett- und eiweißreichen Samen dienten als Grundnahrungsmittel und ihr Öl als Brennstoff für Lampen sowie als Rohstoff für Farben und Lacke; und die Blätter und Blüten des Hanfs lieferten eine Medizin, die Cannabis bei allen Völkern der Welt zu einem der wichtigsten Heilkräuter machte. Hanf war von alters her das universale Überlebensmittel der Zivilisation, der ertragreichste und am schnellsten nachwachsende Rohstoff der gemäßigten Klimazonen. Wie diese "Milch der Götter" zum Paria der Nutzpflanzen wurde, davon berichtet dieses Buch.

Das Schicksal, von der industriellen Revolution überrollt worden zu sein, teilt der Hanf mit vielen anderen pflanzlichen Rohstoffen, einzig aber ist seine Rolle, als Nutzpflanze international verbannt und geächtet zu sein. Wie in der Bundesrepublik ist in den meisten westlichen Ländern der Hanfanbau gesetzlich verboten, mit der Begründung, daß aus seinen Blättern und Blüten "Rauschgift" gewonnen werden könne. Daß das Kraut und das Harz des Hanfs - Marihuana und Haschisch - eine berauschende Wirkung haben, war von Anbeginn der menschlichen Hanfnutzung bekannt; Cannabis ist die wohl älteste Droge überhaupt. Ihre Einstufung als gefährliches Rauschgift indessen ist ein Produkt der Neuzeit; genauer: jener Anti-ha

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