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Die APO und die 60 er Themenzusammenfassung von Delißen, Thom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.06.2016
  • Verlag: TD Textdesign
eBook (ePUB)
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Die APO und die 60 er

Die APO in den 1960er Jahren In der Bundesrepublik Deutschland verstärkte sich ab Mitte der 1960er Jahre mit der Studentenbewegung, die mit der APO oft synonym gesetzt wird, die bis dahin bedeutendste außerparlamentarische Opposition in Deutschland (die sich selbst im Kürzel APO benannte). Ihre besonders von den Universitätsstädten ausgehenden Aktivitäten erreichten in den Jahren 1967 und 1968 ihren Höhepunkt. Die häufig in Bezugnahme auf diese Zeit ihrer Hochphase auch 68er-Bewegung genannte studentische APO wurde im Wesentlichen getragen durch den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS). Die APO entwickelte sich aus der Opposition gegen die seit 1966 regierende sog. große Koalition aus CDU und SPD unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) und die von dieser Regierung geplante Notstandsgesetzgebung, die letztlich gegen die Proteste der APO und das Votum der einzigen kleinen Oppositionspartei FDP durchgesetzt wurde. Die somit nahezu fehlende Opposition im Deutschen Bundestag und das verbreitete Gefühl, durch keine der im Bundestag befindlichen Parteien angemessen vertreten zu werden, begünstigte das Erstarken der außerparlamentarischen Opposition. Des Weiteren forderte die APO eine Demokratisierung der Universitätspolitik (ein Motto der Studentenbewegung, das die Verkrustung der Strukturen an den Hochschulen aufzeigen sollte, lautete: 'Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren'). Man warf der Elterngeneration, die sich nur für wirtschaftlichen Wiederaufbau interessiere, eine gesellschaftliche Verdrängung der Verbrechen des Nationalsozialismus vor und insbesondere die Tatsache, dass immer noch ehemalige Nationalsozialisten in hohen und höchsten Ämtern saßen. Die APO kritisierte die Notstandgesetzgebung mit ihrer weitgehenden Entrechtung und Kontrolle der Bürger im Eventualfall, die die Assoziation an den Faschismus weckten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 736
    Erscheinungsdatum: 16.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958497528
    Verlag: TD Textdesign
    Größe: 552 kBytes
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Die APO und die 60 er

Außerparlamentarische Opposition

Außerparlamentarische Opposition (APO) beschreibt eine Opposition

(lateinisch oppositio 'Entgegensetzung'), die außerhalb des Parlamentes

stattfindet, weil sie entweder in den im Parlament vertretenen oder

sonstigen Parteien (noch) kein Sprachrohr hat oder auch gar nicht haben

will.

Abgrenzung zur parlamentarischen Opposition

Oppositionsparteien in einer Parlamentarischen Demokratie können im

Parlament vertreten sein, gehören aber nicht der Regierung an. Aber auch

Parteien, die nicht im Parlament vertreten sind, werden im allgemeinen

Sprachgebrauch nicht zur "außerparlamentarischen Opposition" gerechnet,

wenn sie darauf abzielen, ihre politischen Ziele parlamentarisch zu

erreichen. So wird zum Beispiel die FDP nicht zur außerparlamentarischen

Opposition gerechnet, obwohl sie seit 2013 nicht mehr im Bundestag

vertreten ist.

Nicht nur in Staaten ohne demokratisch gewähltes Parlament und ohne frei

organisierte Parteien äußert sich die Opposition häufig im Bereich der

Kunst (Schriftsteller, Theater, Pop-Musik, siehe auch Underground (Kunst)),

der Kirche oder zum Beispiel innerhalb von Umweltschutzgruppen; aber gerade

in diesen Staaten ist dies oft der einzige verbleibende Weg. Im Extremfall

bleibt nur die Möglichkeit illegaler Untergrundarbeit des Widerstandes.

Situation in Deutschland

Eine außerparlamentarische Opposition kann sich in Deutschland vor allem

auf die Grundrechte Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und

Versammlungsfreiheit berufen, um ihre Forderungen öffentlich darzustellen.

Neue politische Strömungen beginnen ihre Arbeit meist erst außerhalb der

Parlamente und kommen etwa über die Länderparlamente unter Umständen bis in

den Deutschen Bundestag oder sogar bis in die Bundesregierung Deutschlands.

Ein Beispiel für diesen Weg ist die Partei Die Grünen, die im Januar 1980

entstand und später als Bündnis '90/Die Grünen in einer Koalition mit der

SPD von 1998 bis 2005 die Bundesregierung stellte.

Die APO in den 1960er Jahren

In der Bundesrepublik Deutschland verstärkte sich ab Mitte der 1960er Jahre

mit der Studentenbewegung, die mit der APO oft synonym gesetzt wird, die

bis dahin bedeutendste außerparlamentarische Opposition in Deutschland (die

sich selbst im Kürzel APO benannte). Ihre besonders von den

Universitätsstädten ausgehenden Aktivitäten erreichten in den Jahren 1967

und 1968 ihren Höhepunkt. Die häufig in Bezugnahme auf diese Zeit ihrer

Hochphase auch 68er-Bewegung genannte studentische APO wurde im

Wesentlichen getragen durch den Sozialistischen Deutschen Studentenbund

(SDS).

Die APO entwickelte sich aus der Opposition gegen die seit 1966 regierende

sog. große Koalition aus CDU und SPD unter Bundeskanzler Kurt Georg

Kiesinger (CDU) und die von dieser Regierung geplante

Notstandsgesetzgebung, die letztlich gegen die Proteste der APO und das

Votum der einzigen kleinen Oppositionspartei FDP durchgesetzt wurde. Die

somit nahezu fehlende Opposition im Deutschen Bundestag und das verbreitete

Gefühl, durch keine der im Bundestag befindlichen Parteien angemessen

vertreten zu werden, begünstigte das Erstarken der außerparlamentarischen

Opposition.

Des Weiteren forderte die APO eine Demokratisierung der Universitätspolitik

(ein Motto der Studentenbewegung, das die Verkrustung der Strukturen an den

Hochschulen aufzeigen sollte, lautete: "Unter den Talaren - Muff von 1000

Jahren"). Man warf der Elterngeneration, die sich nur für wirtschaftlichen

Wiederaufbau interessiere, ein

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