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Die Sonne schickt uns keine Rechnung Neue Energie, neue Arbeit, neue Mobilität von Alt, Franz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2016
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Wussten Sie, dass die Sonne jeden Tag 15 000-mal so viel Energie zur Erde schickt, wie die Menschen täglich weltweit verbrauchen? In der komplett überarbeiteten Neuausgabe seines programmatischen Klassikers und Weltbestsellers zeigt Franz Alt, wie wir mit einer solaren Energiepolitik die Klimakatastrophe verhindern und zugleich neue Arbeitsplätze schaffen und für eine neue Art der Mobilität sorgen können. Denn Sonnenstrahlen, Wind, Biomasse, Erdwärme und solarer Wasserstoff sind eine echte Alternative zu Atomkraft, Erdöl und Kohle.

Franz Alt, geboren 1938, war zwanzig Jahre Leiter und Moderator von "Report Baden-Baden" und bis 2003 Leiter der Zukunftsredaktion des Südwestrundfunks. Er wurde von der Europäischen Kommission mit dem ersten "Europäischen Solarpreis für Publizistik" ausgezeichnet und hält jährlich hunderte Vorträge im gesamten deutschsprachigen Raum.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 13.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492975773
    Verlag: Piper
    Größe: 3168kBytes
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Die Sonne schickt uns keine Rechnung

VORWORT ZUR AKTUALISIERTEN NEUAUSGABE 2009

Deutschland ist erneuerbar - die Welt ist erneuerbar

In der Woche, in der ich die letzten Zeilen für dieses Buch schreibe (Ende Mai 2009), veröffentlicht die Landesbank Baden-Württemberg eine Studie, die vorhersagt, dass Solarstrom bald die preiswerteste Stromquelle sein wird. Noch vor wenigen Jahren haben uns dieselben Banker erzählt, Ökostrom sei unbezahlbar. Doch die Massenproduktion von Solarzellen schafft den Durchbruch beim Preis. 2008 war der Solarstromanteil beinahe um 100 Prozent gewachsen, 2009 werde es noch mehr Wachstum geben. Schon 2012 kann der Solarstrom vom Dach in Deutschland billiger sein als der Strom aus der Steckdose. Als 1994 die erste Auflage dieses Buches erschien, hatte auch ich diese rasante Entwicklung nicht zu träumen gewagt. Wir leben im Zeitalter des bisher Undenkbaren. Zukunft entsteht immer aus Krise.

Ist auch die 100 Prozent solare Energiewende möglich? Und bis wann? Barack Obama hat diese Frage bei seiner Inaugurationsrede im Februar 2009 so beantwortet:

"Wir werden die Sonne, den Wind und die Erde nutzbar machen, um unsere Autos zu betanken und unsere Fabriken zu betreiben... Nun gibt es auch solche, die das Ausmaß unserer Ambitionen infrage stellen - die behaupten, dass unser System nicht zu viele große Pläne verträgt. Ihr Erinnerungsvermögen ist kurz. Denn sie haben vergessen, was dieses Land bereits vollbracht hat, was alle Männer und Frauen erreichen können, wenn Vorstellungskraft und der gemeinsame Zweck sich einen und sich Erfordernisse und Courage gesellen. Was die Zyniker nicht verstehen, ist, dass die abgestandenen politischen Argumente, die uns so lange ausgezehrt haben, heute nicht mehr wirksam sind."

Kurz vor dieser Rede hat der frühere US-Vizepräsident Al Gore einen Plan vorgelegt, wonach die USA ihren gesamten Stromverbrauch bis 2020 aus erneuerbaren Energiequellen produzieren können. Im Wahlkampf 2008 haben sowohl Obama, aber auch sein Gegenspieler McCain dem Plan von Al Gore zugestimmt und gesagt, dass bei entsprechendem politischen Willen dieses ehrgeizige Ziel erreichbar sei.

Kaum war Barack Obama im Amt, hat er bereits die Weichen für ein gerechteres und grünes Amerika gestellt: Die Reichen sollen mehr Steuern bezahlen, und Klimaschutz erklärte er zur Chefsache. Bis 2020 sollen die USA ihren CO 2 -Ausstoß um 14 Prozent und bis 2050 gar um 85 Prozent senken.

Und die Wirtschaftskrise? Muss jetzt nicht die Wirtschaft Priorität haben und der Klimaschutz auf bessere Zeiten warten, wie viele deutsche Bedenkenträger es fordern? Ganz anders das neue Obama-Team im Weißen Haus: "Es wäre eine Schande, eine solche Krise nicht zu nutzen", erklärte Obamas Stabschef Rahm Emanuel. Obama spricht von einer Chance für ein grünes Amerika, die sich nur einmal in einer Generation biete. Ähnlich wie in der EU sollen künftig auch in den USA die Emissionsrechte versteigert werden. Die neue US-Regierung will damit 650 Milliarden Dollar einnehmen und damit vor allem in die Entwicklung erneuerbarer Energien investieren.

Nach den ersten Monaten Amtszeit des neuen US-Präsidenten drängt sich der Eindruck geradezu auf: Yes, he can! Er wird der Architekt eines neuen Amerika werden.

Gerade die Krise ist seine Chance. Ohne Krise wäre er kaum Präsident geworden. Vielleicht ist es George W. Bushs größte Leistung, Obama als Präsident ermöglicht zu haben.

Ich zeige in diesem Buch, dass in Deutschland und Europa in den nächsten 30 Jahren der hundertprozentige Umstieg des Gesamtenergieverbrauchs auf Energie aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Bioenergie, Erdwärme und Wellenenergie möglich ist - ebenfalls bei entsprechendem politischen Willen.

Die deutschen Zyniker und Bedenkenträger, die das alles für unmöglich halten, seien an den Bau der Eisenbahnen im 19.Jahrhundert erinnert. Auch damals hatten die Bedenkenträger ähnliche Einwände wie heute die Vertreter und Anhänger

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