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Lust auf Zukunft Wie unsere Gesellschaft die Wende schaffen wird von Alt, Franz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.06.2018
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus
eBook (ePUB)
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Lust auf Zukunft

"Darum ist es höchste Zeit, die Wende zu schaffen." (Franz Alt)
Wir leben in einer Wendezeit und in einer Zeitenwende. Eine wirkliche Transformation wird aus ganz konkreten und praktischen Kehrtwendungen in vielen Bereichen bestehen: in der solaren Energieversorgung, im Verkehrswesen, in der globalen Wasserwirtschaft, der Land- und Forstwirtschaft, in der Arbeit der Zukunft - und nicht zuletzt in der weltweiten Verteilung der Macht.
Mit dieser Liebeserklärung an die Zukunft will Franz Alt zeigen, warum es nötig und wie es möglich ist, unseren Heimatplaneten für die nachfolgenden Generationen lebenswert zu erhalten.

Dr. Franz Alt, geboren 1938, Journalist und Buchautor, seit 1968 beim SWR, wo er 20 Jahre das Politmagazin Report Baden-Baden moderierte. Seit 1992 Leitung der Sendereihe "Zeitsprung" im SWF und seit 1997 des Magazins "Querdenker" in 3SAT. Franz Alt ist der am meisten ausgezeichnete deutsche Fernsehjournalist: Goldene Kamera, Bambi, Adolf-Grimme-Preis, Siebenpfeiffer-Preis, Ludwig-Thoma-Medaille, Deutscher und Europäischer Solarpreis, Welt-Windpreis, Menschenrechtspreise, Goldenes Löwenherz, Umweltpreis der Deutschen Wirtschaft, außergewöhnlichster Redner des Jahres u.v.a.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 25.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641225438
    Verlag: Gütersloher Verlagshaus
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Lust auf Zukunft

1. Urvertrauen in die Schöpfung

Die Basis einer jeden Wende ist ein Urvertrauen in die Schöpfung. Wir werden lernen müssen, mit der Natur und nicht mehr gegen die Natur und damit gegen uns selbst zu wirtschaften und zu arbeiten. Es geht heute primär um Schöpfungsfrieden, der in der Teilhabe des Menschen an Gottes Schöpfung seinen tiefsten Sinn findet. Das ist der Urgrund meiner engagierten Mitarbeit an einem neuen Zeitalter - auch noch mit 80. Diese Übung ist eine ungeheure Bereicherung: Das Solarspektrum hat spirituelle, politische, ökonomische, ökologische, kulturelle, technische, ideelle, wissenschaftliche und ganz persönliche Dimensionen.

Ich habe also als Sohn eines Kohlenhändlers im Kohlenkeller angefangen, stieg später - es ging nach oben! - aufs Solardach und greife jetzt - im hohen Alter - nach den Sternen beim Übergang in die geistige Welt, wo wir lernen dürfen, was im Angesicht Gottes Glückseligkeit ist. Dieses "Jenseits" ist nur die andere Seite unseres Daseins, des Diesseits. Der Tod ist wahrscheinlich unsere eigentliche Geburt und deshalb die beste Erfindung des Lebens. Wie sonst sollte Neues entstehen?

Wie zuvor gesagt war ich vor dem Tschernobyl-Desaster Befürworter der Atomkraft. Auch ich war also Teil des Problems, das wir heute haben. Schon deshalb muss ich mich jetzt bemühen, Teil der Lösung zu werden. Sonst hätte ich nichts gelernt in meinem Leben. Lernoffen sein bis zum Schluss, das ist der Sinn unseres Hierseins. Ich war oft ein Spätzünder in meinem Leben. Doch habe ich allerdings gelernt, dass es nie zu spät für eine Umkehr ist. Dieses Spätzündertum ist auch ein Schutz vor leichtfertigen Ideologien. So wurde ich zum fortschrittsorientierten Konservativen.

Für mich als politischen Journalisten und Publizisten ist die große Frage: Welche politischen Zukunftsideen bestimmen die geistige Hegemonie in der Gesellschaft? Dabei bin ich nur mir selbst und meinem Gewissen verantwortlich. Es gilt: Klartext reden und schreiben.

Aus welchen spirituellen Quellen wollen wir schöpfen, wenn die große Wende gelingen soll? Papst Franziskus wie auch der Dalai Lama sagen: Religiös ist, wer mitarbeitet an der Bewahrung der Schöpfung. Die notwendige Kraft, sich für die Wende einzusetzen, kommt von oben und von innen. Die einzig wichtige Zukunftsreligion ist ein gutes menschliches Herz - voller Empathie für unsere Kinder und Enkel. Liebe ist dabei ein belebendes und lebenspendendes Element. Liebe ist Energie. Energie ist Liebe.

In Mozarts "Zauberflöte" - wohl sein bedeutendstes Werk zum Thema Wandlung - heißt dieser Zauber so: "Zwei Herzen, die von Liebe brennen, kann Menschenohnmacht niemals trennen. Verloren ist der Feinde Müh, die Götter selbst beschützen sie." Dieser Zauber der "Zauberflöte" wirkt bis heute - ein Ideal von Liebe und Humanität. Die "Zauberflöte" ist eine therapeutische Oper, so wie die Bibel ein therapeutisches Buch ist - eine Anleitung zur Wandlung und Umkehr, eine Möglichkeit zur Transformation, zur Änderung. Der Wunsch, uns zu verändern, taucht oft in unseren Träumen auf. Träume können Warnsignale und Stoppschilder sein, Wegweiser in eine andere, eine neue Richtung. Im Laufe unseres Lebens und unserer "Erziehung" geht viel kindliche Fantasie verloren, und unsere Träume werden ärmer. Dennoch lebt in den Träumen auch vieler Erwachsener das "innere Kind" weiter und stärkt die Hoffnung, dass das letzte Kapitel der Menschheit nicht die atomare Apokalypse oder Klimazerstörung sein muss. Unsere seelischen Qualitäten befähigen uns, die Umwelt zu retten und Frieden zu organisieren, Macht, Kapital und Geldgier zu zähmen und Leid zu begrenzen. Kriege und Gewalt sind so wenig ein Naturgesetz wie die Ausbeutung armer Länder durch reiche.

Mal ist es ein nachhaltiger Traum, mal ein anregendes Buch, mal ein ernstes Gespräch, mal eine Meditation oder ein Gebet, mal ein tiefes seelisches Erlebnis, das uns berü

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