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Al Qaida Akteure, Strukturen, Attentate von Schröm, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2013
  • Verlag: Ch. Links Verlag
eBook (ePUB)
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Al Qaida

Seit nunmehr zehn Jahren führen Anhänger der Al Qaida einen gnadenlosen Feldzug gegen die USA und die ganze westliche Welt. Den 'Kreuzzüglern' und 'Ungläubigen' wollen sie schwere Schläge beibringen, um sie in ihrem Selbstverständnis zu erschüttern und zur Akzeptanz islamischer Wertvorstellungen zu zwingen. Erstmalig wird hier die Geschichte des Terrornetzwerkes von den Anfängen bis in die Gegenwart dargestellt. Behandelt werden die Karrieren von Osama Bin Laden, seinem Chefplaner Khalid Scheich Mohammed und den Verantwortlichen vom 11.September 2001. Anhand der zahlreichen Anschläge von New York bis Bali beschreibt der Autor die Entwicklung und Funktonsweise der globalen Organisation. Wie bereits in den früheren Büchern gelingt es Schröm, das Geschehen äußerst aktionsreich und anschaulich zu schildern. Die Presse urteilte über seinen letzten Politreport zum Terrorismus der 80er Jahre: 'Das Ganze ist nicht nur detailliert recherchiert, sondern zugleich hervorragend geschrieben und spannender als jeder Krimi.' Jahrgang 1964, Fernseh- und Buchautor. Seine investigativen Reportagen über den internationalen Terrorismus, den Rechtsradikalismus und die Welt der Nachrichtendienste, veröffentlicht u.a. in Die Zeit und Stern, wurden mehrfach ausgezeichnet. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und sorgten im In- und Ausland für Aufsehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 17.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862842544
    Verlag: Ch. Links Verlag
    Größe: 963 kBytes
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Al Qaida

In tödlicher Mission

Die erste große Aktion von Khalid Scheich Mohammed und Ramzi Yousef: Der Bombenanschlag auf das World Trade Center im Februar 1993

Es ist kalt an diesem frühen Freitagnachmittag in New Jersey. Ramzi Yousef steht am Ufer des Hudson River. Es schneit. Gebannt schaut er hinüber auf die Südspitze Manhattans. Aus dem Nordturm des World Trade Center steigen dicke schwarze Rauchschwaden, aber das Gebäude selbst bewegt sich nicht. Yousef überlegt angestrengt, was sie falsch gemacht haben. 1

Monatelang war alles sorgfältig und bis ins kleinste Detail geplant worden. Den Lieferwagen mit der 1200-Pfund-Bombe hatten sie in der Tiefgarage direkt neben der Wand mit den Stützpfeilern geparkt. Seinen Berechnungen nach hätte die Druckwelle ausreichen müssen, um den ganzen Turm zum Einsturz zu bringen. Das Monstrum aus Stahl, Glas und Beton sollte wie ein Baum fallen und dabei den Südturm mitreißen.

Aber womöglich hatten sie die solide Konstruktion der Zwillingstürme unterschätzt. Immerhin waren über 180000 Tonnen Stahl beim Bau verarbeitet worden, um die Kolosse mit 415 und 417 Meter Höhe stabil zu bekommen. Es sind die höchsten Gebäude in New York, die seit der Eröffnung 1973 als Wahrzeichen der Stadt gelten. 50000 Menschen arbeiten in den beiden Türmen. Zudem kommen täglich 80000 Besucher, um die Aussicht auf der Terrasse des Südturms zu genießen. Insgesamt 104 Aufzüge sorgen dafür, daß sich über 100000 Menschen gleichzeitig in den Türmen aufhalten können. Sie alle sollten sterben.

Das Blutbad war gedacht als gerechte Strafe dafür, daß die Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten die Israelis dabei unterstützten, Palästinenser zu unterdrücken und arabische Nachbarstaaten zu attackieren. Für Yousef bedeuteten die USA das Böse schlechthin. Die Amerikaner sollten jetzt mit Menschenleben für ihre Taten bezahlen. Der "große Satan", wie Yousef gegenüber seinen Freunden die USA stets bezeichnete, hätte danach zur Kenntnis nehmen müssen, daß sie sich im Krieg befinden und einen ernstzunehmenden Gegner haben. 2

Yousef hadert mit sich. Die Zwillingstürme, das Symbol für den wirtschaftlichen Erfolg der USA, leuchten ihm wie eh und je entgegen. Er befürchtet, daß nur die Zünder explodiert sind, aber nicht die eigentliche Bombe. Anders kann er es sich nicht erklären, daß die Gebäude nicht wie geplant eingestürzt sind. 3 Die Mission ist jedenfalls gescheitert.

Es bleibt ihm jedoch nicht viel Zeit zum Grübeln, jetzt gilt es, das Land schnellstens zu verlassen. Bereits in wenigen Stunden werden alle Ausfahrtstraßen, Bahnhöfe und Flughäfen strengstens kontrolliert sein. Zum Glück ist er darauf eingestellt, seine Flucht gehört genauso zum Plan wie das Attentat selbst. Schon vor zwei Monaten hat er sich einen neuen Paß besorgt. Am Silvestertag, als das diplomatische Personal mit den Gedanken schon ganz bei den Feierlichkeiten zum neuen Jahr weilte, war er zum pakistanischen Konsulat gegangen und hatte sich mit Hilfe einer Fotokopie alter amtlicher Unterlagen einen Paß auf seinen richtigen Namen Abdul Basit Mahmoud Abdul Karim ausstellen lassen. Das Dokument mit der Nummer AA 662 804 weist ihn als einen 1968 in Kuwait geborenen Sohn pakistanischer Einwanderer aus. Damit dürfte es bei der Paßkontrolle auf dem New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen keine Schwierigkeiten geben. Von dort soll es mit der Pakistan International Airlines nach Karatschi gehen und dann weiter nach Quetta, der alten Handelsstadt an der Grenz

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