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Die Auswahl Wie eine neue starke Recruiting-Kultur den Unternehmenserfolg bestimmt von Herrmann, Brigitte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2016
  • Verlag: Wiley-VCH
eBook (ePUB)
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Die Auswahl

Brigitte Herrmann ist Inhaberin des Beratungsunternehmens Inspirocon - Potenzialmanagement im Business. Als selbstständiger Headhunter und Kooperationspartner von Personalberatungen besetzte sie 15 Jahre branchenübergreifend Spezialisten-, Leitungs- und Topmanagement-Positionen. Zuvor war Brigitte Herrmann Projektverantwortliche einer Werbeagentur und im Marketing/Vertrieb eines internationalen DAX-Unternehmens der Pharmaindustrie. Ihre langjährige Tätigkeit als Headhunter macht Frau Herrmann zur Expertin für beide Seiten des Arbeitsmarktes - Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Mit diesem Erfahrungswissen arbeitet Brigitte Herrmann seit 2004 auch als Beraterin und Business Coach für Karrieremanagement. Sie begleitet dabei Fach- und Führungskräfte in beruflichen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Für Unternehmen bietet sie Prozessberatung für stärkenbasiertes Recruiting. Brigitte Herrmann ist zudem Autorin zahlreicher Fachbeiträge und gehört als Vortragsrednerin zu den Top 100 Excellence Speakern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 08.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783527804405
    Verlag: Wiley-VCH
    Größe: 620 kBytes
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Die Auswahl

1 Stellenprofile mit Tiefgang? Fehlanzeige!

Charmanter eloquenter Traummann, kultiviert, gut aussehend, sportlich und sehr vermögend sucht Traumfrau! Selbst ein Online-Dating-Laie würde mit ziemlicher Sicherheit hinter dieser und ähnlicher Kontaktanzeigen eine Mogelpackung vermuten. Wer bei der virtuellen Partnersuche noch mit solchen selbstbezogenen Floskeln arbeitet, sammelt höchstens enttäuschende Erfahrungen anstelle bereichernder Bekanntschaften, geschweige denn findet er die Liebe fürs Leben. Die gegenteilige Erfolgsstrategie ist dagegen inzwischen hinlänglich bekannt: Wer sich seinem Wunschpartner realistisch, glaubhaft und individuell präsentiert und das durch motivierende Botschaften kommuniziert, hat die besten Chancen, sein Ziel zu erreichen und den idealen Partner zu finden. Ein Ziel, das letztendlich genauso auch auf Unternehmen im Recruitingprozess zutrifft. Doch offenbar ist die Datingszene in dieser Hinsicht deutlich cleverer als die Personalszene, denn diese Erkenntnis scheint sich beim Blick auf aktuelle Stellenanzeigen allzu häufig noch nicht immer bis zu den Verantwortlichen herumgesprochen zu haben. Überwiegend finden sich hier nach wie vor phrasenbasierte allgemein gehaltene Unternehmenspräsentationen, stereotype Standardformulierungen, begleitet von einer maximalen Erwartungshaltung an den Bewerber. Von der fragwürdigen visuellen Gestaltung einmal ganz abgesehen. Was vor allem fehlt, sind klare Aussagen und Botschaften mit Herzblut, die Interessenten zielgruppenorientiert nach den sechs Phasen des bewährten DAGMAR-Werbe-Prinzips erreichen und vor allem begeistern. Zwar gibt es immer öfter mal einzelne Positivbeispiele, die überwiegende Anzahl der Ausschreibungen hat hier jedoch noch sehr viel Luft nach oben.

Nicht selten sind diese nichtssagenden 08/15-Anzeigen mit ein Grund für Fehlbesetzungen und teilweise sicher auch Basis für die seit Jahren nahezu konstant traurigen Ergebnisse des Gallup-Engagement-Index, bei dem erschreckende 85 Prozent der Beschäftigten eine geringe oder keinerlei emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben. Liegt hierin vielleicht auch eine der Ursachen, warum sich laut einer Monster-Studie mehr als die Hälfte der Befragten beruflich am falschen Platz fühlen?

Ich kenne nur wenige Unternehmen, die es sich leisten können, auf eine gewinnende Anzeige zu verzichten. Diese Unternehmen erhalten mehr als genug qualifizierte Bewerbungen, denn sie haben ihre Hausaufgaben in anderen Bereichen längst gemacht und damit einen Grad der Arbeitgeberattraktivität erreicht, der dieses Thema deutlich überstrahlt.

Für die breite Masse an kleinen bis großen Unternehmen beginnt das Dilemma schlechter Stellenausschreibungen jedoch schon in einem frühen Stadium und kann zum echten Problem werden. Den Prozess-Beteiligten ist dabei oft gar nicht bewusst, an welchem Punkt der Grundstein für den Erfolg oder Misserfolg im Recruiting gesetzt wird, weil sie den Prozess nicht vom Ende her denken.

Gemeint ist die unreflektierte Stellenbeschreibung und das daraus resultierende Anforderungsprofil. Diese zugegeben etwas aufwendige Basisarbeit ist längst nicht überall verbreitet und dennoch so ausschlaggebend für den späteren Besetzungserfolg. Hierbei ist die Blickrichtung noch immer zu sehr auf die zu besetzende Funktion und auf die Frage "Wen wollen wir dafür", als auf die am Markt verfügbaren potenziellen Interessenten gerichtet. Angesichts des Wandels vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt wäre es höchste Zeit, hier die Perspektive zu wechseln.

Sicher gibt es viele Ursachen, wenn auf eine Stellenausschreibung zu wenig, zu viele oder häufig die falschen Bewerbungen eingehen, sprich die gewünschten Idealkandidaten sich erst gar nicht bewerben. Eine davon könnte jedoch das Stellenprofil sein, weil es in seiner Form und Aussage schlichtweg an den Marktgegebenheiten vorbei geht.
Das Stellenprofil ist (k)ein Wunschkonzert

Wer

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