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Mein Computer, der Coach und ich. Burnout-Prävention mittels Blended-Coaching von Bräsemann, Daniela (eBook)

  • Verlag: Studylab
eBook (ePUB)
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Mein Computer, der Coach und ich. Burnout-Prävention mittels Blended-Coaching

Vernetzte, digitalisierte, globalisierte und dynamische Märkte führen zu einer allgemein gestiegenen Komplexität, einer immer kürzeren Halbwertszeit von Wissen und der Notwendigkeit kürzerer beziehungsweise effizienterer Produktionszyklen in einem erweiterten Wettbewerbsumfeld. Damit verbunden sind steigende Anforderungen an die Belegschaft hinsichtlich ihrer Flexibilität, Mobilität, Veränderungs- und Lernbereitschaft. Innerbetriebliche Seminarkataloge mit dem jährlich gleichen Angebot haben ausgedient. Weiterbildung muss 'on demand' und bestenfalls individuell erfolgen. Zusätzlich bringt der durch den demographischen Wandel ausgelöste Fachkräftemangel erhöhte Anforderungen an die Gesunderhaltung der Beschäftigten mit sich. Eine größere Herausvorderung ist hierbei der Umgang mit der psychischen Beanspruchung der Arbeitskräfte. Dauerstress und Burnout haben sich in den vergangenen Jahren zu einem Massenphänomen entwickelt; die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen, wie zum Beispiel Burnout, ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Diese Arbeit soll das bisher wenig erforschte Gebiet des Blended-Coachings - also die Verbindung von klassischem Coaching und E-Coaching - aufgreifen und richtet sich an Wissenschaftler sowie an alle Personen, die im Rahmen der PE und Organisationsentwicklung (OE) mit der Förderung von Mitarbeitern betraut sind. Zielsetzung ist es, eine theoretisch-konzeptionelle Grundlage für ein Blended-Coaching-Konzept zur Burnout-Prävention zu schaffen. Dabei wird eine spätere Anwendung des Konzepts in mittelständischen deutschen Unternehmen unterstellt, welche das Instrument nicht nur für bestimmte Zielgruppen, sondern flächendeckend anwenden. Aus dem Inhalt: - Blended Coaching; - E-Coaching; - Burnout; - Prävention; - Anwendung in Unternehmen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 77
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783668379220
    Verlag: Studylab
    Größe: 1458kBytes
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Mein Computer, der Coach und ich. Burnout-Prävention mittels Blended-Coaching

3. Coaching

"Coaching ist einfach, aber nicht leicht."

Steve de Shazer

3.1 Coaching - Stand der Forschung

Die inzwischen unüberschaubare Auswahl an Publikationen zum Thema Coaching gleicht dem Status der Recherche zum Thema Burnout. Und auch beim Stand der Forschung lassen sich Parallelen zwischen Coaching und Burnout ziehen. Der Begriff Coaching hat sich ähnlich wie der Begriff des Burnouts zu einem Modewort entwickelt, welches in non-wissenschaftlichen Publikationen teils inflationär verwendet wird. Dass Coaching als Instrument der Personalentwicklung boomt, zeigt sich auch anhand des immensen Wachstums der vergangenen fünf Jahre. Es verzeichnete einen Anstieg von 10 % per annum. [94]

Jedoch befindet man sich, insbesondere in Deutschland, nach wie vor in der Definitionsfindung. [95] Hinzu kommt, dass die in Deutschland tätigen Experten dem Coaching (noch) keinen Professionsstatus zuschreiben, wohingegen international bereits von einer "jungen" Profession gesprochen wird, in der sich bereits differenzierte Forschungsfelder entwickeln. [96] Zu einem ähnlichen Fazit kommt Bitsch, der in seinem Buch belegt, dass Coaching sich an der Schwelle zu einem eigenen Wissensgebiet befindet. Die Merkmale hierfür sind die Bildung von konsistenten raum-zeitlichen Problemlösungsclustern, die zunehmende Differenzierung von Methoden und Verfahren, das Anstreben einer externen Legitimation, die Verständigung auf gemeinsame Grundlagen sowie die Abgrenzung zu anderen Wissensgebieten. [97]

Insbesondere das Anstreben einer externen Legitimation führt dazu, dass sich die Gebiete "Qualitätssicherung" sowie "Wirkfaktoren und Wirksamkeit" [98] zu eigenen Forschungsfeldern auf dem jungen Wissenschaftsgebiet Coaching entwickeln. In aktuellen Studien konnte der Erfolg von Coaching bereits nachgewiesen werden. Unklar bleibt dabei jedoch, welche Faktoren genau zu diesem Erfolg führen und anhand welcher Qualitätsaspekte sich ein "gutes" von einem "schlechten" Coaching unterscheidet. [99] Durch bereits mehrere empirische Studien abgesichert und damit offenbar belegt, ist die zentrale Bedeutung der Beziehung zwischen Coach und Coachee für den Erfolg von Coaching. [100]

Eine ersten Ansatz zur Erfolgskontrolle auf Basis einer ROI-Berechnung zeigen Phillips und Schirner: Sie zeigen am Beispiel einer international tätigen Hotelkette dass eine finanzielle Bewertung möglich ist. Ermittelt wurde eine Kosten-Nutzen-Beziehung von 321 % Plus, denn jeder Euro, den die Hotelkette in die Coaching-Maßnahme investiert hatte, resultierte in einer Nutzensteigerung von 3,21 EUR. [101]

Berndt hingegen stellt in den aktuellen Forschungsdesigns mangelnde (erkenntnis)-theoretische sowie fehlende statistische Gütekriterien fest, was er vor allem damit begründet, dass die Autoren dieser Forschungsstudien Coaches, aber keine Forscher sind. Die nicht vorhandenen Ein- und Austrittsbarrieren am Markt, die fehlenden Standards und ethischen Selbstverpflichtungen sowie fehlende Qualitätssicherungsinstrumente sorgen für ein "Scharlatanerieproblem" [102] , welches sich aufgrund mangelnder Kenntnisse der Personalentwickler in der Praxis bei der Auswahl von Coaches sowie der Durchführung und Begleitung von Coachings fortsetzt. [103]

Eine stärkere Verzahnung der deutschen Coaching-Schulen mit der Wissenschaft ist ein möglicher Ansatz, die angestrebte Legitimation zu fördern. Ein Blick über deutsche Grenzen hinaus zeigt, dass die Forschung auf internationalen Coaching-Konferenzen bereits wesentlich stärker vertreten ist, als dies in Deutschland der Fall ist. Coaching-Ansätze, wie z.B.

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