text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Personal und Arbeit Einführung in das Personalmanagement von Oechsler, Walter A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2015
  • Verlag: De Gruyter Oldenbourg
eBook (ePUB)
39,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Personal und Arbeit

This textbook is written from an action-oriented perspective. It not only presents the theoretical and methodological principles of putting personnel policy tools into practice but also covers their function and impact on the work process.
Prof. Dr. Walter A. Oechsler (†); Prof. Dr. Christopher Paul (DHBW Mannheim)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 620
    Erscheinungsdatum: 30.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783110397109
    Verlag: De Gruyter Oldenbourg
    Größe: 12530 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Personal und Arbeit

1 Einleitung

Die Bedeutung der Mitarbeiter hat sich in der betriebswirtschaftlichen Diskussion seit einigen Jahren grundlegend verändert. Während die Personalabteilungen früher auf die Lohn-und Gehaltsabrechnung und Verwaltung der Personalakten reduziert wurde, so soll das Personalmanagement heute dazu beitragen, die Ressource Mensch so zu aktivieren, dass sie im Zusammenspiel mit den übrigen Unternehmensressourcen einen Beitrag zur Umsetzung der Unternehmensziele leistet.

So überrascht es auch nicht, dass kaum ein Geschäftsbericht oder Management-Lehrbuch ohne den Hinweis auf die "zentrale unternehmensstrategische Bedeutung" der Mitarbeiter oder das Bekenntnis "die Mitarbeiter sind unsere wertvollste Ressource" auskommt.

Obwohl diese Aussagen zunächst trivial und selbstverständlich erscheinen, ist die tatsächliche Aktivierung des Menschen als wertvollste Ressource eines Unternehmens doch alles andere als leicht. Das hierfür zur Verfügung stehende personalwirtschaftliche Instrumentarium deckt ein sehr breites Spektrum ab, lässt sich aber nicht allgemeingültig ein- und umsetzen. Die Ausgestaltung eines Personalmanagements muss dabei vielmehr betriebsindividuell erfolgen, da nicht jedes personalwirtschaftliches Instrument in jeder Situation den gewünschten Mehrwert bringt.

Deshalb besteht das generelle Lehrziel dieses Lehrbuchs darin, das verfügbare personalwirtschaftliche Wissen aufzubereiten und zu differenzieren, sodass der Leser in die Lage versetzt wird, situationsadäquate Handlungen zu verfolgen und sinnvolle Entscheidungen im Kontext von Personal und Arbeit treffen kann.

Im Folgenden sollen daher personalwirtschaftliche Problemstellungen und mögliche Lösungsentwürfe vorgestellt und ihre Möglichkeiten und Grenzen diskutiert werden. Damit soll ein grundlegendes Verständnis für

- die Ideengeschichte und die Organisation der Personalarbeit (Kap. 1)
- die theoretischen Grundlagen personalwirtschaftlicher Aktivitäten (Kap. 2),
- die Rahmenbedingungen des Personalmanagements (Kap. 3)
- die strategischen Optionen (Kap. 4) und
- das personalwirtschaftliche Instrumentarium (Kap. 5 bis Kap. 12)
geschaffen werden.
1.1 Ideengeschichte des Personalmanagements

Eine umfassende Darstellung der Ideengeschichte des Personalmanagements fehlt bisher. Für den deutschsprachigen Raum haben sich stattdessen Darstellungen etabliert, die die Entwicklung des Personalmanagements in Epochen darstellen.

Akademische Entwicklung des Fachs

Frühe Spuren personalwirtschaftlicher Überlegungen lassen sich in den Diskussion des 1872 gegründeten "Verein für Socialpolitik" finden. Dort wurden schon in den Anfangsjahren Themen diskutiert, die viele Jahrzehnte später den Kernbereich der betrieblichen Personalwirtschaft ausmachen sollten (bspw. die Konfliktlösung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, Wege zur Produktivitätssteigerung, Arbeitszeitmodelle oder Systeme der Lohnfindung). Die vielfältigen Diskussionen und Themen wurden aber nicht konzeptionell zusammengeführt, sondern immer nur anlassbezogen diskutiert (vgl. Drumm, 2008).

Die Vorstellung, die Themen könnten in einer betriebswirtschaftlichen Funktion "Personalwirtschaft" gebündelt werden, lag noch in weiter Ferne. Selbst in den 1898 neu gegründeten Handelshochschulen (als Vorläufer der modernen BWL), die das Fach Betriebswirtschaftslehre erst in den Kanon der Sozialwissenschaften aufgenommen haben, wurde "Personal" als betriebswirtschaftliche Funktion zunächst nicht angeboten.

Vor und besonders nach dem Ersten Weltkrieg verbreiteten sich erste systematische Instrumente zur Leistungsentlohnung (insb. Akkord- und Prämienlöhne). Das hierzu erforderliche Anwendungswissen lag aber weiterhin bei Meistern oder Produktionsleitern (und damit außerhalb der kaufmännischen B

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen