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Private Equity Wie das Geschäft der Finanzinvestoren funktioniert von Burmester, Daniel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.10.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
15,99 €
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Private Equity

Als Heuschrecken oder Corporate Raider werden Private Equity Gesellschaften bezeichnet. Doch stimmt der Vorwurf? Sind Finanzinvestoren, die in der Regel nicht börsennotierte Unternehmen erwerben und nach einigen Jahren wieder mit möglichst hohen Gewinn veräußern, wirklich wertzerstörend? Um diese und andere Fragen beantworten zu können, sollte das Geschäft der Finanzinvestoren verstanden werden. Die Vermittlung dieses Verständnisses ist Aufgabe des vorliegenden Buches. Dabei wird das Geschäft der Finanzinvestoren umfassend und anschaulich erläutert. Außerdem wird auf Fragen eingegangen wie: Wie viel verdient eine Private Equity Gesellschaft mit dem Kauf und anschließenden Verkauf eines Portfoliounternehmens? Wie viel verdienen die Investoren, die der Private Equity Gesellschaft das Kapital zur Verfügung stellen? Begonnen wird mit der historischen Entwicklung von Private Equity. Darauffolgend wird das Geschäft der Private Equity Leveraged Buyout Fonds umfassend, anschaulich und praktisch anhand der einzelnen Lebensabschnitte eines Buyout Fonds erläutert. Vom Einwerben der Fonds (Fondraising) über Wertsteigerungsmöglichkeiten bis hin zum erfolgreichen Verkauf des Portfoliounternehmens (Exit) werden alle wesentlichen Abschnitte vermittelt. Zum Ende des Buches wird das von Private Equity Gesellschaften genutzte Leveraged Buyout (LBO) Modell anhand eines praktischen Beispiels dargelegt. Der Leser sollte danach in der Lage sein, ein LBO-Modell mit den wesentlichen Funktionen entwickeln zu können.

2016 veröffentlichte Daniel Burmester die erste Auflage des Private Equity Buches, das schnell zum Bestseller aufstieg. Zurzeit arbeitet er als Unternehmensberater in einer globalen Strategieberatung. Dort berät er unter anderem Großbanken und andere Finanzinstitute. Vor dem Einstieg in die Strategieberatung studierte Daniel Burmester im Masterstudium an der Maastricht University in den Niederlanden (Studiengang Financial Economics) sowie an der Nova School of Business and Economics in Portugal (Studiengang International Finance) und wurde mit einem Double Degree ausgezeichnet. An der Nova absolvierte er unter anderem Private Equity Kurse und war Teamleader des Nova Social Consulting, wo er Non-Profit Organisationen bei ihrer Fundraising Strategie beriet. Er absolvierte ein Praktikum in einem internationalen Private Equity Fund-of-Funds. In weiteren Praktika in M&A-Abteilungen (Beratung bei Fusionen und Übernahmen) bei einer M&A-Boutique sowie bei einer Großbank beriet er nationale und internationale Private Equity Gesellschaften. Darüber hinaus veröffentlichte Daniel Burmester Artikel zur Unternehmensbewertung in einem internationalen Magazin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 10.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743168985
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 4450kBytes
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Private Equity

2. Ablauf einer Private-Equity-Transaktion

Nachdem die Private Equity genügend Kapital von ihren Investoren eingesammelt hat, beginnt die eigentliche Arbeit der PE-Gesellschaft.

Der Ablauf eines kompletten Investitionsprozesses, d. h. von Erwerb, über die Steigerung des Wertes, bis hin zum erfolgreichen Verkauf des Unternehmens, soll nachfolgend dargestellt werden. Die Abbildung "Typische Schritte eines Leverage Buy-out (LBO)" stellt die typischen Schritte eines Leverage Buy-out (LBO) bildlich dar:

Die Schritte des Leverage Buy-out lassen sich somit wie folgt zusammenfassen:

Ansprache von Zielunternehmen (häufig kommen auch die Anteilseigner der Zielunternehmen über deren M&A-Berater 25 , auf die PE-Gesellschaft zu, wenn sie ihr Unternehmen verkaufen möchten (Pitch)).
Umfangreiche Prüfung des Zielunternehmens und des Markts, in dem das Zielunternehmen tätig ist. Hierunter fällt auch die Due-Diligence 26 -Prüfung. Außerdem unterliegt das Unternehmen Bewertungsmethoden wie der DCF-, Multiple- sowie der LBO(Leverage Buy-Out)-Bewertung.
Unterzeichnung des SPA (Share Purchase Agreement) 27 oder APA (Asset Purchase Agreement) und Abschluss des Deals bzw. der Transaktion.
Durchführung einer Vielzahl von Maßnahmen um den Wert des Unternehmens zu steigern.
Veräußerung des Unternehmens. Die Kontaktaufnahme mit der Zielgesellschaft

In der Regel wird eine PE-Gesellschaft durch die M&A-Beratungsgesellschaft des zum Verkauf stehenden Unternehmens angesprochen.

So erhielten, laut BVK (Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften), im Jahre 2013, die 178 Kapitalbeteiligungsgesellschaften (hierunter fallen auch die Venture Capital Gesellschaften), die Mitglied des BVK sind, 42.400 Anfragen von Eigenkapital suchenden Unternehmen bzw. Existenzgründern. Damit erhielt jede Beteiligungsgesellschaft im Durchschnitt 238 Anfragen, investierte jedoch nur in 7 dieser 238 Anfragen. 28 Dies zeigt die hohen Anforderungen, die ein Unternehmen erfüllen muss, um Kapital von PE-Gesellschaften zu erhalten.

Eine PE-Gesellschaft wird geeignete Zielunternehmen in der Regel von sich aus ansprechen, wenn sie schon an einem Unternehmen in der Branche beteiligt ist. Durch den Zusammenschluss von zwei Unternehmen hofft die PE-Gesellschaft, Skaleneffekte 29 zu erzielen. Die Ansprache des Zielunternehmens erfolgt dann entweder direkt durch die PE-Gesellschaft oder durch eine von der PE-Gesellschaft beauftragte M&A-Beratungsgesellschaft.

Wird die PE-Gesellschaft von dem M&A-Beratungsunternehmen des zu Verkauf stehenden Unternehmens angesprochen, erfolgt dies mit einem anonymisierten Kurzprofil (Teaser) des zu verkauf stehenden Unternehmens sowie einem NDA (Non Disclosure Agreement). Bei dem Teaser handelt es sich um eine stark gekürzte Fassung der Unternehmensdarstellung (ca. 2 - 4 Seiten). Hier werden die Geschäftsfelder und Produkte des Unternehmens beschrieben, außerdem wird Auskunft über wesentliche Finanzzahlen erteilt. Des Weiteren werden die maßgeblichen Transaktionsargumente dargelegt. Der Teaser sollte das Unternehmen möglichst ansprechend darstellen, sodass der mögliche Investor "Lust" auf weitere Informationen über das Unternehmen bekommt. 30 Wichtig ist natürlich, dass der Leser des Teasers nicht auf Anhieb erkennt, um welches Unternehmen es sich handelt. Der Name des Unternehmens darf also unter keinen Umständen im Teaser enthalten sein. Generell ist es absolut essenziell, dass die mögliche Unternehmenstransaktion nicht an die Öffentlichkeit gerät, bevor die Transaktion abgeschlossen ist.

Beispielhaftes Muster eines NDA (zu Deutsch: Vertraulichkeitsvereinbarung)

Vertraulichkeitsvereinbarung über vertrauliche Informationen (NDA - Non Disclosure Agreement)

Zwischen

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