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Steuerpolitik bei der Finanzierung einer ausländischen Tochterkapitalgesellschaft durch eine deutsche Mutterkapitalgesellschaft von Schneider, Birgit (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2012
  • Verlag: Examicus Verlag
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Steuerpolitik bei der Finanzierung einer ausländischen Tochterkapitalgesellschaft durch eine deutsche Mutterkapitalgesellschaft

Diplomarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 2, FernUniversität Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit sollen die steuerpolitischen Gestaltungsmög-lichkeiten einer deutschen Mutterkapitalgesellschaft bei der Finanzierung ihrer ausländischen Tochtergesellschaft unter Beachtung der steuerlichen Folgen dargestellt werden. Neben der Wirkung unterschiedlicher nationaler Steuerrechte und eventuell bestehender Doppelbesteuerungsabkommen ist hier vor allem zu klären, welche Finanzierungsmöglichkeiten eine Mutterkapitalgesellschaft bezüglich einer Tochterkapitalgesellschaft hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 75
    Erscheinungsdatum: 15.06.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656996811
    Verlag: Examicus Verlag
    Größe: 365 kBytes
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Steuerpolitik bei der Finanzierung einer ausländischen Tochterkapitalgesellschaft durch eine deutsche Mutterkapitalgesellschaft

2. Grundlagen der internationalen Besteuerung

2.1. Ursachen der Doppelbesteuerung

Von internationaler Doppelbesteuerung wird gesprochen, wenn derselbe Steuerpflichtige mit demselben Steuergegenstand in zwei Staaten besteuert wird. Die Doppelbesteuerung kann durch folgende Konstellationen zustande kommen:

(1) Vorliegen einer beschränkten Steuerpflicht in einem Staat bei gleichzeitiger unbeschränkter Steuerpflicht in einem anderen Staat.

(2) Die Situation der unbeschränkten Steuerpflicht in zwei Staaten.

(3) Vorliegen einer beschränkten Steuerpflicht in zwei Staaten.

Die deutschen Doppelbesteuerungsabkommen befassen sich nur mit den unter (1) und (2) aufgeführten Sachverhalten.

Begrifflich wird zwischen wirtschaftlicher und rechtlicher Doppelbe-steuerung unterschieden. Von einer rechtlichen Doppelbesteuerung wird gesprochen, wenn vergleichbare Steuern in zwei oder mehreren Staaten von dem selben Steuerpflichtigen für denselben Steuertatbestand und Zeitraum erhoben werden. Eine wirtschaftliche Doppelbesteuerung liegt vor, wenn vergleichbare Steuern von verschiedenen Steuersubjekten für den selben Steuergegenstand und Zeitraum erhoben werden. [7] Für diese Arbeit ist die wirtschaftliche Doppelbesteuerung und die Möglichkeit ihrer Vermeidung von Interesse.

2.2. Methoden zur Entlastung einer Doppelbesteuerung

2.2.1. Freistellungsmethode

Die Freistellungsmethode ist in den meisten Doppelbesteuerungsabkommen vereinbart. [8] Bei der Freistellungsmethode verzichtet einer der beteiligten Staaten, i.d.R. der Sitzstaat der empfangenden Gesellschaft, [9] auf das ihm zustehende Besteuerungsrecht. Die Besteuerung folgt dann dem Recht des Quellenstaates. Die meisten Doppelbesteuerungsabkommen enthalten einen Progressionsvorbehalt, [10] wenn die Freistellungsmethode vereinbart wurde. Die Anwendbarkeit des Progressionsvorbehalts auf die Körperschaftsteuer ist umstritten. Verluste im Ausland würden den inländischen Durchschnittssteuersatz verringern. Bei entsprechend hohen Verlusten im Ausland würde der negative Progressionsvorbehalt zu einem wesentlich geringeren Steuersatz als dem inländischen Körperschaftsteuersatz auf die inländischen Einkünfte führen. Dies wird aber weitgehend in der Literatur verneint. [11] Soweit die Kapitalgesellschaft lediglich Gewinne erwirtschaftet, hat der Progressionsvorbehalt wegen seines proportionalen Tarifes keine Auswirkungen. [12]

Durch die Freistellung unterliegen die ausländischen Einkünfte dem Steuerniveau des Quellenstaates. [13] Die Freistellungsmethode behebt die Doppelbesteuerung bei Kapitalgesellschaften. [14]

2.2.2. Anrechnungsmethoden

Die Besteuerung folgt dem Welteinkommensprinzip. Die ausländischen Einkünfte erhöhen die inländische Bemessungsgrundlage, und die im Ausland entrichtete Steuer wird auf die inländische Steuerschuld angerechnet. Die Anrechnung findet sowohl im bilateralen als auch im unilateralen Recht Anwendung. Im deutschen Steuerrecht existieren die direkte, die indirekte und die fiktive Anrechnung. [15]

Direkte Anrechnung

Unilateral ist die direkte Anrechnung für Kapitalgesellschaften durch
26 Abs. 1 KStG i.V.m.
34c Abs. 1 EStG geregelt. Die Voraussetzungen [16] für die Anwendung der direkten Anrechnung der im Ausland gezahlten Steuer auf die inländische Körperschaftsteuer sind eine unbeschränkte Steuerpflicht, die Subjek

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