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Von der Führungskraft zum Coach Grundlagen - Umsetzung - Praxis von Öhlschlegel-Haubrock, Sonja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2016
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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Von der Führungskraft zum Coach

Die moderne Führungslehre sieht im Management nicht länger eine rein hierarchisch-autoritäre Funktion mit Leitungskompetenz, sondern in zunehmendem Maße eine vermittelnd-beratende Instanz in der Art eines 'Coaches'. Diese Form der Einbeziehung und Motivation der Mitarbeiter, ohne dass klare Strukturen und Verantwortlichkeiten verwässert werden, bildet die Grundlage transformationaler Führung und kann als ein wesentlicher unternehmerischer Erfolgsfaktor angesehen werden. Der Band stellt diesen Führungsaspekt und die damit in der Praxis verbundenen Anforderungen an Führungskräfte verständlich dar. Darüber hinaus wird ein speziell für junge Potenzialträger entwickeltes Trainingskonzept vorgestellt, mit dem ein Selbstverständnis als Coach in der Führung gefördert werden kann. Prof. Dr. Sonja Öhlschlegel-Haubrock, Dr. Jutta Rach und Prof. Dr. Juliane Wolf lehren und forschen an der Fachhochschule Münster.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 163
    Erscheinungsdatum: 27.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170292123
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 5998 kBytes
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Von der Führungskraft zum Coach

2 Coaching und Mentoring in der Führung

2.1 Die Begriffe Coaching und Mentoring

Der Begriff Coaching ist allgemein als ein professionelles Beratungsformat zur individuellen Unterstützung von Personen im beruflichen Kontext bekannt. Der Coachee bestimmt die Thematik und das Ziel des Austausches und der Coach unterstützt diesen Prozess als methodischer Experte (vgl. Rauen, 2008, S. 2 f.). So lassen sich z. B. Topmanager im Rahmen von Fragen nach dem geeigneten Umgang mit Überlastungen, dem richtigen Umgang mit Mitarbeitern oder in dem Wunsch nach Steigerung der eigenen Souveränität etc. aus eigenem Antrieb - und vielfach privat finanziert - zeitlich befristet von einem ausgebildeten Coach begleiten. Das Ziel des Coachingprozesses ist immer, den Coachee dabei zu unterstützen, die von ihm gesetzten Ziele zu erreichen. In der Regel schließen Coach und Coachee zu Beginn des Beratungsprozesses einen sog. Vertrag ab, indem sie mündlich Regeln zum Umgang miteinander und dem Coachingprozess insgesamt vereinbaren. Vermehrt geht der Wunsch nach einem Coaching der Mitarbeiter aber auch allein vom Arbeitgeber aus. Dementsprechend erleben wir in der Praxis immer wieder Anfragen von Unternehmen, die darauf abzielen, vor allem Führungskräfte in eine bestimmte Richtung zu entwickeln . Sofern dies dem Ziel des Coachees widerspricht, kann kaum von Coaching im professionellen Beratungsformat gesprochen werden.

Im Unterschied dazu ist Mentoring zwar auch eine individuelle Unterstützung, meist jedoch in beruflichen Einstiegssituationen. Zudem erfolgt es i. d. R. nicht durch einen auf die Begleitung spezialisierten Experten, sondern durch einen in der Führung erfahrenen Mentor, der häufig auch aus der gleichen Organisation stammt, aber nicht die Führungskraft des Mentee ist (vgl. Schmid & Haasen, 2011, S. 14 f. und S. 30 f.). Was bedeutet im Unterschied dazu nun konkret Coaching und Mentoring im Sinne der transformationalen Führung?

Es ist die begleitende Unterstützung der Mitarbeiter bei der Nutzung und Förderung ihrer Potenziale durch eine in bestimmten Aspekten erfahrenere Führungskraft, um damit bestmöglich zur Erreichung der Unternehmensziele beizutragen. Damit unterscheidet sich Mentoring in der transformationalen Führung vom klassischen Mentoring dadurch, dass die i. d. R. mit disziplinarischer Gewalt ausgestattete Führungskraft die Rolle des Mentors in einem fortwährenden Prozess innehat. In Abgrenzung zum Coaching im Beratungskontext, wo es allein um die vom Coachee gesetzten Ziele geht und der Coach lediglich ein inhaltlich neutraler Prozessbegleiter ist, werden beim Coaching in der transformationalen Führung die Unternehmensziele verfolgt. Hier besitzt die Führungskraft als Vertreter der Unternehmensinteressen den Auftrag, mit ihrer und der Tätigkeit der Mitarbeiter bestmöglich zur Zielerreichung beizutragen.

Gemeinsam ist allen Formaten - d.h. sowohl dem Coaching im Beratungsformat, dem klassischen Mentoring als auch dem Coaching/Mentoring in der transformationalen Führung - dass sie auf die Förderung der Selbstführungskompetenz der Mitarbeiter abzielen. Ein Mitarbeiter, der in der Lage ist, sich selbst zu führen, kann sein eigenes Denken und Handeln so steuern, dass er seine Ziele erreicht. Er ist befähigt, seine Potenziale einzusetzen, mit komplexen, sich verändernden Situationen umzugehen und Aufgaben, mit denen er bislang nicht vertraut ist, gerecht zu werden. Transformationale Führung strebt an, dass die Mitarbeiter diese Fähigkeiten (weiter-)entwickeln und im Sinne des Unternehmens verwenden, um mit den hohen Anforderungen des Wettbewerbs umzugehen. Dazu muss es gelingen, die Ziele des Mitarbeiters mit denen des Unternehmens zu verbinden, ihn zu motivieren und da wo es

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