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Donald Trump Die wichtigsten ZEIT-Artikel über seine ersten 100 Tage im Amt von ZEIT, DIE (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.05.2017
  • Verlag: epubli
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Donald Trump

Was vor über einem Jahr noch als Witz galt, ist am 9. November 2016 Realität geworden: Der Wirtschaftsmogul und Fernsehstar Donald Trump gewann den Wahlkampf gegen Hillary Clinton und wurde am 20. Januar 2017 als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Unverzüglich ging er seine Wahlversprechen an: eine große Mauer zu Mexiko, Ausstieg aus sämtlichen Verträgen, Steuersenkungen, Abschaffung des Versicherungssystems 'Obamacare' und Rückzug aus dem Klimaschutz. Kurz: Make America great again! Nach nur wenigen Wochen im Amt hat Trump zahlreiche Dekrete verabschiedet und ist bereits bei den ersten großen Projekten krachend gescheitert - sein Einreisestopp für Muslime wurde wieder aufgehoben, die Reform von 'Obamacare' sogar von der eigenen Partei abgelehnt. Die Unzufriedenheit mit seiner Regierung liegt nach den ersten 100 Tagen bei einem historischen Rekordhoch, zahlreiche Interessensgruppen protestieren gegen den neuen Machtinhaber. Weiterhin richtet sich der Populist hauptsächlich über Twitter ans Volk, verteufelt kritische Leitmedien als 'Fake News' und besetzt hochrangige Stellen im Weißen Haus mit Familienmitgliedern und ihm nahestehenden Wirtschaftsbossen. Die Entwicklungen Donald Trumps als Präsident der mächtigsten Nation der Welt müssen kritisch begleitet und weiterhin streng überwacht werden. In diesem E-Book haben wir die 18 interessantesten ZEIT-Artikel zu den Handlungen Donald Trumps in seinen ersten 100 Tagen im Amt für Sie gesammelt. Die Artikel: Hundert Tage America first! Kampf dem System Wer stoppt den Präsidenten? Das absolute Chaos Kalter Bürgerkrieg Dich bring ich ganz groß raus Wer hier wen entmachten kann USA Noir Das geht doch schöner Wie viel Einfluss hat Russland auf Trump? Waffen statt Wohnungen Was, wenn er zuschlägt? Der Kongress verliert die Kontrolle Superman im Weißen Haus Trump folgt nun dem Bauchgefühl Miss America Profi vs. Populist

DIE ZEIT ist mit über 500 000 verkauften Exemplaren die größte Qualitätszeitung Deutschlands. Die Wochenzeitung steht für gründlich recherchierte Hintergrundberichte und meinungsstarke Kommentare. Gegründet 1946 in Hamburg, erscheint DIE ZEIT jede Woche donnerstags - mit Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Bildung Gesellschaft, Reisen und Geschichte. Herausgeber ist Josef Joffe. Seit 2004 ist Giovanni di Lorenzo Chefredakteur.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 16.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745096736
    Verlag: epubli
    Größe: 1561kBytes
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Donald Trump

Kampf dem System

Donald Trump regiert per Dekret, feuert widerspenstige Beamte, umgeht die zuständigen Ministerien und bringt seine radikalen Berater in Stellung. Dahinter steckt ein Plan.

VON KERSTIN KOHLENBERG, GERO VON RANDOW, HEINRICH WEFING
DIE ZEIT, 02.02.2017 Nr. 06

Der Kampf, der in diesen Tagen um Donald Trumps Einreiseverbotserlass tobt, den sogenannten Muslim ban, hat nicht nur eine rassistische, unamerikanische und vermutlich illegale Maßnahme zum Gegenstand. Er ist Teil eines Kampfes um etwas viel Größeres, und er wird nicht nur in den Vereinigten Staaten geführt.

Es geht um die Grundprinzipien des Westens. Um Errungenschaften, die so abstrakte Namen tragen wie Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Gleichheit vor dem Gesetz, demokratische Kontrolle. Mit anderen Worten: Was Trump und seine engsten Berater gerade beginnen, ist kein Politikwechsel. Sie wollen "das System von Washington" nicht bloß reformieren. Sie wollen es in die Luft jagen.

Diese These ist keine liberale Verschwörungstheorie. Dafür lassen sich vielmehr in den Reden und Plänen des Trump-Lagers reiche Belege finden. Steve Bannon, der wichtigste Ratgeber des Präsidenten, hat sich schon 2013 in einem Interview als "Leninist" bezeichnet, als Anhänger des russischen Revolutionsführers also: "Lenin wollte den Staat zerstören, und das ist auch mein Ziel. Ich will alles zum Einsturz bringen, ich will das Establishment zerstören." Klingt eher nach Michail Bakunin, dem russischen Anarchisten, dessen berühmtester Ausspruch lautet: "Die Lust an der Zerstörung ist eine schöpferische Lust."

Man mag das für Wahnwitz halten. Besser ist es freilich, darin einstweilen eine vorweggenommene Regierungserklärung zu sehen. Denn dann lassen sich die ersten zehn Tage der Regierung Trump besser verstehen: Als Auftakt eines Krieges gegen die Institutionen der Vereinigten Staaten. Was das für die USA, für die ganze Welt bedeuten könnte, das lässt sich nach zwei Wochen Trump noch nicht einmal erahnen.

Natürlich, es könnte auch sein, dass das Chaos, das nach Donald Trumps Einreisestopp für Bürger sieben muslimischer Staaten am vergangenen Wochenende an mehreren Flughäfen in den USA ausbrach, bloß ein Versehen war, Stümperei, Unfähigkeit, der Anfängerfehler einer unerfahrenen Administration. Auch andere US-Präsidenten sind in ihr Amt gestolpert, haben Wochen, mitunter Monate gebraucht, um die gewaltige Macht, über die sie gebieten, angemessen einzusetzen, den riesigen Regierungsapparat halbwegs reibungslos zu steuern.

Kann also sein, dass Trump noch lernt. Wahrscheinlicher aber ist etwas anderes. Wahrscheinlicher ist, dass Trump und sein innerster Zirkel das Chaos, das Durcheinander, die herzzerreißende Ungewissheit der Ankömmlinge genau so gewollt haben. Dass sie es auf Tumult angelegt haben, auf Unübersichtlichkeit, auf widersprüchliche Anweisungen, auf die systematische Zerstörung von Vertrauen. Auf die Produktion von Angst.

Trumps Sprecher sagt: Wer Probleme mit den Anordnungen habe, könne ja gehen

Der Einreisestopp wurde von Bannon und einem kleinen Kreis von Beratern formuliert. Rudolph Giuliani, der frühere Bürgermeister von New York, schilderte später in aller Offenheit, dass Trump ihn gefragt habe, wie man denn den im Wahlkampf versprochenen Muslim ban gerichtsfest formulieren könnte, und er, Giuliani, habe die Idee mit den sieben vorwiegend muslimischen Staaten gehabt. Verwirklicht wurde der Plan ohne Rücksprache mit den zuständigen Ministerien, ohne Abstimmung mit den US-Botschaften im Ausland, ohne Prüfung durch die fast zweitausend Juristen des Department of Homeland Security, die auf solche Fragen spezialisiert sind. Der Chef des Heimatschutzministeriums, General John Kelly, erfuhr von dem Einreiseverbot auch erst an Bord eines Flugzeugs, durch einen Telefonanruf des Weißen Hauses. Da hatte Trump die executive order allerdings bereits vor laufenden Fern

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