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BlackRock Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld von Buchter, Heike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.08.2015
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
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BlackRock

Geld. Macht. BlackRock

Mächtig wie kein anderes Unternehmen, doch viel zu vielen unbekannt.
Noch nie hat es ein Imperium wie BlackRock gegeben. Mehr als vier Billionen Dollar verwaltet der amerikanische Vermögensverwalter. Keine Bank, kein Fonds hat annähernd so viel Einfluss. BlackRock investiert, analysiert und berät Großinvestoren, Finanzministerien, Notenbanken. Längst hält die 'Schattenbank', die unterhalb des Radars nationaler und internationaler Bankenaufsichtsbehörden agiert, relevante Anteile der wichtigsten Unternehmen wie Allianz, BASF, Adidas oder der Deutschen Bank.
Gründer und Chef von BlackRock, Larry Fink, spinnt unsichtbare Fäden in der globalen Wirtschaft, aber auch hier, direkt vor unserer Haustür. Eine falsche Bewegung, und die Finanzwelt könnte ins Wanken geraten. Es ist höchste Zeit, BlackRock ins Visier zu nehmen.

Autorin Heike Buchter, New York Korrespondentin für Die ZEIT:

- hat das erste Buch über den mächtigsten Finanzgiganten der Welt geschrieben.
- zeigt, welche Gefahren und Bedrohungen von BlackRock ausgehen.
- macht klar, dass uns die Entscheidungen von BlackRock direkt betreffen, jeden Tag.
- Dieses Buch ist unverzichtbar für alle, die sich mit der Finanzwelt auseinandersetzen. Und natürlich für alle, die wissen wollen, wer im Hintergrund die Fäden zieht.

Heike Buchter berichtet seit 2001 von der Wall Street. Heute ist sie Wirtschaftskorrespondentin für Die ZEIT in New York. Sie war die erste, die ihrer Redaktion 2008 die Finanzkrise vorhersagte. Und sie ist die erste, die BlackRock konsequent ins Licht der Öffentlichkeit rückt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 17.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593432281
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 3431 kBytes
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BlackRock

1
BLACKROCK - DER MÄCHTIGSTE KONZERN, DEN KEINER KENNT

Es ist ein Pflicht-Stopp auf der Liste von New-York-Touristen: die Wall Street. Da ist der bereits heisere Reiseleiter, der mit einem Regenschirm fuchtelt und eine Gruppe Chinesen vor die neoklassizistische Fassade der New Yorker Leitbörse dirigiert. Dort sammeln sich kichernde Teenager aus dem Mittleren Westen Amerikas um ihren genervten Lehrer. Man hört spanisch, japanisch und deutsch. Ständig werden Handys und iPads gezückt, Selfies gepostet. Hier, so vermuten die Besucher, hier also ist das Zentrum unseres Finanzsystems, hier ist die mächtigste Institution des Kapitalismus.

Sie irren.
Die mächtigste Institution unseres Finanzsystems befindet sich sechs Kilometer weiter nördlich, fünf Stationen mit der grünen U-Bahn-Linie. Sie verbirgt sich in einem jener verglasten Bürotürme, wie sie längs der Straßenschluchten in New York zu Dutzenden in den Himmel ragen. Wer die Straße in Midtown Manhattan ent-lang-eilt, muss genau hinsehen, um den Namen über den Drehtüren zu entdecken. BlackRock.
Der mächtigste Konzern der Welt.
Eine Institution, wie es sie nie zuvor gegeben hat.
BlackRock ist ein Vermögensverwalter. Aber das ist so, als wenn man sagen würde, Versailles sei ein Sommerhaus oder die Pyramiden ein Haufen Grabsteine. Keine Großbank, kein Versicherer hat diese Reichweite. Goldman Sachs, die Deutsche Bank, die Allianz - sie alle verblassen dagegen. Keine Regierung und keine Zentralbank hat diesen Einblick in die Wirtschaft. Aber vor allem: Niemand beherrscht so viel Kapital. BlackRock verwaltet 4,6 Billionen Dollar in seinen Fonds. Das übersteigt das deutsche Bruttoinlandsprodukt um fast eine Billion Dollar. 80 Millionen Deutsche müssen länger als ein Jahr lang arbeiten, um diese Summe zu erwirtschaften. Und das ist längst nicht alles. Über die Analyse- und Handelsplattformen des Unternehmens fließen über 14 Billionen Dollar. Eine Zahl mit 12 Nullen. 14.000.000.000.000 Dollar (siehe Grafik 1). Damit laufen inzwischen über 5 Prozent aller Finanzwerte weltweit - Aktien, Anleihen, Devisen, Kreditbriefe, Derivate und Zertifikate - über die Systeme eines einzigen Unternehmens: BlackRock.
Von dem nichtssagenden Büroturm in Midtown Manhattan spinnt BlackRock seine Fäden über den ganzen Globus. Wie ein Krake hat der Finanzkonzern seine Tentakeln bis fast in den letzten Winkel der Welt ausgestreckt. In 100 Ländern sind die Amerikaner aktiv. Zu BlackRocks Netz gehören Büros in Bogota, in Brisbane, in Bratislava, außerdem Niederlassungen in München, Melbourne und Montreal, in Kapstadt, Kuala Lumpur und Kopenhagen.
BlackRocks Vertreter gehen in Finanzministerien ein und aus. Sie beraten die Fed, die US-Notenbank, genauso wie die Europäische Zentralbank (EZB). Zu den Kunden zählen Kaliforniens Calpers, mit 300 Milliarden Dollar der größte amerikanische Pensionsfonds, genauso wie die Abu Dhabi Investment Authority, der Staatsfonds des glitzernden Öl-Reichs von Dubai, und der Investmentarm von Singapur. BlackRocks Lobbyisten kneten die Regulierer in -Washington, DC, und auch die in Brüssel. BlackRock ist Großaktionär bei JPMorgan Chase, Citigroup und Bank of America - den größten Banken der Welt. BlackRock ist zudem einer der führenden Aktionäre der Öl-Giganten ExxonMobil und Chevron. Und auch von Apple, McDonald's und dem Schweizer Nestlé-Konzern. Die New Yorker sind auch längst die größten Eigentümer der Deutschland AG. Sie halten Anteile an jedem Dax-Unternehmen. Sie sind an Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief genauso beteiligt wie an dessen kleinerem Rivalen Bilfinger. BlackRock hält Anteile am europäischen Luft- und Raumfahrtriesen Airbus und an der Corrections Corporation, dem führenden Betreiber privater Gefängnisse der USA. Am Gentechnikgiganten Monsanto hält BlackRock genauso Anteile wie an den Rüstungsriesen Raytheon, Lockheed Martin und General Dynamics, die alle an der Ausstattung von US-Drohne

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