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Die digitale Zukunft des stationären Handels Auf allen Kanälen zum Kunden von Haderlein, Andreas (eBook)

  • Verlag: mi Wirtschaftsbuch
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Die digitale Zukunft des stationären Handels

E-Commerce boomt. Wird es deshalb ein Artensterben im stationären Handel geben? Die Antwort ist genauso einfach wie schmerzhaft: Ja. Denn Läden 'zum Anfassen' können bald ihre Türen schließen, falls sie sich nicht auf eine mit Smartphone bewaffnete Kundschaft sowie neue Ansätze im Handelsmarketing einstellen. Multi-Channel-Strategien gehören ebenso dazu wie eine zeitgemäße Positionierung als Arbeitgeber. Doch dieses Buch des Innovationsberaters Andreas Haderlein ist kein Abgesang auf 'Brick & Mortar', auf den handfesten Verkaufsort in der Fußgängerzone. Vielmehr liefert der Autor stationären Händlern, Shop-Betreibern und Dienstleistern wichtige Impulse und erfrischende Ideen, sich erfolgreich am Markt zu bewähren und Alleinstellungsmerkmale auszubauen. ANDREAS HADERLEIN,Jg. 1973, ist Wirtschaftspublizist und Unternehmensberater. Er ist Gründer und Inhaber der Innovationsberatung für Handel und Dienstleistung SALES DESIGN (sales-design.de) und gefragter Redner auf internationalen Kongressen, Messe-Events und internen Veranstaltungen. Von 2002 bis 2011 arbeitete er für das renommierte Zukunftsinstitut von Matthias Horx, wo er unter anderem die 'Zukunftsakademie' leitete. Seit 2009 ist er zudem Geschäftsführer der SOCCR.NET GbR, die sich auf Aufbau und Vermarktung von Online-Informationsdiensten im Sportbereich spezialisiert (fussballgucken.info). Die Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeit sind Neue Medien, E-Commerce und Handelsmarketing. Neben zahlreichen Artikeln und Interviews in der Wirtschaftsfachpresse hat Andreas Haderlein in den vergangenen Jahren als Autor und Co-Autor acht Bücher, Studien und Trenddossiers veröffentlicht, darunter 'Marketing 2.0' (2006), 'Future Shopping' und 'Social Commerce' (2008), 'Sales Design' (2009) und 'Die Netzgesellschaft' (2011).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864161087
    Verlag: mi Wirtschaftsbuch
    Größe: 2036 kBytes
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Die digitale Zukunft des stationären Handels

1. Die zentralen Treiber und Hebel für Bricks & Clicks

Jeweils zwei zentrale Motive stehen sich im "Bricks & Clicks"-Zeitalter gegenüber. Ich nenne sie Treiber aufseiten der Kunden und Hebel aufseiten des Handels.

Auf Kundenseite ist dies die zunehmend über das Internet hergestellte Transparenz hinsichtlich der Bewertung von Produkten, Dienstleistungen, Händlern und Marken. Flankiert ist dieses Motiv des allwissenden Kunden durch die stärkere Vernetzung der Konsumenten untereinander.

Händler auf der anderen Seite reagieren auf diese Treiber mit der Zusammenführung vormals strikt getrennter Warenwirtschaftssysteme. Besonders deutlich wird dieser Wandel an der Zusammenführung des stationären und Online-Sortiments, der die Frage nach der Verfügbarkeit von Produkten völlig neu beantwortet. Ein weiterer Hebel, den kundenseitigen Treibern zu begegnen, ist die Armierung des Verkaufspersonals mit mobilen Endgeräten als Reaktion auf eine steigende "Shopping Literacy". Dies schließt selbstredend eine steigende Mediennutzungskompetenz des Verkäufers mit ein.

Abb. 5: Die Treiber für Bricks & Clicks
Transparenz: Der allwissende Kunde

Die steigende Online-Affinität von Shoppern verändert fundamental auch deren Blick auf den Point of Sale. Im Zeitalter des internetgetriebenen Handels sind Kunden besser informiert als jemals zuvor. Sie nutzen einerseits Barcode-Scanning-Apps wie barcoo 39 , um Zusatzinfos wie Nährwerte, Testberichte und Angaben zur ökosozialen Unternehmensverantwortung eines Herstellers geliefert zu bekommen, andererseits aber auch um eine größtmögliche Preistransparenz am Point of Sale zu erhalten. Preisvergleich ist keine alleinige Domäne mehr des E-Commerce, seitdem das Internet in jeder Tasche steckt.

Erstaunlich ist auch die Reaktionsgeschwindigkeit und Innovationsbereitschaft, mit der junge Start-ups wie die barcoo-Betreiberin checkitmobile GmbH ans Werk gehen. So erweiterte barcoo angesichts des letzten Dioxin-Skandals Anfang 2011 seine Features. App-Nutzer konnten sich dann nicht nur anhand einer Nachhaltigkeitsampel über die Sozialverantwortung eines Herstellers informieren, sondern über den Herkunfts-Code auf dem Frühstücksei auch Gewissheit über eine mögliche Dioxinbelastung bekommen. Man griff hier auf die Datenbestände der Verbraucherzentrale Hamburg zurück. Dieser Service hievte die App sogar auf Platz 1 der Download-Charts für kostenfreie Applikationen im Apple iTunes Store.
Preisvergleich und tiefe Produktbewertung

Aber damit nicht genug. Bereits im Mai 2011 integrierte barcoo weitere wichtige Informationen in Sachen Eierproduktion. In Kooperation mit dem Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) wurden weitere detailreiche Hintergrundinfos zur Situation in den Legehennenbetrieben hinzugefügt – einschließlich Fotos der Hühner und der Stallsituation. Und ein Jahr später, seit dem Osterfest 2012, zeigt die barcoo-App sogar an, ob Eier in Lebensmitteln wie Nudeln und Backwaren aus käfigfreier Tierhaltung stammen. Möglich ist dies durch die Zusammenarbeit mit der Kampagne kaefigfrei.de, die von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt initiiert wurde.

Mittlerweile verzeichnet der größte Produkt-Guide Europas nach eigenen Angaben mehr als sechs Millionen App-Installationen auf Smartphones. Die als Preisvergleichs- und Produktbewertungsdienst gestartete Anwendung zeigt einmal mehr, dass Verbraucher mit neuen Mobil-Technologien nicht nur Rabatte einheimsen können wie etwa beim Mobile Couponing. Mit transparenten Zugängen zu Hersteller- und Herkunftsangaben i

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