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Die Messung der PatientInnenzufriedenheit: Das Kano-Modell in der Hausarztpraxis von Bauernberger, Martin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2014
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
29,99 €
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Die Messung der PatientInnenzufriedenheit: Das Kano-Modell in der Hausarztpraxis

Durch steigende Ärztedichte und dem Grundsatz der freien Arztwahl ergibt sich gerade in den letzten Jahren eine für ÄrztInnen im niedergelassenen Bereich zunehmende Konkurrenzsituation und die Notwendigkeit, die PatientInnen und ihre Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Der Fokus dieser Untersuchung liegt daher auf der Frage, welche Faktoren einen Einfluss auf die Zufriedenheit von PatientInnen von AlgemeinmedizinerInnen haben und wie diese von den PatientInnen beurteilt werden. Gestützt auf das Modell von Kano, sollen dabei jene Faktoren identifiziert werden, welche PatientInnen voraussetzen (Basisfaktoren, must-be), jene die ausdrücklich verlangt werden (Leistungsfaktoren, one-dimensional) und jene, die dazu beitragen, die PatientInnen zu begeistern (Begeisterungsfaktoren, attractice). Ziel der Untersuchung ist es, die unterschiedlichen Einflussfaktoren zu klassifizieren und so Implikationen und nützliche Hinweise für den Praxisalltag von HausärztInnen zu geben.

Nach seiner Lehrerausbildung zum Fachmasseur war Martin Bauernberger mehrere Jahre im Gesundheitsbereich tätig. Während einer beruflichen Neuorientierung erlernte er dann den Beruf des Bürokaufmannes, wodurch sein wirtschaftliches Interesse geweckt wurde. Durch die Berufsreifeprüfung und dem darauf folgenden Studium der Angewandten Betriebswirtschaftslehre erfuhr der Autor eine interdisziplinäre Ausbildung, welche ihm eine qualifizierte Herangehensweise an spezifische Fragestellungen erlaubt. Während seiner Studienzeit war Martin Bauernberger im Einzelhandel, in der Halbleiter-Industrie sowie im ITK-Bereich tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 145
    Erscheinungsdatum: 01.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842847132
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 4708kBytes
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Die Messung der PatientInnenzufriedenheit: Das Kano-Modell in der Hausarztpraxis

Textprobe: Kapitel 2.4, Arztpraxis der Zukunft: Die Anforderungen an die AllgemeinmedizinerInnen steigen. Der demographische Wandel sowie das steigende Gesundheitsbewusstsein der PatientInnen stellt die MedizinerInnen vor die Notwendigkeit, sich auf neue Bedürfnisse der PatientInnen einzustellen. Die Schulmedizin kann nicht mehr als Allheilmittel angesehen werden, immer öfter werden auch Hilfsmittel aus der Natur eingesetzt. Die Bedeutung von Gesundheit und Lebensqualität wird in Zukunft noch stärker ansteigen, wodurch sich der Gesundheitsbereich noch weiter zu einer wachsenden Dienstleistungsbranche entwickelt. Health-Consultants, Online-Apotheken und Privatkliniken verdeutlichen diesen Trend (Vgl. Schüller/Dumont, 2010, Seite 11). Darüber hinaus verschärft sich die Wettbewerbssituation für die niedergelassenen MedizinerInnen in eigener Praxis. Das Problem der Fettleibigkeit steigt an, der demographische Wandel führt zur Überalterung der Gesellschaft und der medizinische Fortschritt macht die Gesundheitsversorgung per se teurer (Vgl. Frank, 2005, Seite 4). Dabei steht die Explosion der Gesundheitskosten erst am Anfang (Vgl. Schüller/Dumont, 2010, Seite 11). Doch die Notwendigkeit von Innovationen, die steigenden Kosten durch die Zunahme von alters- und lebensstilbedingten Krankheiten und die Verbesserung der Betreuungsqualität der einzelner PatientInnen stehen wirtschaftlichen wie politischen Ausgabegrenzen gegenüber (Vgl. Frank, 2005, Seite 1). Dies und die wachsenden Ärztezahlen führen zunehmend zu einer Verschärfung der Konkurrenzsituation. Es gilt, die Chancen in diesem neuen Umfeld zu erkennen und für die eigene Praxis zu nutzen. Informierte PatientInnen zeigen Interesse an ihrer Gesundheit und nutzen die Möglichkeiten der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, um sich gezielt Informationen zu beschaffen. Die Gesamtheit von Körper, Geist und Seele steht dabei im Fokus (Vgl. Ullrich/Wenger, 2008, Seite 128). Das traditionelle Arzt-Patienten-Verhältnis muss sich verändern, um den Erwartungen der PatientInnen zu entsprechen. Durch eine partnerschaftliche Herangehensweise und den Einbezug der PatientInnen in die Entscheidungsfindung finden sich hier Ansatzpunkte, um sich klar von anderen ÄrztInnen abzuheben. Und auch die Veränderungen im Bereich der rechtlichen Rahmenbedingungen kommen dieser Forderung entgegen. Durch die Lockerung des einst sehr strengen Werbeverbotes wird den MedizinerInnen der Einsatz von Kommunikationsmaßnahmen ermöglicht, um so eine bessere PatientInnenansprache zu erreichen. Doch die verstärkte Ansprache von PatientInnen allein wird nicht ausreichen, um im neuen Wettbewerb mithalten zu können. Auch die Organisation der Praxis wird einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisten. So ist insbesondere auch die Notwendigkeit erkennbar, dass die Strategie des Gesundheitsunternehmens - gerade bezogen auf Personal- und Bildungspolitik - neu zu überdenken und auszurichten ist (Vgl. Lorenz et al., 2010, Seite 41). Die Arztpraxis der Zukunft wird eine Gruppenpraxis oder Teil eines Netzwerkes sein, wo mehrere ÄrztInnen eine Region versorgen. Der Wettbewerb wird dabei nicht mehr zwischen einzelnen ÄrztInnen, sondern vor allem zwischen diesen Versorgungsnetzwerken bestehen (Vgl. Kaspar, 2008, Seite 6). Diese Form der Zusammenarbeit ermöglicht neben einem erweiterten Leistungsspektrum auch die Kosten für Geräte, Personal oder die Miete zu reduzieren, um so wettbewerbsfähiger sein zu können. Um den derzeitigen medizinischen Versorgungsstandard nachhaltig sichern zu können, muss ein stärkeres Thematisieren und ein Nachdenken über die zukünftige Finanzierung der Gesundheitssysteme einsetzen. Daraus resultiert, dass Wege gefunden werden müssen, um die für das Gesundheitssystem verwendeten finanziellen Mittel effizienter einsetzen zu können. Hierfür müssen ineffiziente Bereiche - wenn diese nicht schon bekannt sind - identifiziert und optimiert werden. Die Forderunge

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