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Ernährung für ein besseres Leben von Brabeck-Letmathe, Peter (eBook)

  • Erschienen: 11.08.2016
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
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Ernährung für ein besseres Leben

Wo die Lebensmittelindustrie ihre Zukunft sieht
Durch die Fortschritte in den Biowissenschaften - vor allem der Genetik - sehen wir den Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit heute in einem vollkommen neuen Licht. Wir können unsere Gesundheit und Lebensqualität nachhaltig optimieren, wenn wir unsere Ernährung auf wissenschaftlicher Grundlage neu gestalten. Peter Brabeck-Letmathe wirft einen Blick hinter die Kulissen der Forschung: Werden wir Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes in Zukunft durch personalisierte Nahrungsmittel in den Griff bekommen? Dieses Buch verrät, woher die Lebensmittelindustrie weiß, was unseren Genen schmeckt.

Peter Brabeck-Letmathe ist Präsident des Verwaltungsrates von Nestlé S.A. in Vevey am Genfer See. Er ist außerdem als Vizepräsident des Stiftungsrates beim World Economic Forum in Davos aktiv und Mitglied verschiedener Verwaltungsräte.

Produktinformationen

    Größe: 3584kBytes
    Herausgeber: Campus Verlag
    Untertitel: Eine Reise von den Anfängen der industriellen Nahrungsproduktion zur Nutrigenomik
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 250
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783593434568
    Erschienen: 11.08.2016
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Ernährung für ein besseres Leben

KAPITEL 1: AUF DEM WEG ZUR ERNÄHRUNG DER ZUKUNFT

Die Gründe, warum wir uns in Zukunft anders ernähren werden, finden wir in den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung, bei der Herstellung von Nahrungsmitteln und natürlich auch in einem sich ständig wandelndem Verbraucherverhalten. Weltweit werden die Konsumenten ihr Verhalten und ihre Gewohnheiten in den kommenden 20 Jahren weitaus schneller ändern, als es in den vergangenen 60 Jahren der Fall war. Das liegt am wachsenden Wohlstand und Wissen sowie daran, dass wir schon heute über technische Möglichkeiten in der Nahrungsmittelproduktion verfügen, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar waren.

Ein Mehr an Wohlstand bringt aber nicht nur Verbesserungen, sondern, wie die Erfahrung zeigt, auch Probleme mit sich. Es sind nicht nur die Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Globalisierung stellen müssen, es ist auch jeder Einzelne, der sich den globalen Veränderungen anpassen muss und diese zwar meist als Vorteil, doch manchmal auch als Nachteil erlebt.

Von den industriellen Herstellern von Nahrungsmitteln wird einerseits erwartet, dass sie die immer weiter wachsende Weltbevölkerung versorgen, andererseits müssen sie auch die Konsumwünsche von sich immer stärker differenzierenden Verbraucherschichten befriedigen. Vor 60 Jahren bestand die Herausforderung für die Nahrungsmittelhersteller hauptsächlich darin, mehr und Besseres zu produzieren. Heute müssen sie zusätzlich noch einen umfangreichen Forderungskatalog im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umwelt erfüllen. Das tun sie nicht nur deshalb, weil es die Konsumenten und die Politik von ihnen fordern, sondern weil sie auch selbst dazugelernt und erkannt haben, dass Wachstum heute unter dem Aspekt der Zukunftssicherheit nach anderen Regeln erfolgt als in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg.

In den Wissenschaften hat man in den 1980er-Jahren damit begonnen, ganz neue Forschungsfelder zu eröffnen. Heute sind wir an dem Punkt, wo wir beginnen können, diese neuen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen, um den Menschen das zu geben, was sie sich am meisten wünschen, Gesundheit und ein langes Leben.

Abb. 2 : Die nächste Stufe: umfassendes Wohlbefinden
Globale Megatrends auf der Konsumentenseite

"Panta rhei - alles fließt", diese Erkenntnis des griechischen Philosophen Heraklit könnte auch der Leitgedanke für die Trendforschung sein. Unsere Welt befindet sich in einem ständigen Wandel, der von den meisten Menschen gar nicht wahrgenommen wird, weil sie selbst ein Teil davon sind. Die Veränderungen und Entwicklungen in den Tiefen der globalen Gesellschaft sind wie Strömungen im Ozean, die eine große Kraft entfalten.

Megatrends verändern die Welt zwar langsam, dafür aber langfristig und grundlegend. Wenn ein neues iPhone von Apple auf den Markt kommt, ist das vielleicht ein trendiges Produkt, aber es stellt weder einen Trend noch einen Megatrend dar. Die mobile Kommunikation, die Anfang der 1990er-Jahre begann, ist jedoch ein hervorragendes Beispiel für einen Megatrend, der das Leben der meisten Menschen grundlegend verändert hat. Der Trendforscher John Naisbitt sagte ihn bereits im Jahr 1982 voraus 1 , als weder Mobiltelefone noch Internet, zumindest nicht für die breite Bevölkerung, verfügbar waren. Zehn Jahre später, 1993, gab es weltweit schon 34 Millionen Mobiltelefonanschlüsse, 2015 waren es dann 7,085 Milliarden. Auf der Erde gibt es also fast so viele Mobiltelefone wie Menschen (7,3 Milliarden). 2

Foodtrends, die beschreiben, wie unsere Ernährungsweise in Zukunft aussehen wird, werden von einer ganzen Reihe von Megatrends bestimmt. Umgekehrt sind Veränderungen im Essverhalten für die Trendforscher aber auch Indikatoren, die Rückschlüsse auf die Entstehung neuer Megatrends zulassen. Für d

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