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Handbuch Handel Strategien - Perspektiven - Internationaler Wettbewerb

  • Erscheinungsdatum: 08.05.2008
  • Verlag: Gabler
eBook (PDF)

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Handbuch Handel

Namhafte Wissenschaftler und Berater sowie hochkarätige Vertreter der Unternehmenspraxis beleuchten in 46 Beiträgen die wesentlichen Entwicklungstendenzen im Handel - vorrangig im Einzelhandel - aus einer internationalen Perspektive und nehmen Stellung zu Erscheinungsformen, Rahmenbedingungen, Einflussfaktoren, nationalen und regionalen Strukturen und Besonderheiten, strategischen Stoßrichtungen und Konzepten, Betriebs- und Vertriebstypen, Handelsmarketing, Beschaffungs- und Supply-Chain-Management, Corporate Management sowie Handel und Innenstadt. Prof. Dr. Joachim Zentes ist Direktor des Instituts für Handel und Internationales Marketing an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 1015
    Erscheinungsdatum: 08.05.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834991607
    Verlag: Gabler
    Größe: 90529 kBytes
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Handbuch Handel

Fachgeschäfte und Fachmarkte - Erscheinungsformen und künftige Entwicklung

1 Zur begrifflichen Klarstellung (S. 363-364)

Im Jahre 1967 formierte sich der Arbeitsausschuss für Begriffsdefinitionen der Katalogkommission für die handels- und absatzwirtschaftliche Forschung mit dem Ziel, Anregungen und Empfehlungen für eine einheitliche Begriffsbildung zu geben, um bestehende terminologische Unklarheiten und Zweifel vermindern zu helfen (Ausschuss für Begriffsdefinitionen aus der Handels- und Absatzwirtschaft 1970). Zu diesem Zweck wurde der so genannte Katalog E, Begriffsdefinitionen aus der Handelsund Absatzwirtschaft aufgelegt, der in vier Ausgaben - 1970, 1975, 1982 und 1995 - vorliegt. Zwischenzeitlich wird an der fünften Ausgabe gearbeitet, die insbesondere die Integration der Begriffe aus dem E-Commerce vorsieht und neuere Entwicklungen wie RFID, EDLP, CRM, ECR, Category-Management, Supply-Chain-Management usw. aufgreifen wird. Die Katalogkommission setzte und setzt sich jeweils aus führenden Vertretern des Faches aus Wissenschaft so wie Vertretern der Wirtschaft insbesondere aus Verbanden und Kammern zusammen, sodass sichergestellt war und ist, dass die Begriffe auch auf ein breites Echo in der relevanten Öffentlichkeit stoßen.

Betrachtet man die Definitionen der beiden in diesem Beitrag naher zu untersuchenden Begriffe "Fachgeschäft" und "Fachmarkt// lasst sich folgendes aus der Historie des Katalog E ableiten. In allen vier Ausgaben wurde der Terminus " Fachgeschäft" naher umrissen:

1970
"Fachgeschäfte sind Einzelhandelsbetriebe, die Waren einer bestimmten Branche oder Bedarfsgruppe mit ergänzenden Dienstleistungen anbieten" (Ausschuss für Begriffsdefinitionen aus der Handels- und Absatzwirtschaft 1970, S. 13).

1975
"Ein Fachgeschäft ist ein Einzelhandelsbetrieb, der Waren einer Branche mit ergänzenden Dienstleistungen anbietet, wobei in vielen Branchen das Bedienungsprinzip überwiegt" (Ausschuss für Begriffsdefinitionen aus der Handels- und Absatzwirtschaft 1975, S. 19).

1982
"Das Fachgeschäft ist ein Einzelhandelsbetrieb, der ein in sich zusammenhangendes Sortiment in großer Auswahl und in unterschiedlichen Qualitäten und Preislagen mit ergänzenden Dienstleistungen (z.B. Kundenberatung) anbietet" (Ausschuss für Begriffsdefinitionen aus der Handels- und Absatzwirtschaft 1982, S. 25f.)

1995
"Das Fachgeschäft ist ein Einzelhandelsbetrieb, der ein branchenspezifisches oder bedarfsgruppenorientiertes Sortiment in großer Auswahl und in unterschiedlichen Qualitäten und Preislagen mit ergänzenden Dienstleistungen (z.B. Kundendienst) anbietet" (Ausschuss für Begriffsdefinitionen aus der Handels- und Absatzwirtschaft 1995, S. 43).

Ein kurzes Überfliegen des Begriffs in den diversen Ausgaben signalisiert zunächst, dass zwischen den einzelnen Definitionen kein allzu großer Unterschied existiert. Gleichwohl sind die semantischen Feinheiten bemerkenswert. Dass das Fachgeschäft jeweils dem Einzelhandel zugerechnet wird, verwundert nicht. Auch der jeweilige Hinweis auf die so genannten ergänzenden Dienstleistungen erscheint durchgängig, wenn auch offen bleibt, was alles darunter gefasst werden kann bzw. was nicht mehr dazu gehört oder noch zur Basisleistung gerechnet wird. In der dritten und vierten Ausgabe wird für die so genannten "ergänzenden Dienstleistungen" jeweils ein Beispiel angeführt. So wird in der dritten Ausgabe die Kundenberatung als ergänzende Dienstleistung verstanden. Es ist verwunderlich, dass die Kundenberatung im Jahre 1982 nicht als konstitutives Merkmal des Begriffs "Fachgeschäft" interpretiert wird. In der vierten Ausgabe wird der Kundendienst als Beispiel herangezogen.

Die Definition aus dem Jahre 1970 erscheint vor dem Hintergrund der heutigen Perspektive sehr unspezifisch. Sicher kann dies nachv

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