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Wertschöpfung im Handel

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2014
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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Wertschöpfung im Handel

Mit einem Umsatzvolumen von über 1.800 Mrd. Euro ist der Handel als Branche eine der wichtigsten Stützen der deutschen Volkswirtschaft. In den vergangenen Jahren zeichnen sich signifikante strukturelle Veränderungen in der Handelslandschaft ab, insbesondere geprägt durch die Verbreitung neuer Technologien. In diesem dynamischen Umfeld ist der institutionelle Handel gezwungen, sich neu zu orientieren und seine Wertschöpfung neu zu durchdenken. Das Ziel des Werkes ist es, die Herausforderungen und Implikationen für eine nachhaltige Wertschöpfung in der Zukunft vorzuzeichnen: Es beschreibt und analysiert Wertschöpfungsstrategien des Handels an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis mit dem Ziel, entscheidungsorientiert die Wertschöpfungstreiber und erfolgreiche Handelsstrategien aufzuzeigen. Prof. Werner Reinartz, Ph.D., ist Direktor der Gesellschaft zur Förderung des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln und Inhaber des Seminars für Handel und Kundenmanagement an der Universität zu Köln. Dr. Monika Käuferle ist Habilitandin am dortigen Seminar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 308
    Erscheinungsdatum: 13.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170250857
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 5381 kBytes
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Wertschöpfung im Handel

Kapitel 1: Wertschöpfung im Handel aus volkswirtschaftlicher Perspektive

von Dr. Susanne Eichholz-Klein, Dr. Markus Preißner und Thomas Brylla

1. Einleitung
2. Definition und Messung der Wertschöpfung im Handel
3. Wertschöpfung des Handels in der Gesamtwirtschaft
4. Wertschöpfung im Einzelhandel auf Ebene der Handelsformate
5. Treiber der Wertschöpfung im Einzelhandel
5.1 Wertschöpfung in Supermärkten, Discountern, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten
5.2 Wertschöpfung im (Online-)Versandhandel
5.3 Wertschöpfung im Fachhandel
6. Zusammenfassung und Ausblick
Literaturverzeichnis 1. Einleitung

Der institutionelle Handel ist in Deutschland mit einer Umsatzleistung von 1798 Mrd. Euro im Jahre 2012 eine der bedeutendsten Stützen der Volkswirtschaft. Jedoch entwickeln sich Umsatz und Wertschöpfung des Handels im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen unterdurchschnittlich. Die Gründe hierfür scheinen vielfältig und sind vor allem in Veränderungen im Handelsumfeld sowie im Handel selbst zu suchen. Zu denken ist vor allem an die voranschreitende Globalisierung der Märkte, den verstärkten Wettbewerb auf vor- und nachgelagerten Wirtschaftsstufen und die von diesen Stufen ausgehenden Tendenzen zur Vorwärts- bzw. Rückwärtsintegration, sowie an Veränderungen im Bereich der Betriebsformen bzw. Handelsformate, der Technologien und des Konsumentenverhaltens. Aber auch rechtliche und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen, wie das verfügbare Einkommen und die Aufteilung der Konsumausgaben, können die Umsatzleistung und die Wertschöpfung des institutionellen Handels nachhaltig beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund widmet sich der vorliegende Beitrag im Anschluss an einen definitorischen Teil zunächst der Frage, wie sich die Wertschöpfung des Handels in gesamtwirtschaftlicher Perspektive im Zeitablauf entwickelt hat und ob diesbezüglich Unterschiede zwischen Groß- und Einzelhandel bestehen. Anschließend wird mit Blick auf den Einzelhandel untersucht, inwieweit sich die Wertschöpfung zwischen einzelnen Handelsbranchen und -formaten unterscheidet und worauf bestehende Unterschiede zurückzuführen sind bzw. welche Treiber für die Wertschöpfungsentwicklung verantwortlich zeichnen. Das Kapitel schließt mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Ausblick.

Die konzeptionelle Struktur des Kapitels wird in Abbildung 1.1 illustriert.

Abb. 1.1: Konzeptioneller Rahmen des Kapitels
2. Definition und Messung der Wertschöpfung im Handel

Der klassische Begriff der "Wertschöpfung" geht auf den Ökonomen T. Cox zurück, der im Jahre 1970 die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der USA berechnete und sich dazu folgender Formel bediente: "value of production in the economy minus brought-in materials and services" (Haller 1997, S. 77-82). Die Wertschöpfung ist demnach eine Wertbewegungsgröße, welche die monetäre Differenz der abgegebenen Güter oder Dienstleistungen und der empfangenen Güter oder Dienstleistungen abbildet (Weber 1993). Diesem Begriffsverständnis folgend, kann die Wertschöpfung auf unterschiedlichen Ebenen erfasst werden:

- Einerseits lässt sich der Anteil der Wertschöpfung eines Unternehmens ins Verhältnis setzen zur gesamten Wertschöpfung eines Staates, wodurch sich die volkswirtschaftliche Bedeutung des Einzelunternehmens an der Gesamtwirtschaft darstellen lässt (Haller 1997, S. 73). Analog gilt dies bezogen auf die Wertschöpfung einzelner Volkswirtschaften, Wirtschaftsstufen bzw. -bereiche und Branchen.

- Andererseits kann

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