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Hilfsmittel zur Bestimmung von markanten Hoch- und Tiefpunkten im Aktienmarkt Eine kleine wissenschaftliche Abhandlung von Zakrewski, Mario (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.06.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Hilfsmittel zur Bestimmung von markanten Hoch- und Tiefpunkten im Aktienmarkt

Im Buch befasst sich der Autor mit Hilfsmitteln, die für eine Bestimmung von markanten Hoch- und Tiefpunkten im Aktienmarkt genutzt werden können. Mithilfe der vorgestellten und näher beleuchteten Indikatoren können sich Anleger ggf. besser im Aktienmarkt positionieren. Diplom-Handelslehrer Mario Zakrewski ist gelernter Bankkaufmann und studierte Wirtschaftspädagogik mit den Schwerpunkten Finanzen und Internationale Beziehungen im In- und Ausland. Er war als Lehrer einige Jahre an Wirtschaftsschulen u.a. in Klassen von Bank- und Investmentfondskaufleuten tätig und lehrte dort u.a. kapitalmarktrelevante Lernfelder. Als Wissenschaftlicher bzw. Akademischer Mitarbeiter an deutschen Hochschulen befasste er sich intensiv mit den Kapitalmärkten. Seine Forschungen rund um den Aktienmarkt fanden Anklang bei deutschen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 84
    Erscheinungsdatum: 23.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741249303
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1151kBytes
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Hilfsmittel zur Bestimmung von markanten Hoch- und Tiefpunkten im Aktienmarkt

Kapitel 2

Neoklassische Finanztheorie vs. Technische Analyse und Behavioral Finance

B evor eine Suche nach markttechnischen und verhaltensbasierten Hilfsmitteln zur Bestimmung von markanten Hoch- und Tiefpunkten im US-Aktienmarkt durchgeführt wird, sollte zuvor geklärt werden, ob dies überhaupt einen Sinn hätte. Laut den Anhängern der neoklassischen Finanztheorie - die in der akademischen Welt nahezu unumstößliche Lehrmeinungen vertreten - hätte so eine Suche nämlich keinen Sinn. Aufgrund der weit verbreiteten Auffassung, dass sich Preise auf den Kapitalmärkten nach einem Zufallsprozess 5 bilden und auf Kapitalmärkten tendenziell eine Informationseffizienz 6 vorherrscht, haben sowohl die Technische als auch die verhaltensbasierte Analyse einen schweren Stand. Immerhin propagieren die Anhänger der Technischen Analyse, dass Preisprognosen auf Basis von historischen Preisen möglich sind und die Verfechter der Behavioral Finance versuchen beispielsweise mittels Stimmungsindikatoren einen Vorteil am Markt zu erlangen. Dies ist jedoch mit den neoklassischen Paradigmen eines Zufallspfads sowie effizienter Märkte nicht zu vereinbaren. Sich einen Vorteil aufgrund von Analysetätigkeiten zu verschaffen, ist nach Auffassung der neoklassischen Finanzmarktlehre und speziell bei einer Annahme von effizienten Kapitalmärkten laut DAXHAMMER/FACSAR (2012, S. 38 f.) nicht möglich. Eine Suche nach markttechni schen und verhaltensbasierten Hilfsmitteln zur Bestimmung von markanten Hoch- und Tiefpunkten im US-Aktienmarkt bräuchte somit nicht angestellt werden - es bringe einfach nichts.

Sowohl die Zufallspfad- als auch die Effizienzmarkthypothese sind das Fundament der orthodoxen Finanztheorie, die nach MANDELBROT/HUDSON (2005, S. 80) im Jahr 1900 ihre Geburtsstunde hatte. Damals veröffentlichte der französische Mathematiker Louis Bachelier seine Doktorarbeit ( Théorie de la Spéculation ) und kam in seiner Dissertation zu dem Ergebnis, dass Wertpapierkurse mit der gleichen Wahrscheinlichkeit steigen oder fallen. Dies lässt den Schluss zu, dass Preisbewegungen auf den Kapitalmärkten - ähnlich wie beim Münzwurfspiel (Kopf oder Zahl) - einem Zufallspfad (Random Walk) folgen und nicht prognostizierbar sind. Selbst wenn die Charts von Wertpapierkursen bestimmte Muster oder Trends auszubilden scheinen, mit denen sich die Technische Analyse befasst, so käme es zu demselben Chart-Ergebnis, wenn ein Münzwurfspiel nur oft genug hintereinander durchgespielt werden würde. Werden Aktiencharts betrachtet und diese Kursreihen mit den Charts aus Münzwurfspielen - wie u.a. bei FELLER (1968, S. 87) grafisch dargestellt - verglichen, so fällt tatsächlich auf, dass Aktiencharts und Münzwurfcharts sich ähneln. Die in Charts darstellbaren Gewinn- und Verlustserien aus den Münzwürfen rufen somit dieselben Chartformationen hervor, die auch bei Wertpapierkursen zu beobachten sind. Dies soll belegen, dass Wertpapierkurse zufällig entstehen und nicht prognostizierbar sind. Bestimmte Muster und Trends in den Charts der Wertpapierkurse sind nach der Hypothese des Zufallspfads genauso wie beim Münzwurfspiel allein dem Zufall geschuldet. 7

Nach der Veröffentlichung der Doktorarbeit von Bachelier vergingen mehrere Jahrzehnte, bis zwei weitere Beiträge von COWLES III. (1933) sowie vier Jahre später von COWLES III./JONES (1937) scheinbar erneut belegen konnten, dass an den Märkten ein Zufallspfad vorherrscht. Weitere Arbeiten zum Zufallspfad stammen von KENDALL (1953), COOTNER (1962) und FAMA (1965), wobei insbesondere die im Journal of Business im Jahr 1965 veröffentlichte Dissertation vom späteren Finanzwirtschaftsprofessor an der renommierten University of Chicago und Wirtschaftsnobelpreisträger Eugene F. Fama große Beachtung im akademischen Umfeld erfuhr. Hierin untersuchte der Autor die 30 Aktientitel des US-Aktienindex Dow Jones Industrial Average und konnte

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